so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo sich die wege kreuzten
wie erstmals vor zehn jahren
2. Fassung.
so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo ihr weg seinen kreuzte
wie zuerst vor zehn jahren
Tanka, 14.11.11
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Wolfgang
Guten Abend leonie und Eule!
Danke für euer Lob.
Eine Frage: euch stört nicht das zweimalige "ihr"? Mir ist nämlich eine Möglichkeit aufgefallen, die ich vorher übersehen hatte. Deshalb ein Verbesserungsvorschlag:
so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo ihr weg sich gekreuzt hat
wie zuerst vor zehn jahren
Auch hier ein zweimaliges "ihr" aber jeweils mit einer anderen Bedeutung. Ist das überzeugender? Übrigens: ich finde es keine Schande, seine eigenen Texte zu hinterfragen.
Danke und Gruß
Wolfgang
Danke für euer Lob.
Eine Frage: euch stört nicht das zweimalige "ihr"? Mir ist nämlich eine Möglichkeit aufgefallen, die ich vorher übersehen hatte. Deshalb ein Verbesserungsvorschlag:
so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo ihr weg sich gekreuzt hat
wie zuerst vor zehn jahren
Auch hier ein zweimaliges "ihr" aber jeweils mit einer anderen Bedeutung. Ist das überzeugender? Übrigens: ich finde es keine Schande, seine eigenen Texte zu hinterfragen.
Danke und Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang, für das Tanka, die "Ursprungs"form des Haiku, gelten ähnliche Regeln, was Knappheit und Genauigkeit angehen. Deshalb hast Du nicht unrecht - der Vers"fuß" klingt nun "organischer", passt besser zum Eingangsteil.
Vielleicht hat jemand ja noch eine Idee, wie die Wortdopplung entfallen könnte ?
Vielleicht hat jemand ja noch eine Idee, wie die Wortdopplung entfallen könnte ?

Zuletzt geändert von Eule am 15.11.2011, 12:15, insgesamt 2-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.
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Jelena
Hallo Wolfgang,
ich mag das "Zuerst" am Schluss nicht. Die Wortdopplung "Ihr" stört mich nicht so doll, aber ein bisschen schon. Aber diese Zs, das erste eigentlich überflüssig. Ich jedenfalls denke mir automatisch, dass sie sich sich vor zehn Jahren kennenlernten.
Sonst find ich das ganz nett.
Lg, Joclyn.
ich mag das "Zuerst" am Schluss nicht. Die Wortdopplung "Ihr" stört mich nicht so doll, aber ein bisschen schon. Aber diese Zs, das erste eigentlich überflüssig. Ich jedenfalls denke mir automatisch, dass sie sich sich vor zehn Jahren kennenlernten.
Sonst find ich das ganz nett.
Lg, Joclyn.
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Wolfgang
Hallo Leute,
danke für die Komms!
Wenn ich mir die Vorschläge von Joclyn und Eule herausgreife, dann sehen die Entwürfe so aus:
Joclyn
so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo ihr weg sich gekreuzt hat
wie vor zehn jahren
Eule
so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo sich die wege kreuzten
am anfang vor zehn jahren
Beide Versionen sind ansprechend, haben aber auch Nachteile. Bei Joclyn, dass einfach ein Teil wegfällt und das Tanka aus den Takt der Silbenzahl fällt. Beim Tanka werden Silben gezählt: 1. Zeile: 5 Silben, 2. Zeile: 7 Silben, 3. Zeile: 5 Silben, 4. Zeile: 7 Silben, 5. Zeile: 7 Silben.
Eules Vorschlag vermeidet das doppelte "ihr", erwähnt aber den Anfang. Den Anfang muss man aber nicht erwähnen, da man ihn sich aus dem Zusammenhang erschließen kann.
Mein Vorschlag lautet daher:
hell sein lachen
noch immer wie die pappel
jener grünfläche
wo ihr weg sich kreuzt -
wie vor zehn jahren
Kommentare und Kritiken sind mir natürlich weiterhin willkommen.
Danke für Eure Mühe!
Wolfgang
Übrigens: Lieber Max, die Tanka-Regeln können streng ausgelegt werden, müssen aber nicht. Meine Tanka halten sich nicht immer an die Vorschriften. Warum auch?
danke für die Komms!
Wenn ich mir die Vorschläge von Joclyn und Eule herausgreife, dann sehen die Entwürfe so aus:
Joclyn
so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo ihr weg sich gekreuzt hat
wie vor zehn jahren
Eule
so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo sich die wege kreuzten
am anfang vor zehn jahren
Beide Versionen sind ansprechend, haben aber auch Nachteile. Bei Joclyn, dass einfach ein Teil wegfällt und das Tanka aus den Takt der Silbenzahl fällt. Beim Tanka werden Silben gezählt: 1. Zeile: 5 Silben, 2. Zeile: 7 Silben, 3. Zeile: 5 Silben, 4. Zeile: 7 Silben, 5. Zeile: 7 Silben.
Eules Vorschlag vermeidet das doppelte "ihr", erwähnt aber den Anfang. Den Anfang muss man aber nicht erwähnen, da man ihn sich aus dem Zusammenhang erschließen kann.
Mein Vorschlag lautet daher:
hell sein lachen
noch immer wie die pappel
jener grünfläche
wo ihr weg sich kreuzt -
wie vor zehn jahren
Kommentare und Kritiken sind mir natürlich weiterhin willkommen.
Danke für Eure Mühe!
Wolfgang
Übrigens: Lieber Max, die Tanka-Regeln können streng ausgelegt werden, müssen aber nicht. Meine Tanka halten sich nicht immer an die Vorschriften. Warum auch?
Hallo Wolfgang, bei Deinem letzten Vorschlag fällt der Tanka"fuß" sehr in sich zusammen, Silben hin oder her - da finde ich die Ausgangsversion doch noch am besten. Werde mir mal Gedanken zu einer Version ohne "Anfang" machen ! Viele Grüße !
Zuletzt geändert von Eule am 16.11.2011, 19:24, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.
Hallo Wolfgang,
mir gefällt der Vergleich zwischen hellem Lachen und der (Silber-) Pappel!
Ganz verstehe ich nicht, warum dann "sein Lachen" draus werden soll...
Sonst finde ich Eules Vorschlag für die 4. Zeile am besten:
so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo sich die wege kreuzten
wie zuerst vor zehn jahren
Deine letzte Zeile würde ich deshalb nicht ändern, weil sie das zufällige der erneuten Begegnung zum Ausdruck bringt. Und eben, dass es eine Pause gab, und den Schmerz des "noch immer".
So lese ich es jedenfalls.
LG, Carl
mir gefällt der Vergleich zwischen hellem Lachen und der (Silber-) Pappel!
Ganz verstehe ich nicht, warum dann "sein Lachen" draus werden soll...
Sonst finde ich Eules Vorschlag für die 4. Zeile am besten:
so hell ihr lachen
noch immer wie die pappel
auf der grünfläche -
wo sich die wege kreuzten
wie zuerst vor zehn jahren
Deine letzte Zeile würde ich deshalb nicht ändern, weil sie das zufällige der erneuten Begegnung zum Ausdruck bringt. Und eben, dass es eine Pause gab, und den Schmerz des "noch immer".
So lese ich es jedenfalls.
LG, Carl
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