Zweite Version:
Der Thronfolger des Königs, eine Hofdame und ich
rühmen sich im Grünen, tata!
Kling, kling - der evening
kam aus der Uhr, füllte uns
Riesling in die Kelche, mon amour
war göttlich anzusehen
beim Zigaretten drehen.
Tatsächlich war'n wir drei
vom höchsten Stande breit
war auch die Zeit, weich
und lauwarm wie ein Hefeteig
ging sie uns auf - worauf-
hin die Dame sagte:
'Wir müssen
Wir müssen uns doch alle einmal
austauschen!'
doch wir konnten nicht mehr
reden, nur noch plauschen -
In allem lag die größte Ruh',
der König hörte ihr nicht zu
Und seine Küsse waren BLAU
wie Blumen in Gedichten
aus dem Expressionismus (You know?)
Nur saftiger waren die Blüten-
blätter an seinem Mund.
Sie machte ein großes Tamtam
um das Dessert. Er, Herr König,
solle doch wissen:
'Kuchen ist vorhanden!'
'Kuchen braucht keiner!'
sagte ich lauthals zum
Aquarium -
'Und wir müssen
wir müssen die Espressomaschine
entkalken lassen!' entfuhr es der Hofdame.
Der König nahm mich in sein Gemach
und rief ihr zum Abschied noch nach:
'Das, Madame, sind jene Utopien,
die NIEMALS Wirklichkeit werden,
Das Schicksal nimmt frei seinen Lauf,
aber der Kalk bleibt bestehen.'
und die Hofdame sagte:
'Damit können wir einmal
ins Fernsehen gehen!'
Ursprungsversion:
Der Thronfolger des Königs, eine Hofdame und ich
rühmen sich im Grünen, tata!
Kling, kling - der evening
kam aus der Uhr, füllte uns
Riesling in die Kelche, mon amour
war göttlich anzusehen
beim Zigaretten drehen, die Dame
neben mir war überzeugt:
'Damit können wir einmal
ins Fernsehen gehen!'
Tatsächlich war'n wir drei
vom höchsten Stande breit
war auch die Zeit, weich
und lauwarm wie ein Hefeteig
ging sie uns auf - worauf-
hin die Dame sagte:
'Ihr da, zwei Leben habe ich:
Eines am Helmholzplatz und das andre
weiß ich nicht...'
In allem was sie sagte lag die größte Ruh',
denn der König hörte ihr nicht zu
und seine Küsse waren BLAU
wie Blumen in Gedichten
aus dem Expressionismus (You know?)
Nur saftiger waren die Blüten-
blätter an seinem Mund, sodass
wir nicht reden konnten,
nur noch plauschen
'Wir müssen
Wir müssen uns doch alle einmal
austauschen!' meinte die Hofdame
und machte ein großes Tamtam
um das Dessert. Er, Herr König,
solle doch wissen:
'Kuchen ist vorhanden!'
'Kuchen braucht keiner!'
sagte ich lauthals zum
Aquarium -
'Wir müssen
Wir müssen die dunkle Wäsche
mit einem separaten Waschmittel
waschen!'
Dies war der letzte Wunsch
der Königin, er lastete auf mir,
ihrer Nachfolgerin - zudem
war der König Socken-Fetischist -
Mist! Jetzt müssen wir endlich mal-
Wir müssen die dunkle Wäsche
mit einem separaten Waschmittel
waschen!
Bevor es zu spät ist,
bevor sie nass wird, ach!
Ist ja auch schlimm, sowas.
'Und wir müssen
wir müssen die Espressomaschine
entkalken lassen!' entfuhr es der Hofdame.
Der König nahm mich in sein Gemach
und rief ihr zum Abschied noch nach:
'Das, Madame, sind jene Utopien,
die NIEMALS Wirklichkeit werden,
Das Schicksal nimmt frei seinen Lauf,
aber der Kalk bleibt bestehen.'
Gespräch im Grünen oder: Der Thronfolger des Königs,...
-
Max
Liebe Louisa,
ein Text, der mich, seitdem ich weiß, wie Du ihn auf Lesungen betonen würdest (ich sage, das nicht nicht noch einmal, dass ich den Text höre, wie Du ihn lesen würdest
) im ersten Teil gefangen nimmt, mich aber dann bei der bklauen Blume verliert, weil ich mit dem Text mitspringe, mich aber irgendwann frage, wohin es denn gehen wird.
Bis dahin zwei kritische Anmerkungen.
