kurz
Hallo Niko!
Als ich neulich mal wieder nicht schlafen konnte, habe ich online einen (durchschnittlichen) Manga gelesen, in dem es um ein Chili-Restaurant ging. Eine der Hauptpersonen, der Koch, kam da einmal zu spät zu einem Wettkochen, und fand als Zutaten nichts mehr vor als das, was die anderen übriggelassen hatten - aber weil er eben der beste Koch von allem war, konnte er daraus trotzdem noch etwas zaubern und damit gewinnen.
Irgendwie habe ich den Eindruck, du versuchst im Augenblick dasselbe - aus den Resten der Sprache etwas zu zaubern. Für mich gelingt das aber nicht, weder hier, noch bei "or not to be"...
Wenn man es listet, kommt raus, dass du die Verben kennen, wissen, geben, tun verwendest und sie zusammenbringst mit den Substantiven Unterschied, Nichts, Sache, samt einigen sprachlichen Krümeln - nur, doch, noch, Artikel und Präpositionen. Einzig das Niedergeschriebene fällt ein wenig raus.
Kann man daraus überhaupt etwas zusammenbauen, das einen Leser packt und begeistert? Ich stelle mir das unendlich schwer vor. Ich glaube, das beste, auf das man hoffen kann, ist so etwas wie eine lyrische Gleichung oder Formel - nur eben mit Wörtern statt mit Zahlen und Symbolen. Etwas, das man verstehen und nachvollziehen kann, das den Leser aber vollständig kaltlässt...
Ferdigruß!
Als ich neulich mal wieder nicht schlafen konnte, habe ich online einen (durchschnittlichen) Manga gelesen, in dem es um ein Chili-Restaurant ging. Eine der Hauptpersonen, der Koch, kam da einmal zu spät zu einem Wettkochen, und fand als Zutaten nichts mehr vor als das, was die anderen übriggelassen hatten - aber weil er eben der beste Koch von allem war, konnte er daraus trotzdem noch etwas zaubern und damit gewinnen.
Irgendwie habe ich den Eindruck, du versuchst im Augenblick dasselbe - aus den Resten der Sprache etwas zu zaubern. Für mich gelingt das aber nicht, weder hier, noch bei "or not to be"...
Wenn man es listet, kommt raus, dass du die Verben kennen, wissen, geben, tun verwendest und sie zusammenbringst mit den Substantiven Unterschied, Nichts, Sache, samt einigen sprachlichen Krümeln - nur, doch, noch, Artikel und Präpositionen. Einzig das Niedergeschriebene fällt ein wenig raus.
Kann man daraus überhaupt etwas zusammenbauen, das einen Leser packt und begeistert? Ich stelle mir das unendlich schwer vor. Ich glaube, das beste, auf das man hoffen kann, ist so etwas wie eine lyrische Gleichung oder Formel - nur eben mit Wörtern statt mit Zahlen und Symbolen. Etwas, das man verstehen und nachvollziehen kann, das den Leser aber vollständig kaltlässt...
Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
Hallo Niko, hallo ferdi, nicht erst seit der literarischen Haiku-Form haben Kürzest- und Kurztexte, Inschriften, konkrete Poesie, Um-die-Ecke-gedacht-Texte usw. ihre Fans. Nicht jeder mag Reimschemata und Versmaße interpretieren, Silben oder Hebungen zählen. Nikos Text gefällt mir, weil er gegen Überheblichkeiten und Einbildungen protestiert. Und das kann ich wiederum gut verstehen und nachvollziehen, auch emotional.
Zuletzt geändert von Eule am 01.07.2011, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.
