Beitragvon fenestra » 06.09.2010, 20:46
Lieber Quoth,
erstmal sind die Texte zusammen, bzw. direkt nacheinander entstanden. Also keine zweite Folge, weil die erste erfolgreich war, ts ts ts ;)
Und natürlich sind viele Wörter der Constrainte geschuldet, dass alle Nomen und Verben mit R beginnen sollen. Sonst wäre ich aber auch nicht auf so (jedenfalls für mein Empfinden) nette Wortkombinationen gestoßen, wie "rotzt Rüben ins Rosarium".
Ja, der Text ist ein Slam und soll schnell vorgetragen werden, gleichsam auf den Zuhörer niederprasseln. Der Regen nimmt halt wahllos alles mit, es schwimmen die eigenartigsten Dinge an einem vorbei, so auch Rettiche und Richtungspfeile, einfach, weil sie dem Regenfluss (dem R) im Weg waren.
Ein solcher alles hinwegschwemmender Platzregen ist kein sinnlicher Genuss (wie regen I), sondern macht Angst. Dieses Gefühl zu vermitteln, ist mir wohl nicht so recht gelungen, stattdessen scheint es auf euch eher wie ein Wortfindespiel zu wirken.
Liebe leonie,
danke für das "fenestrisch"! :)
Das R der Wortanfänge ist lautmalerisch tatsächlich nicht so gut geeignet, wie die ganzen Silben, die ich im ersten Regentext verwendet habe. Ich habe stattdessen hier versucht, die Wirkung des Regens durch diese Wahllosigkeit der Gegenstände auszudrücken und auch durch die Tatsache, dass es immer weiter regnet und Dinge fortreißt, obwohl man eigentlich 'genug' schreien möchte (auch von der Aufzählung hat man irgendwann genug, sie wird aber bewusst bis zum Überdruss fortgesetzt).
In der Hörfassung würde ich versuchen, weitere Worte oder Geräusche zu unterlegen. Ich habe z.B. einen Refrain , der mir gut zu strömen schien:
run a run a run a run away
Für eure kritischen Anmerkungen herzlichen Dank!
fenestra