Hier
baust Du einen Spannungsbogen auf und lässt ihn sofort wieder zerplatzen - man fragt sichh ja, wenn jemand zwei Leben hat, worin sie denn bestehen .. und dann bietest du ein "weiß ich nicht" an. Ich könnte mir vorstellen, dass Absicht ist, wie es beispielsweise in der Musik des frühen 20.Jahrhunderts belannt ist - irritierend ist es allemal.
Ebenso irritiert mich die blaue Blume, die nun ium Expressionismus auftaucht und doch auch dort eher Zitat war, oder?
Liebe Grüße
Max
ein Text, der mich, seitdem ich weiß, wie Du ihn auf Lesungen betonen würdest (ich sage, das nicht nicht noch einmal, dass ich den Text höre, wie Du ihn lesen würdest
) im ersten Teil gefangen nimmt, mich aber dann bei der bklauen Blume verliert, weil ich mit dem Text mitspringe, mich aber irgendwann frage, wohin es denn gehen wird. Bis dahin zwei kritische Anmerkungen.
Hier
hin die Dame sagte:
'Ihr da, zwei Leben habe ich:
Eines am Helmholzplatz und das andre
weiß ich nicht...'
baust Du einen Spannungsbogen auf und lässt ihn sofort wieder zerplatzen - man fragt sichh ja, wenn jemand zwei Leben hat, worin sie denn bestehen .. und dann bietest du ein "weiß ich nicht" an. Ich könnte mir vorstellen, dass Absicht ist, wie es beispielsweise in der Musik des frühen 20.Jahrhunderts belannt ist - irritierend ist es allemal.
Ebenso irritiert mich die blaue Blume, die nun ium Expressionismus auftaucht und doch auch dort eher Zitat war, oder?
Liebe Grüße
Max
Liebe Lou,
mir geht es wie Max. Den Anfang lese ich mit großem Vergnügen. Nach den zwei Leben bin ich irritiert über den Bruch und spätestens ab dem nächsten Bruch bei "Kuchen ist vorhanden", wo es dann zur Waschmaschine überleitet steige ich aus. Für mich geht da auch die Spannung, die am Anfang aufgebaut wird, völlig verloren.
Liebe Grüße
leonie
mir geht es wie Max. Den Anfang lese ich mit großem Vergnügen. Nach den zwei Leben bin ich irritiert über den Bruch und spätestens ab dem nächsten Bruch bei "Kuchen ist vorhanden", wo es dann zur Waschmaschine überleitet steige ich aus. Für mich geht da auch die Spannung, die am Anfang aufgebaut wird, völlig verloren.
Liebe Grüße
leonie
Hallo, Louisa,
ich überlasse mich diesem Text, seinem Nonsense und seiner Entspanntheit mit viel Vergnügen. Nichts stimmt, alles ist in Ordnung, und alle drei Beteiligten sind herrlich bezecht oder bekifft, taumeln heiter durch die Realitätsebenen und ergötzen sich an scheiterndem Tiefsinn, an Alltagsbanalität beim Wäschewaschen und Kaffeemaschineentkalken, woraus dann flugs eine aussichtslose Utopie wird, und mit "der Kalk bleibt bestehen" wird uns schlussendlich noch eine unwiderlegliche, ewige Wahrheit präsentiert!
Aus dem "Thronfolger des Königs" wird übrigens im Laufe des Textes stillschweigend der König selbst. Sein Vater muss klamheimlich gestorben sein!
Gruß
Quoth
PS: Die Blaue Blume ist seit Novalis das Symbol der Romantik. Im Expressionismus spielt sie m.W. keine Rolle, aber ich denke, solche Federfuchsereien würden bei den drei Vergnügten nur weitere Heiterkeit auslösen!
ich überlasse mich diesem Text, seinem Nonsense und seiner Entspanntheit mit viel Vergnügen. Nichts stimmt, alles ist in Ordnung, und alle drei Beteiligten sind herrlich bezecht oder bekifft, taumeln heiter durch die Realitätsebenen und ergötzen sich an scheiterndem Tiefsinn, an Alltagsbanalität beim Wäschewaschen und Kaffeemaschineentkalken, woraus dann flugs eine aussichtslose Utopie wird, und mit "der Kalk bleibt bestehen" wird uns schlussendlich noch eine unwiderlegliche, ewige Wahrheit präsentiert!
Aus dem "Thronfolger des Königs" wird übrigens im Laufe des Textes stillschweigend der König selbst. Sein Vater muss klamheimlich gestorben sein!