Hallo Eule,
was hat denn das eine mit dem anderen zu tun
Ein großer Fan kurzer Gedichte bin ich doch auch (und habe in diesem Bereich des Forums auch am meisten eingestellt wie kommentiert) - das hindert mich allerdings nicht im geringsten daran, mir über gestalterische Gesichtspunkte Gedanken zu machen; nein, eigentlich sind diese sogar gerade in der Kurzlyrik besonders wichtig! Und es hindert mich erst recht nicht daran, Zweifel an diesem Text zu haben. Begründbare Zweifel, wie ich hinzufügen möchte, und darüber hinaus von mir auch tatsächlich begründete. Und von Niko, fast möchte ich sagen: wie üblich, mit Nichtachtung gestrafte... Aber je, so ist das halt 
Ferdigruß!
was hat denn das eine mit dem anderen zu tun
Ein großer Fan kurzer Gedichte bin ich doch auch (und habe in diesem Bereich des Forums auch am meisten eingestellt wie kommentiert) - das hindert mich allerdings nicht im geringsten daran, mir über gestalterische Gesichtspunkte Gedanken zu machen; nein, eigentlich sind diese sogar gerade in der Kurzlyrik besonders wichtig! Und es hindert mich erst recht nicht daran, Zweifel an diesem Text zu haben. Begründbare Zweifel, wie ich hinzufügen möchte, und darüber hinaus von mir auch tatsächlich begründete. Und von Niko, fast möchte ich sagen: wie üblich, mit Nichtachtung gestrafte... Aber je, so ist das halt 
Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
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Niko
"mit nichtachtung gestraft"..hm, ferdi...-was sollte ich antworten auf dein erstes posting?
vielleicht deine wunderbare art, vergleiche zwischen einem chili koch, der nur mit resten arbeiten konnte und mir zu re-kommentieren? was soll ich schreiben zu deinem eindruck im zweiten abschnitt? wenn ich dir sage, dass ich das anders sehe, wird das deine meinung nicht ändern. somit also auch sinnlos auf diesen passus einzugehen.
sollte ich deine liste an verben und substantiven kommentieren, mit der du unter umständen andeuten magst, dass ich worte durch den wolf drehe und dann das (zufällige?) ergebnis poste?
dein urteil ist gefällt. und entgegen deiner sonstigen gepflogenheiten, die du bei mir bei nicht-beachtung vehement kritisierst, konstatierst du, "dass den leser aber völlig kalt lässt". deiner nich unerheblichen meinung nach müsste es ja ruichtig heißen: "dass mich als leser aber ...." - gut: darüber konnte ich jetzt etwas schreiben.
du sollst deine zweifel haben. und gerne dich über formen auslassen, die eher dein steckenpferd sind, als meins. festzuhalten ist aber überdies, dass wir literarisch nicht wirklich auf einer wellenlänge liegen. und statt spitzfindiger herumreiterei sollte man dann lieber das ganze eher lassen (was du ja schonmal angekündigt, es aber dann - wie hier ersichtlich - nicht umsetzen konntest / wolltest.
ich für meinen teil bin jedenfalls bemüht, mich bei texten, die mir wenig bis nix sagen, zurück - oder ganz rauszuhalten. sprechen sie mich an, dann gebe ich konstruktive (!!!) kritik. und lasse die spitzfindigkeiten außen vor.
mit verlaub, ferdi - wie ich vorgehe beim kommentieren und posten, das überlasse bitte mir oder den moderatoren. ich glaube, dass ich mittlerweile nicht viel gepostet habe an gedichten. und meine kommentare sind da eher mehr vorhanden als eigene werke.
hallo arne,
danke für dein feedback. zeigt mir, dass ich nicht ganz ins leere schreibe.
liebe grüße: niko
vielleicht deine wunderbare art, vergleiche zwischen einem chili koch, der nur mit resten arbeiten konnte und mir zu re-kommentieren? was soll ich schreiben zu deinem eindruck im zweiten abschnitt? wenn ich dir sage, dass ich das anders sehe, wird das deine meinung nicht ändern. somit also auch sinnlos auf diesen passus einzugehen.
sollte ich deine liste an verben und substantiven kommentieren, mit der du unter umständen andeuten magst, dass ich worte durch den wolf drehe und dann das (zufällige?) ergebnis poste?
dein urteil ist gefällt. und entgegen deiner sonstigen gepflogenheiten, die du bei mir bei nicht-beachtung vehement kritisierst, konstatierst du, "dass den leser aber völlig kalt lässt". deiner nich unerheblichen meinung nach müsste es ja ruichtig heißen: "dass mich als leser aber ...." - gut: darüber konnte ich jetzt etwas schreiben.
