[gedankensplitter]

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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birke
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Beitragvon birke » 15.08.2012, 11:27

.

blauworte sammeln
im sommer
ausbrüten
für die zeit
danach




(dj08/12)
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 15.08.2012, 11:39

Lach, Diana, irgendwas Ähnliches hab' ich auch mal geschrieben, finde es leider so schnell nicht.

Kann ich also sehr gut nachvollziehen. Nur die "blauworte" sind mir noch zu wenig ... wie soll ich sagen? Explizit? Durchdringend - oder so. Es könnte ja auch ein dunkles, fast düsteres Blau sein (ich finde nämlich, blauworte klingt eher dunkel).

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birke
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Beitragvon birke » 15.08.2012, 12:06

Lach, das ist ja lustig, kram doch mal!

Hm, meinst du, "blauworte" allein seien zu ... wenig hier?
Ich meine, ich möcht schon sehr offen bleiben, weil sich eben jeder etwas eigenes unter diesen Worten vorstellen kann (jede/r assoziiert ja wahrscheinlich etwas anderes damit).
Aber hättste ne Idee?
blaubeerworte, blaugetupfte worte ... hm, brainstorming.
ich denke noch mal nach! Und warte vielleicht auch noch mal ab ... aber danke auf jeden Fall! :-)

Liebe Sommergrüße
Diana
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Gerda

Beitragvon Gerda » 15.08.2012, 12:59

Liebe Dianan,

ich habe Schwierigkeiten mir vorzustellen, wie etwas Blaues ausgebrütet werden kann. Ein explizte Benennung wäre hilfreich ... ernsthaft.
Ich dachte sofort an Heidelbeeren (Weil gerade die Zeit ist) ... und dann ging nix mehr. ;-)
LGG

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 15.08.2012, 13:23

... ich dachte eher an Azurblaues, also ans Sommerhimmelblau. Das müsste für mich stärker herauskommen.

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birke
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Beitragvon birke » 15.08.2012, 13:29

oh, liebe gerda, ausbrüten kann man doch viel ... :smile:

jaaa, also azur gefällt & passt mir hier gut ... mal sehen, wie ich das mache, danke, amanita!
vielleicht "worte aus azur" ...

lg, diana
Zuletzt geändert von birke am 15.08.2012, 13:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Amanita » 15.08.2012, 13:32

Nichts gegen Heidelbeeren, aber sie wären mir hier einfach zu speziell, zu klein-klein.

scarlett

Beitragvon scarlett » 15.08.2012, 13:39

liebe di,

die blauworte beinhalten für mich zwei komponenten: eine positive und auch eine negative.
natürlich hängt zunächst am blau die gesamte tradition dieses wortes, auf der anderen seite aber auch alles, was mit blauäugig sein zu tun hat, ins blaue reden, das blaue vom himmel versprechen usw. ...

so kann denn auch das, was da "ausgebrütet" wird /zum text?/, was gehegt und gepflegt werden soll für später - je nach lesart - auf beides hinauslaufen.

das finde ich spannend, so eindeutig ist der kleine text nämlich FÜR MICH gar nicht.

liebe grüße,
deine mo
Zuletzt geändert von scarlett am 15.08.2012, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 15.08.2012, 13:39

"blauworte" sind für mich sehr positiv konnotiert (zumal das folgende "im sommer" dies ja untermauert), aber da geht es anderen vielleicht nicht so. Deshalb sind "azurworte" wohl deutlicher, aber vllt. auch zu deutlich? Das Offene gefällt mir hier gerade.

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birke
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Beitragvon birke » 15.08.2012, 13:54

liebe mo,

ja, du sagst es.
so ist es gedacht!
wie ich schon zu anfang schrieb, ist es extra so offen formuliert.
damit jede/r leser/in für sich selbst belegen kann, was "blauworte" sind, mit welchen bedeutungen er dieses wort füllt, um allen möglichen assoziationen raum zu geben.
danke! :smile:

auch dir lieben dank, gabi!

also, nach diesen reaktionen neige ich nun dazu, den text doch genau so zu lassen ...
werde das noch überdenken!

liebe grüße
eure di/ana
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Gerda

Beitragvon Gerda » 16.08.2012, 12:36

Liebe Diana,

natürlich kann man vieles ausbrüten ...
Ich wollte auch nicht, dass du jetzt konkret etwas Blaues benennen sollst, was das Lyrich ausbrütet ... ;-)
Das kam wahrscheinlich missverständlich an.
Ich würde mir das vielleicht so vorstellen:

blauworte sammeln
im sommer
ausbrüten
für die zeit
danach


Liebe Grüße
Gerda

Renée Lomris

Beitragvon Renée Lomris » 16.08.2012, 13:50

Liebe Diana,

obwohl ich hier in Paris in einem kleinen Häuschen mit Garten vor mich hinbrüte, möchte ich doch wenigstens ab und meinen Blausenf abgeben.

(ich brüte grade den dritten Kurzfilm aus!!9

Mir geht es diesmal auch so, dass mir das brüten oder ausbrüten nicht so recht gefallen will- Der Rest allerdings vermittelt mir das Blau als leichte, besänftigende Sommerfarbe.


blauworte sammeln
im sommer
ins Herbarium damit,
für die zeit
danach[/i]



nur ein Vorschlag
lG
Renée
- hat mir sgt gefallen

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birke
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Beitragvon birke » 16.08.2012, 16:27

habt dank, gerda & renée, für eure worte & gedanken hierzu!

ja, gerda, das hatt ich anders verstanden, danke für die erneute rückmeldung!
hm, aber es geht mir darum, was mit den blauworten geschieht, das bloße sammeln ist mir hier zu wenig, denn es soll ja noch etwas mit ihnen im „lyri“ geschehen.

dein vorschlag, liebe renée, hat auch was, worte trocknen … sagt ja aber doch so etwas ganz anderes aus, als „ausbrüten“ – im moment drückt dieses wort am besten aus, was ich hier meine, dieses „inwendig etwas mit den worten machen, sie reifen lassen, sie dann erst (wieder) rauslassen“.
aber ich werde hier noch mal nachdenken.

schön, dass dir das gefällt, renée, ich freu mich.
frohes aus/brüten dir noch! :mrgreen: wie toll! :-)

lg, diana
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