Gruß
Quoth
PS: Die Blaue Blume ist seit Novalis das Symbol der Romantik. Im Expressionismus spielt sie m.W. keine Rolle, aber ich denke, solche Federfuchsereien würden bei den drei Vergnügten nur weitere Heiterkeit auslösen!
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.
Liebe Louisa,
dein Text beginnt gewohnt frisch und fetzig. In der zweiten Hälfte (etwa ab Strophe 8) werden mir die Banalitäten doch etwas zu viel, auch wenn Quoth mit seiner Interpretation sicherlich nicht ganz falsch liegt. Dennoch, mir fehlt im zweiten Teil einfach der sprachliche Pepp, die skurrilen Einfälle, die exotischen Einsprengsel, auch der rhythmische Schwung und die Binnenreime, die sonst deine Texte so auszeichnen.
Viele Grüße
fenestra
dein Text beginnt gewohnt frisch und fetzig. In der zweiten Hälfte (etwa ab Strophe 8) werden mir die Banalitäten doch etwas zu viel, auch wenn Quoth mit seiner Interpretation sicherlich nicht ganz falsch liegt. Dennoch, mir fehlt im zweiten Teil einfach der sprachliche Pepp, die skurrilen Einfälle, die exotischen Einsprengsel, auch der rhythmische Schwung und die Binnenreime, die sonst deine Texte so auszeichnen.
Viele Grüße
fenestra
-
Louisa
Hallo!
Danke für eure Anmerkungen und die Kritik... Man muss bei diesem Gedicht glaube ich auch selbst ein bisschen bedüdelt sein, haha... ich meine um es "verstehen" zu können
-
Sollte ich die Waschmaschine vielleicht einmal streichen? Dann ist es nicht mehr ganz so viel... Mit der blauen Blume und dem Expressionismus, wo ja zumindest die Farbe Blau ziemlich oft verwendet wurde, wollte ich eigentlich nur so ein kleines "postmodernes" ("Wir können ja bloß noch kopieren!") Element einbauen...natürlich auch mit einem Augenzwinkern...
Die Aussagen der Hofdame bezüglich ihrer zwei Leben und dass diese eine SPannung aufbaut, diese aber nicht einhält ist für mich -genauso wie die banalen Alltagsgegenstände- eher so ein Symbol für die allgemein absurde, banale Alltagswelt der meisten Menschen - Denn solche Dinge wie Kaffeemaschinen, Waschmaschinen und die eigenen LEbensdefinitionen führen ja bei manchen Menschen beinahe zu Sinnkrisen oder Scheidungen - Ich wollte es hier einmal auf die Schippe nehmen... oui
Binnenreime gibt es doch aber sehr viele, fenestra - auch im zweiten Teil, siehe nur:
Dessert. Er
zum -
Aquarium
Königin - Nachfolgerin
Socken-Fetischist - Mist!
nass - sowas
Gemach - nach
und, und, und.......
Vielleicht würde der Text ja auch durch eine andere Setzung gewinnen, was meint ihr?
Sein tieferer Sinn besteht auf jeden Fall darin, dass er keinen Sinn hat!
Ein sogenanntes Anna-Blume-Gedicht sollte das werden...
Schönes Wochenende!
l
PS: Ist der Thronfolger des Königs nicht automatisch der neue König?
Danke für eure Anmerkungen und die Kritik... Man muss bei diesem Gedicht glaube ich auch selbst ein bisschen bedüdelt sein, haha... ich meine um es "verstehen" zu können
- Sollte ich die Waschmaschine vielleicht einmal streichen? Dann ist es nicht mehr ganz so viel... Mit der blauen Blume und dem Expressionismus, wo ja zumindest die Farbe Blau ziemlich oft verwendet wurde, wollte ich eigentlich nur so ein kleines "postmodernes" ("Wir können ja bloß noch kopieren!") Element einbauen...natürlich auch mit einem Augenzwinkern...
Die Aussagen der Hofdame bezüglich ihrer zwei Leben und dass diese eine SPannung aufbaut, diese aber nicht einhält ist für mich -genauso wie die banalen Alltagsgegenstände- eher so ein Symbol für die allgemein absurde, banale Alltagswelt der meisten Menschen - Denn solche Dinge wie Kaffeemaschinen, Waschmaschinen und die eigenen LEbensdefinitionen führen ja bei manchen Menschen beinahe zu Sinnkrisen oder Scheidungen - Ich wollte es hier einmal auf die Schippe nehmen... oui

Binnenreime gibt es doch aber sehr viele, fenestra - auch im zweiten Teil, siehe nur:
Dessert. Er
zum -
Aquarium
Königin - Nachfolgerin
Socken-Fetischist - Mist!
nass - sowas
Gemach - nach
und, und, und.......