du sollst deine zweifel haben. und gerne dich über formen auslassen, die eher dein steckenpferd sind, als meins. festzuhalten ist aber überdies, dass wir literarisch nicht wirklich auf einer wellenlänge liegen. und statt spitzfindiger herumreiterei sollte man dann lieber das ganze eher lassen (was du ja schonmal angekündigt, es aber dann - wie hier ersichtlich - nicht umsetzen konntest / wolltest.
ich für meinen teil bin jedenfalls bemüht, mich bei texten, die mir wenig bis nix sagen, zurück - oder ganz rauszuhalten. sprechen sie mich an, dann gebe ich konstruktive (!!!) kritik. und lasse die spitzfindigkeiten außen vor.
mit verlaub, ferdi - wie ich vorgehe beim kommentieren und posten, das überlasse bitte mir oder den moderatoren. ich glaube, dass ich mittlerweile nicht viel gepostet habe an gedichten. und meine kommentare sind da eher mehr vorhanden als eigene werke.
hallo arne,
danke für dein feedback. zeigt mir, dass ich nicht ganz ins leere schreibe.
liebe grüße: niko
OT:
Hi Niko,
von deinen 454 gestarteten Themen sind etwa 200 Themen nach wie vor gelöscht, sprich die Kopfpostings leer editiert, so dass die Kommentare darunter wenig Sinn machen.
Ich fände es sehr schön, wenn du diese postings nach und nach wieder auffüllen würdest. Da du die Titel drin gelassen hast, müssten sich die Texte ja leicht wieder bei dir finden lassen.
Wenn es um Texte geht, die sich im Archiv befinden, bin ich beim Einsetzen gern behilflich.
Lieben Gruß
Gabriella
Hi Niko,
Niko hat geschrieben:wie ich vorgehe beim kommentieren und posten, das überlasse bitte mir oder den moderatoren. ich glaube, dass ich mittlerweile nicht viel gepostet habe an gedichten. und meine kommentare sind da eher mehr vorhanden als eigene werke.
von deinen 454 gestarteten Themen sind etwa 200 Themen nach wie vor gelöscht, sprich die Kopfpostings leer editiert, so dass die Kommentare darunter wenig Sinn machen.
Ich fände es sehr schön, wenn du diese postings nach und nach wieder auffüllen würdest. Da du die Titel drin gelassen hast, müssten sich die Texte ja leicht wieder bei dir finden lassen.
Wenn es um Texte geht, die sich im Archiv befinden, bin ich beim Einsetzen gern behilflich.
Lieben Gruß
Gabriella
Hallo Niko!
Ich hielt, und halte immer noch, das Antworten auf einen Kommentar, zu dem man durch das Einstellen eines Gedichts ja gleichsam aufgefordert hat, für ein Gebot der Höflichkeit und für eine Selbstverständlichkeit - selbst, wenn dieser Kommentar dem Gedichtschreibenden nicht sonderlich in den Kram passt,
Aber da mögen die Gepflogenheiten in Göttingen andere sein. Und ich überlasse dir gerne, wie du kommentierst... (Wobei natürlich "Nichtkommentieren" auch ein Kommentar ist. Und ein Ausdruck von Unhöflichkeit. In Nicht-Göttingen.)
Wenn dir wirklich nichts eingefallen ist, was du hättest schreiben können, hier eine Anregung: Du hättest zum Beispiel die Frage "Kann man daraus überhaupt etwas zusammenbauen, das einen Leser packt und begeistert?" aufnehmen können, sie mit "ja" beantworten können und mir darlegen, warum das a) im allgemeinen möglich ist, und b) in diesem besonderen Gedicht geschehen ist.
Ferdigruß!
