spracharmes gedicht über das rund der kastanie

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 21.09.2010, 21:19

spracharmes gedicht über das rund der kastanie

für leonie



rumms

rund
rundum rund
und unrund
rundum rund und unrund


rumms

rund um rund
rund um rund um rund um rund


rumms

rund um rund um rund um rumms unrund um rumms um rund an rund an rund am rand





rundraub





runzel-
rund


und?

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leonie
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Beitragvon leonie » 21.09.2010, 21:43

:-)

na, da scheint doch das spracharme Gedicht samt Kommentaren drunter eine gewisse inspirierende Kraft gehabt zu haben.

Danke, ich freu mich, fenestra!

Liebe Grüße

leonie

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 21.09.2010, 21:54

Ja, das war eine echte Inspiration! ;) Ich habe mir sozusagen die Kastanie aus dem Feuer der Kommentare geholt. Und "spracharm" ist natürlich ein Stichwort für Sprachspieler.

Schöne Herbstspaziergänge wünsch ich dir noch!

fenestra

Nifl
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Beitragvon Nifl » 21.09.2010, 22:16

o wie jandl ... ich bin sprachlos!

Bild

LG
Nifl
"Das bin ich. Ich bin Polygonum Polymorphum" (Wolfgang Oehme)

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 22.09.2010, 18:52

Danke, lieber Nifl, fühle mich geehrt!

Die kleine Marone sieht aus wie eine Maus. Sie ist offenbar nicht bereit, das schützende Nest zu verlassen und in die Tiefe zu springen. :)

Klara
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Beitragvon Klara » 22.09.2010, 21:30

Im Berliner Grunewald lagen neulich nur ganz kleine, mickrige, und ein Blick nach oben versprach nichts Besseres.

Die Miniermotte minimiert sie, sagt man. Auch die Blätter der Bäume sind ganz verkrumpelt, vor der Zeit gealtert - krank.

Mal sehen, wie Berlin den Winter überlebt ohne seine glänzenden Kastanien.

(Aber ich fand noch ein paar große, prächtige, wie es sich gehörtige, hortete sie, sammelte, eine amerikanisch-akzentige Schwarze sprach mich an: - darf ich Sie was fragen - na gut... (= wenns sein muss) - sind das die, die man essen kann. die man rösten kann? - nein, die hier nehmen wir zum Basteln, aber die Tiere essen sie, wenn Sie Kastanien mögen, nehmen Sie lieber Maronen, die wachsen hier nicht, tut mir Leid - entschuldigung, ich bin nur neugierig -)

Quoth
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Beitragvon Quoth » 22.09.2010, 21:35

Ja, schön, fenestra! Bitte lesen!
Als Lautwort für das Auftreffen der Kastanie auf dem Boden ist mir das "rumms" fast zu stark ... Oder dachtest Du dabei an was anderes?
Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

Klara
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Beitragvon Klara » 22.09.2010, 21:37

Au ja!
Lies mal ein!!
Flutschdipiexdiautschdikasta
gnettixverflixtixtnochmixtmal!

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Eule
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Beitragvon Eule » 23.09.2010, 09:30

Brüller !!! Liebe Klara, hiermit nominiere ich Deinen letzten Beitrag in diesem thread für mein wrblgrx des Monats ! Entzückend ! ;-)
Ein Klang zum Sprachspiel.

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 24.09.2010, 15:09

Liebe Klara,

algemein heißt es, dass die Kastanienminiermotte die Bäume zwar vor der Zeit verbräunen und unschön werden lässt, ihnen aber ansonsten nicht schadet. Dass es deswegen weniger Kastanien geben soll, höre ich zum ersten Mal. Ich denke, das hängt eher mit dem schlechten Blühwetter und den wenigen Bienen in diesem Frühjahr zusammen. Der Kastanie droht allerdings wegen ihrer minierraupengeschuldeten Unansehnlichkeit in vielen Städten die Axt, daher:

http://www.rettet-die-kastanien.de/

Danke, dass du uns den "Dialog beim Kastaniensammeln" wiedergibst! Es ist manchmal auch recht verwirrend! So heißen die Rosskastanien in Frankreich "maronniers", die Esskastanien aber, von denen die "marrons grillés" stammen, "chataigner". Da ist Miss Verständnis vorprogrammiert. ;)

Lieber Quoth,

"rumms" finde ich selbst auch etwas zu grob (es sei denn, die Frucht fällt auf ein Autodach). Ich habe trotzdem rumms genommen, weil es wie rund beginnt und der Text sich dann runder spricht. Ein zartes Plumps wäre vielleicht treffender, hat mir aber zu viel Konsonanten - ich will ja hier auch mit wenig Buchstaben auskommen. Vielleicht ein umb oder umbs? Bin mir da nicht sicher, ob das nicht zu sehr irritieren würde, weil ungebräuchlich.

