erfrierungen
-
Niko
erfrierungen
in dem was nicht mehr lebt
erkenne ich
rauchzeichen an einer nordwand
manchmal vergilbte buchrücken
und sesshaft gewordenes treibholz
im schlick des altwassers
obwohl wir alle das selbe grau tragen
durch das wir getaucht sind
eine botschaft der eigenen kultur
und ein leuchtfeuer auf die offene see
vernähen wir die jahrzehnte
zu einem bunten totenhemd
.
- allerleirauh
- Beiträge: 766
- Registriert: 26.06.2010
- Geschlecht:
hallo niko,
ich mag die bilder deines gedichtes, die davon sagen, dass wir über bestimmte dinge mit der vergangenheit verbunden sind bzw. diese verbindung über gegenstände/landschaften etc herstellen können, wenn wir wollen. das "sesshaft gewordene treibholz im schlick des altwassers" gefällt mir besonders gut.
in der zweiten strophe habe ich mühe, die ersten vier verse in den kontext zu bringen. die "botschaft der eigenen kultur" fällt mir auf, die wortgruppe fällt für mich, rein stilmäßig, aus dem sprachzusammenhang.
"dasselbe" wid meiner meinung nach zusammen geschrieben.
lga
PS: ich vergaß, die überschrift bleibt auch rätselhaft für mich.
ich mag die bilder deines gedichtes, die davon sagen, dass wir über bestimmte dinge mit der vergangenheit verbunden sind bzw. diese verbindung über gegenstände/landschaften etc herstellen können, wenn wir wollen. das "sesshaft gewordene treibholz im schlick des altwassers" gefällt mir besonders gut.
in der zweiten strophe habe ich mühe, die ersten vier verse in den kontext zu bringen. die "botschaft der eigenen kultur" fällt mir auf, die wortgruppe fällt für mich, rein stilmäßig, aus dem sprachzusammenhang.
"dasselbe" wid meiner meinung nach zusammen geschrieben.
lga
PS: ich vergaß, die überschrift bleibt auch rätselhaft für mich.
Hallo Niko, mich stört ein wenig die Kürze der Zeile 2. Wie wäre es mit : ... /erkenne ich rauchzeichen an /einer nordwand manchmal /vergilbte buchrücken und/ sesshaft ... ?
Ansonsten finde ich den Text sehr gelungen. Viele Grüße !
Ansonsten finde ich den Text sehr gelungen. Viele Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.
-
Gerda
Lieber niko,
"erfrierungen" nennst du dieses Gedicht.
Für mich bedeutet dieser Titel, dass etwas abgestorben ist. Allerdings finde ich ihn irreführend, denn er geht doch, wenn ich ich den Text verstanden habe, eher um Bindungen, Beziehungen ... über den Tod, über das Absterben hinaus.
Auch springen die Bilder/Wasser/ Rauchzeiche/Feuer/ Nordwand etwas zu sehr.
Ich schließe mich dennoch gern allerleirauhs Meinung an.
Meine aber, dass dieser Text mehr durchkomponiert gehörte.
Mir ist augenfällig, dass wirklich gute und außergewöhnliche Ideen von der Zunge (dem Herz) .-) gleich in die Tasten geflossen sind.
Ich finde, der Text ist es wert, dass er erneut deine Aufmerksamkeit noch einmal ganz intensiv erhält.
Liebe Grüße
Gerda
"erfrierungen" nennst du dieses Gedicht.
Für mich bedeutet dieser Titel, dass etwas abgestorben ist. Allerdings finde ich ihn irreführend, denn er geht doch, wenn ich ich den Text verstanden habe, eher um Bindungen, Beziehungen ... über den Tod, über das Absterben hinaus.
Auch springen die Bilder/Wasser/ Rauchzeiche/Feuer/ Nordwand etwas zu sehr.
allerleirauh hat geschrieben:ich mag die bilder deines gedichtes, die davon sagen, dass wir über bestimmte dinge mit der vergangenheit verbunden sind bzw. diese verbindung über gegenstände/landschaften etc herstellen können, wenn wir wollen. das "sesshaft gewordene treibholz im schlick des altwassers" gefällt mir besonders gut.
Ich schließe mich dennoch gern allerleirauhs Meinung an.
Meine aber, dass dieser Text mehr durchkomponiert gehörte.
Mir ist augenfällig, dass wirklich gute und außergewöhnliche Ideen von der Zunge (dem Herz) .-) gleich in die Tasten geflossen sind.
Ich finde, der Text ist es wert, dass er erneut deine Aufmerksamkeit noch einmal ganz intensiv erhält.
Liebe Grüße
Gerda
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