Ich hielt, und halte immer noch, das Antworten auf einen Kommentar, zu dem man durch das Einstellen eines Gedichts ja gleichsam aufgefordert hat, für ein Gebot der Höflichkeit und für eine Selbstverständlichkeit - selbst, wenn dieser Kommentar dem Gedichtschreibenden nicht sonderlich in den Kram passt,
Aber da mögen die Gepflogenheiten in Göttingen andere sein. Und ich überlasse dir gerne, wie du kommentierst... (Wobei natürlich "Nichtkommentieren" auch ein Kommentar ist. Und ein Ausdruck von Unhöflichkeit. In Nicht-Göttingen.)
Wenn dir wirklich nichts eingefallen ist, was du hättest schreiben können, hier eine Anregung: Du hättest zum Beispiel die Frage "Kann man daraus überhaupt etwas zusammenbauen, das einen Leser packt und begeistert?" aufnehmen können, sie mit "ja" beantworten können und mir darlegen, warum das a) im allgemeinen möglich ist, und b) in diesem besonderen Gedicht geschehen ist.
Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
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Renée Lomris
Niko hat geschrieben:
kurz
nur das nieder
geschriebene kennt die unterschiede
noch weiß ich
dass es sie gibt
doch das tut nichts
zur sache
.
Lieber Niko ...
Ich habe mir einfach vorgenommen, mehr zu kommentieren, denn die Scheu vor dem Kommentieren ist bei mir groß. Ich kann ohne weiteres meinen interpretationrahmen ausspannen, aber eigentliche - durchdachte, durchdiskutierte Kriterien fehlen mir.
Bei deinem obigen Gedicht gefällt mir die Originalität der Wortververwendung das Nieder / Geschriebene,
Mehr Probleme habe ich aber mit dem globalen Sinn. Ich würde gerne sagen, mit der Aussage, die um "nieder"schreiben herumschwangert. Es gefällt mir sehr, dass die adjektivische Funktion des Präverbs aufgegriffen wird.
Nur das Geschriebene Wort kennt die Unterschiede, das lI stellt fest, dass es sie noch kennt, was niemanden interessiert. Was die Sache (die Liebessache, affäre?) nicht weiterbringt.
Für das "Nieder" in diesem Zusammenhang (ich finde es spannend) bräuchte ich persönlich aber noch einen kleinen Fingerzeig (gottes ...) und nicht zur Erklärung, sondern zur Vertiefung, wohlgemerkt.
Damit wäre die Aussage dann näher an dem, was dein Gedicht verspricht, nicht ganz hält. Auf jeden Fall aber klingt bei diesem Gedicht bei mir eine SAITE an.
lG
Renée
-
Niko
grundsätzlich ist es immer blöd, wenn man den eigenen text erklären muss. es kommt (mir) einer rechtfertigung gleich. gleichzeitig aber muss ich erkennen, dass ich schreibe, was nur wenige lesen können. und das ist natürlich für mich auch nicht pralle. schwierig sind erläuterungen immer für mich. ich kann das nicht so wirklich. aber ich versuch´s gern...-denn verstanden möcht man schon sein.
kurz
nur das nieder
geschriebene kennt die unterschiede
nieder...... assoziation zu niederkunft (bei mir) und auch gleichzeitig nieder im sinne von "klein", "niedrig" (da auch vielleicht -meine-vorliebe für permanente kleinschreibung) wenn ich also schreibe, findet eine bewusstmachung durch den prozess des schreibens statt. steht nicht da, aber es schwingt wenigstens für mich im hintergrund mit.
noch weiß ich
dass es sie gibt
doch das tut nichts
zur sache
hier ist davon die rede, dass ich mir der unterschiede noch bewusst bin, es gibt sie noch. die unterschiede und das geschriebene. "doch das tut nichts zur sache - erstmal ist "sache" ein wort, das dem empfinden, dem emotionalen unterscheiden entgegensteht. - eine sinnhaftigkeit. eine andere: der prozess ist im gange, nicht mehr zu unterscheiden, die dinge über den kamm zu scheren, zu pauschalisieren. und wenn das passiert, wenn man aufgegeben hat, zu unterscheiden, dann hat man sich ein großes stück weit aufgegeben.....
ich hoffe, ihr könnt was damit anfangen... - und danke euch für´s kommentieren!