Vielleicht würde der Text ja auch durch eine andere Setzung gewinnen, was meint ihr?
Sein tieferer Sinn besteht auf jeden Fall darin, dass er keinen Sinn hat!
Ein sogenanntes Anna-Blume-Gedicht sollte das werden...
Schönes Wochenende!
l
PS: Ist der Thronfolger des Königs nicht automatisch der neue König?
Hallo, Louisa, Du schriebst in Deiner Nachschrift:
Ja! Aber die Automatik kommt nur in Gang, wenn sein Vater stirbt.
Gruß
Quoth, Monarchistin
Ist der Thronfolger des Königs nicht automatisch der neue König?
Ja! Aber die Automatik kommt nur in Gang, wenn sein Vater stirbt.
Gruß
Quoth, Monarchistin
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.
Und wenn der tot ist, würde man relativ bald wohl nicht mehr von Thronfolger, sondern vom König sprechen, das finde ich in dem Text auch ein wenig verwirrend, weil es etwas durcheinander geht. Was aber ja zum Bedüdelt-Sein passt.
Schöne Grüße
leo
Schöne Grüße
leo
Ja, hast schon recht, es sind Binnenreime vorhanden, aber es ist irgendwie redundant. Die Strophen mit der Waschmaschine und der Espressomaschine rocken überhaupt nicht, haben weder Rhythmus noch Reim. Sollen sie wahrscheinlich auch nicht, du schreibst ja, du willst die Überbewertung der banalen Alltagswelt darstellen. Dazu ist mir hier der Bruch aber nicht groß genug zu dem, was vorher passiert - außerdem: Satire-Abende sind voll von Sketchen über das langweilige Alltagsleben und die Tücken der Haushaltsführung, ich finds also nicht so besonders originell. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass du es trotz allem unterhaltsam rüberbringst, wenn du es vorträgst. :)
Ich würde es einfach kürzen, straffen, Wiederholungen vermeiden, verdichten.
lg
fenestra
Ich würde es einfach kürzen, straffen, Wiederholungen vermeiden, verdichten.
lg
fenestra
Liebe fenestra,
ich fürchte, man kann einen solchen, aus dem nachhallenden Rauschglück gleichsam in "écriture automatique" hervorgesprudelten Text nicht verbessern, indem man ihn, stocknüchtern, den ästhetischen Anforderungen "guter" Poesie unterwirft, gegen die er ja gerade aufbegehrt. Auch das Zuviel, das Wiederholen, das Lasche und Uferlose sind Bestandteile einer Stimmung, die man austreibt, wenn man strafft. Das Wesen von DADA, auf das Louisa sich in ihrer Begründung bezieht, besteht ja gerade darin, Publikumserwartungen zu düpieren. Das Publikum sind hier wir, und unsere Erwartungen, z.B. die, dass Dichtung verdichtet sein müsse, düpiert Louisa mit Lust, sie ist, denke ich, ein ganz schlimmes Mädchen, dem nichts besser gefällt, als uns allen eine Nase zu drehen.
Nicht wahr, Louisa?
Mit verkalktem Gruß
Quoth
Hab "auf der Nase herumzutanzen" durch "eine Nase zu drehen" ersetzt.
ich fürchte, man kann einen solchen, aus dem nachhallenden Rauschglück gleichsam in "écriture automatique" hervorgesprudelten Text nicht verbessern, indem man ihn, stocknüchtern, den ästhetischen Anforderungen "guter" Poesie unterwirft, gegen die er ja gerade aufbegehrt. Auch das Zuviel, das Wiederholen, das Lasche und Uferlose sind Bestandteile einer Stimmung, die man austreibt, wenn man strafft. Das Wesen von DADA, auf das Louisa sich in ihrer Begründung bezieht, besteht ja gerade darin, Publikumserwartungen zu düpieren. Das Publikum sind hier wir, und unsere Erwartungen, z.B. die, dass Dichtung verdichtet sein müsse, düpiert Louisa mit Lust, sie ist, denke ich, ein ganz schlimmes Mädchen, dem nichts besser gefällt, als uns allen eine Nase zu drehen.
