anderland2

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Oldy

Beitragvon Oldy » 14.09.2011, 15:49

anderland2
verdichtete Fassung

der
blick nach innen
begrenzte welt
irreal

erinnerung
nur
bruchstücke
der zeit

entrückt
ziellos

jedoch

ein Mensch
der fühlt lacht weint
auf
seine Weise

und
akzeptanz begehrt


anderland
ursprüngliche Fassung

Den Blick nach innen
begrenzte Welt
irreale Wahrnehmung

Was vor langer Zeit
begehrt geliebt gehasst
ist längst entschwunden

Sich selbst entrückt
ziellos treibend

jedoch ein Mensch
der fühlt lacht weint
auf seine eigene Weise

dessen Welt nicht verstanden
jedoch Akzeptanz begehrt
ohne jegliche Vorbehalte.
Zuletzt geändert von Oldy am 15.09.2011, 08:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Eule » 14.09.2011, 21:05

Hallo Uwe, obwohl ich selber gerne Kurzzeilen verwende, fehlt mir in diesem Text die Konsequenz dabei, weshalb er auf mich eher zerfleddert und unzusammenhängend wirkt. Zwar können alleinstehende Worte oder Laute durchaus Funktion besitzen oder Stilmittel sein, bei allzu beliebiger Verwendung zerstückeln sie aber eher.

Inhaltlich gefält mir der Text, obwohl Du für meinen Geschmack zu sehr auf "das Andere" der Gefühlswelt abhebst. So, als gäbe es dafür Nachholbedarf. ;-)

Viele Grüße !
Zuletzt geändert von Eule am 15.09.2011, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.

Oldy

Beitragvon Oldy » 15.09.2011, 08:18

Hallo Eule,

danke für deinen Kommentar.
Ich hatte so etwas schon befürchtet, denn der ursprüngliche Text war weniger verdichtet, erzählender.
Ich werde die ursprüngliche Fassung oben unter die verdichtete Fassung setzen, so dass man vergleichen kann.
Interessieren würde mich, ob die Thematik erkennbar ist.

lg
Uwe

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Beitragvon Eule » 15.09.2011, 16:30

Hallo Uwe, die Thematik ist für mich leicht wiederzufinden. Vieles davon läßt sich verdichtet besser lesen und verstehen, die 2.Fassung wirkt ein wenig wie eine Stoffsammlung. Die ersten drei Zeilen der ersten Strophe stehen z.B. fast schlagwortartig und unverbunden untereinander. Dann berichtet das Gedicht von einem Abschied und dem Gefühl, dabei selber verlorengegangen zu sein, abgestürzt ins eigene Gefühlschaos, fast wie wenn eine sachliche Instanz, etwa ein antiker, kommentierender Chor, darüber Buch führt.
Ein Klang zum Sprachspiel.

Oldy

Beitragvon Oldy » 16.09.2011, 08:05

Hallo Eule,

Hallo Uwe, die Thematik ist für mich leicht wiederzufinden.

Mir scheint, ich habe meine Intention nicht deutlich genug dargestellt. Hier geht es um Demenz (Alzheimer) und seine Auswirkungen.
Da muss ich wohl noch einmal ran.

lg
Uwe


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