liebe grüße: niko
kurz
nur das nieder
geschriebene kennt die unterschiede
nieder...... assoziation zu niederkunft (bei mir) und auch gleichzeitig nieder im sinne von "klein", "niedrig" (da auch vielleicht -meine-vorliebe für permanente kleinschreibung) wenn ich also schreibe, findet eine bewusstmachung durch den prozess des schreibens statt. steht nicht da, aber es schwingt wenigstens für mich im hintergrund mit.
noch weiß ich
dass es sie gibt
doch das tut nichts
zur sache
hier ist davon die rede, dass ich mir der unterschiede noch bewusst bin, es gibt sie noch. die unterschiede und das geschriebene. "doch das tut nichts zur sache - erstmal ist "sache" ein wort, das dem empfinden, dem emotionalen unterscheiden entgegensteht. - eine sinnhaftigkeit. eine andere: der prozess ist im gange, nicht mehr zu unterscheiden, die dinge über den kamm zu scheren, zu pauschalisieren. und wenn das passiert, wenn man aufgegeben hat, zu unterscheiden, dann hat man sich ein großes stück weit aufgegeben.....
ich hoffe, ihr könnt was damit anfangen... - und danke euch für´s kommentieren!
liebe grüße: niko
-
Renée Lomris
Lieber Niko,
Was in deinen Texten (und anderen Äußerungen (deiner Signatur) immer wieder anklingt und möglicherweise manchmal dann wieder fehlt, in den Texten, die ich persönlich als seichter empfinde, ist der Schmerz, den das denkende, dichtende, lyrische UNDSOWEITER Ich dabei empfindet, wenn es darum geht, die Unterscheidung la distinction) an sich zu dulden, herzustellen oder beizubehalten. Unterscheidung in diesem Sinne (so wie ich sie bei Bourdieu verstanden habe). Die Unterschiede wahrnehmen, in einer Position der Ohnmacht. Das ist dann für mich mit "nieder" verbunden. Das ist auch - du bringst selbst den Begriff der Niederkunft ins Spiel - eine Art Weiblichkeit - die Selbstsicht "von unten" ...
Das hat dann mit der Glaubwürdigkeit der Schreibhaltung zu tun, an diesem Punkt kämpfen wir hier alle, wobei der Pegel ausschlägt von mehr oder weniger glaubwürdigen auktorialen Selbst-Regisseuren, die sich gleich oben neben Gott inszenieren bis hin zu den sterblicheren Authentizitätskünstlern (oder Hungerkünstlern), die sich dem Bettler näher fühlen ...
(ich hoffe, du verstehst, was ich meine, klarer kann ichs zwar denken, aber nicht ausdrücken ...
liebe Grüße
Renée
Was in deinen Texten (und anderen Äußerungen (deiner Signatur) immer wieder anklingt und möglicherweise manchmal dann wieder fehlt, in den Texten, die ich persönlich als seichter empfinde, ist der Schmerz, den das denkende, dichtende, lyrische UNDSOWEITER Ich dabei empfindet, wenn es darum geht, die Unterscheidung la distinction) an sich zu dulden, herzustellen oder beizubehalten. Unterscheidung in diesem Sinne (so wie ich sie bei Bourdieu verstanden habe). Die Unterschiede wahrnehmen, in einer Position der Ohnmacht. Das ist dann für mich mit "nieder" verbunden. Das ist auch - du bringst selbst den Begriff der Niederkunft ins Spiel - eine Art Weiblichkeit - die Selbstsicht "von unten" ...
Das hat dann mit der Glaubwürdigkeit der Schreibhaltung zu tun, an diesem Punkt kämpfen wir hier alle, wobei der Pegel ausschlägt von mehr oder weniger glaubwürdigen auktorialen Selbst-Regisseuren, die sich gleich oben neben Gott inszenieren bis hin zu den sterblicheren Authentizitätskünstlern (oder Hungerkünstlern), die sich dem Bettler näher fühlen ...
(ich hoffe, du verstehst, was ich meine, klarer kann ichs zwar denken, aber nicht ausdrücken ...
liebe Grüße
Renée
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