Mit dem Vorlesen lasst mir mal etwas Zeit - ich soll ja auch noch die Regengedichte ...

Danke fürs Umrunden dieses Textes und viele Grüße
fenestra

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 25.09.2010, 21:28

Liebe fenestra,

ich hab dein Gedicht schon ein paar Mal mit Genuss gelesen, weiß aber nichts Gescheites darüberhinaus dazu zu schreiben, weshalb ich bisher nichts geschrieben habe. Aber gestern war ich mit Bruno im Park und da war Kastanienfalltag! Um uns herum machte es ununterbrochen rumms (wobei als einzige Kritik ich etwas in der Beschreibung den Geräuschaspekt vermisse, dass die Kastanien immer auch auf Blätter/noch blattartige Erde fallen, es war für mich kein einfaches rumms) und ich bin froh, dass die Kastanien so freundlich gestimmt waren, dass uns keine auf den Kopf viel. Aber es war wirklich ein kleiner Kastanienregen.
Und da hatte ich Lust einfach mal zu schreiben, dass mir dieser Text große Freude/Leselust bereitet hat!

liebe Grüße,
Lisa


PS: Lesen unbedingt, bitte!
PPS: Irgendwie wirkt es fast spitzbübig absichtlich, dass "spracharmes" in meinen Augen nach "charmantes" klingt .-)
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 26.09.2010, 19:41

Liebe Lisa,

danke, dass du uns an deinem Spaziergang mit Bruno teilhaben lässt! Gibt es ein Wildgehege in der Nähe? Dann könntet ihr die Tiere dort mit ein paar Kastanien beglücken. In Berlin soll es übrigens auch viele freilebende Wildschweine geben.

Das Problem mit dem nicht ganz treffenden "rumms" hatte Quoth ja schon angesprochen. Ich habe noch kein wirklich gutes Lautwort gefunden, dass gleichzeitig der Vorgabe entspricht, mit wenig Buchstaben - und noch dazu möglichst vielen aus dem zentralen Wort "rund" auszukommen. Vielleicht könnte ich dieses "rumms" beim Lesen einfach stimmlich variieren.

Es freut mich, dass ich dir Leselust bereiten konnte - dass in "spracharmes" charme drinsteckt, war mir übrigens gar nicht aufgefallen!

Viele Grüße
fenestra

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 26.09.2010, 20:50

Liebe Fenestra,

das mit dem Wildgehege ist ja eine schöne Idee, dann sammel ich noch ein paar mehr, denn aus diesen hier wollte ich eine Schlange basteln (ist ja das erste mal, dass ich sowas basteln kann, da hat man die Kastanientiere noch nicht über .-)), aber es gibt hier tatsächlich ein paar Gehege - normalen Schweinen schaden die auch nicht?

Zum Rumms: Das war eigentlich keine wirkliche Kritik, ich finde in diesem Fall, dass das Geräusch im Text gut funktioniert und auch genug angelehnt wirkt. Ich wollte eigentlich nur erzählen, dass ich aufgrund deines Gedichtes besonders gut hingehört habe :-)

liebe Grüße,
Lisa

PS: Ich bin erst neulich im Grunewald einer Horde Wildschweine begegnet, mitten am Tag (Max ist Zeuge, er war dabei), das war schon...weniger unheimlich als ich dachte, aber doch ein starkes Gefühl .-)
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
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ferdi
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Beitragvon ferdi » 26.09.2010, 21:05

Hallo Fenestra!

Kastanien sind zuerst einmal lästig, jedenfalls da, wo sie neben Fahrradwegen stehen... Ansonsten wirft dein mächtiger Spracharm dem Leser hier rundes zu in reichlicher Menge, wodurch es ihn einnimmt (in der Langzeile gefällt das "rumms" vor "unrund" nicht so, weil ich in "unrund" beide Silben lang spreche).

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)


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