Nicht wahr, Louisa?
Mit verkalktem Gruß
Quoth
Hab "auf der Nase herumzutanzen" durch "eine Nase zu drehen" ersetzt.
Zuletzt geändert von Quoth am 19.09.2010, 19:20, insgesamt 1-mal geändert.
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.
-
Louisa
Was ihr euch so alles denkt
!
Quoths Beitrag spricht mir natürlich aus der Seele, aber ich kann auch verstehen, wenn man ohne neu aufgefüllte Whiskey-Vorräte nichts mit solchen Blödeleien anfangen kann...
Ich kann vielleicht noch ergänzen, dass ich ja oft versuche diese Schwermütigkeit, Ernsthaftigkeit und Selbstmitleid aus der Poesie zu nehmen und dem eine gewisse Lebensfreude, Leichtigkeit, Absurdität und Sprachspiele, Zitate entgegen zu setzen... der Text soll einfach nur unterhalten
... Ich weiß noch nicht, ob er das besser tun kann, wenn ich ihn kürze.
Den Tod des Königs kann ich zwar einbauen, allerdings erschließt sich dieser Tod aus der gesamten Königs-Reihe - denn wie ihr vielleicht noch wisst ist er damals durch den Aufprall einer Nordmanntanne verstorben
...
Einen Schönen Sonntag noch!
l
!Quoths Beitrag spricht mir natürlich aus der Seele, aber ich kann auch verstehen, wenn man ohne neu aufgefüllte Whiskey-Vorräte nichts mit solchen Blödeleien anfangen kann...
Ich kann vielleicht noch ergänzen, dass ich ja oft versuche diese Schwermütigkeit, Ernsthaftigkeit und Selbstmitleid aus der Poesie zu nehmen und dem eine gewisse Lebensfreude, Leichtigkeit, Absurdität und Sprachspiele, Zitate entgegen zu setzen... der Text soll einfach nur unterhalten
... Ich weiß noch nicht, ob er das besser tun kann, wenn ich ihn kürze. Den Tod des Königs kann ich zwar einbauen, allerdings erschließt sich dieser Tod aus der gesamten Königs-Reihe - denn wie ihr vielleicht noch wisst ist er damals durch den Aufprall einer Nordmanntanne verstorben
...Einen Schönen Sonntag noch!
l
Hallo Louisa!
Gerade solche Texte sind ja darauf angewiesen, dass, wie sagt man so schön: der Funke überspringt - und auch bei mir springt er eher nicht. Dadurch entsteht dann natürlich ein Eindruck von "zu lang", den die Befunkten sicher nicht haben werden... Von daher wird kürzen nicht viel bringen, denke ich. Entweder Text und Leser finden sich, oder eben nicht. Wahr ist natürlich auch, dass dieser Text weniger für dieses Finden tut als andere Texte von dir
Ferdigruß!
Gerade solche Texte sind ja darauf angewiesen, dass, wie sagt man so schön: der Funke überspringt - und auch bei mir springt er eher nicht. Dadurch entsteht dann natürlich ein Eindruck von "zu lang", den die Befunkten sicher nicht haben werden... Von daher wird kürzen nicht viel bringen, denke ich. Entweder Text und Leser finden sich, oder eben nicht. Wahr ist natürlich auch, dass dieser Text weniger für dieses Finden tut als andere Texte von dir

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
dass ich ja oft versuche diese Schwermütigkeit, Ernsthaftigkeit und Selbstmitleid aus der Poesie zu nehmen und dem eine gewisse Lebensfreude, Leichtigkeit, Absurdität und Sprachspiele, Zitate entgegen zu setzen
Ein Ziel, dass ich absolut unterstütze! Dennoch - auch wenn Quoth das offenbar anders sieht - bin ich der Meinung, dass Texte, die als inspirative Wurzel eine weinseelige Laune haben, hinterher mit wacher Aufmerksamkeit bearbeitet werden dürfen. Beides ist phasenweise wichtig, das Loslassen und das im Griff behalten.
Ich habe auch hin und wieder das Problem, dass meine Texte zum Ende hin schwächeln. Quoth hat mir mal einen Trick beigebracht, den ich seither "Quothsche Inversion" nenne: Die starken ersten Verse einfach an den Schluss verrücken, damit alles andere darauf zuläuft. Das geht natürlich nicht immer und auch nicht ohne weitere Bearbeitung, aber manchmal hilfts.
Viele Grüße
fenestra
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