danach
Hallo Eva,
dein Gedicht über eine Beziehung, in der zwei Menschen in Freundschaft auseinandergehen, gefällt mir sehr. Vor allem die Einstellung dahinter: keine Zwänge ("ordentlichkeiten"), sondern die Freiheit jedes Einzelnen und das Positive sehen, dass man eben eine zeitlang zusammen gegangen ist. Ein Rückblick ohne Ressentiments, sondern voller Natürlichkeit. Obwohl du, bis auf die letzte Zeile, nur das DU ansprichst, lese ich dennoch immer ein "Wir". Und das Ich wirkt auch nicht großmütig, sondern authentisch. Es ist die ganz selbstverständliche Denkweise des LI, daraus schließe ich, als Leser, auf ein sehr harmonisches Wir.
Verblüffend ist für mich, wie das zeitlich funktioniert. Obwohl du über Vergangenes schreibst, gelingt es dir, dies im Präsens zu schreiben.
Gern gelesen!
Saludos
Mucki
dein Gedicht über eine Beziehung, in der zwei Menschen in Freundschaft auseinandergehen, gefällt mir sehr. Vor allem die Einstellung dahinter: keine Zwänge ("ordentlichkeiten"), sondern die Freiheit jedes Einzelnen und das Positive sehen, dass man eben eine zeitlang zusammen gegangen ist. Ein Rückblick ohne Ressentiments, sondern voller Natürlichkeit. Obwohl du, bis auf die letzte Zeile, nur das DU ansprichst, lese ich dennoch immer ein "Wir". Und das Ich wirkt auch nicht großmütig, sondern authentisch. Es ist die ganz selbstverständliche Denkweise des LI, daraus schließe ich, als Leser, auf ein sehr harmonisches Wir.
Verblüffend ist für mich, wie das zeitlich funktioniert. Obwohl du über Vergangenes schreibst, gelingt es dir, dies im Präsens zu schreiben.
Gern gelesen!
Saludos
Mucki
Liebe Eva,
ich gestehe, ich habe mit diesem Text große Mühe.
Zum einen wegen der Reime. Ihre Notwendigkeit und ihr Sinn erschließen sich mir nicht.
Zum anderen wegen mancher grammatischer Konstruktionen. "Du darfst verweilen" kenne ich, meines Wissens wird das normalerweise aber nicht mit einem Objekt verbunden: Wie soll man jemanden verweilen? Das hört sich für mich falsch an.
"Du zählst nicht unter den Ordentlichkeiten": Was ist damit gemeint? Wird das lyr Ich gezählt, dann müsste es meiner Meinung nach "die" statt "den" heißen. Zählt es selber? Dann fehlt mir das etwas.
Abgesehen finde ich das Wort "Ordentlichkeiten" sehr unpoetisch. Ich würde dort lieber ein Bild entdecken als so ein abstrahierendes Substantiv.
"Ein Stück weit" finde ich persönlich eine unschöne Redewendung, weil viel zu oft und leider auch viel zu falsch benutzt.
Für mich ist das so noch nicht überzeugend.
Liebe Grüße
leonie
ich gestehe, ich habe mit diesem Text große Mühe.
Zum einen wegen der Reime. Ihre Notwendigkeit und ihr Sinn erschließen sich mir nicht.
Zum anderen wegen mancher grammatischer Konstruktionen. "Du darfst verweilen" kenne ich, meines Wissens wird das normalerweise aber nicht mit einem Objekt verbunden: Wie soll man jemanden verweilen? Das hört sich für mich falsch an.
"Du zählst nicht unter den Ordentlichkeiten": Was ist damit gemeint? Wird das lyr Ich gezählt, dann müsste es meiner Meinung nach "die" statt "den" heißen. Zählt es selber? Dann fehlt mir das etwas.
Abgesehen finde ich das Wort "Ordentlichkeiten" sehr unpoetisch. Ich würde dort lieber ein Bild entdecken als so ein abstrahierendes Substantiv.
"Ein Stück weit" finde ich persönlich eine unschöne Redewendung, weil viel zu oft und leider auch viel zu falsch benutzt.
Für mich ist das so noch nicht überzeugend.
Liebe Grüße
leonie
-
ecb
liebe leonie,
- "verweilen" kann auch reflexiv gebraucht werden.
- was mit "ordentlichkeiten" gemeint ist, darf sich jeder leser selbst ausdenken.
- auch ein leicht verfremdetes abstraktum wie "ordentlichkeiten" darf ab und zu poetisches ausdrucksmittel sein.
- es heißt mit voller absicht "unter den ordentlichkeiten".
"unter die ordentlichkeiten" ergäbe einen völlig anderen sinn.
den rest deiner argumente zähle ich eher unter geschmacksunterschiede.
nix für ungut!
liebe grüße von
eva
- "verweilen" kann auch reflexiv gebraucht werden.
- was mit "ordentlichkeiten" gemeint ist, darf sich jeder leser selbst ausdenken.
- auch ein leicht verfremdetes abstraktum wie "ordentlichkeiten" darf ab und zu poetisches ausdrucksmittel sein.
- es heißt mit voller absicht "unter den ordentlichkeiten".
"unter die ordentlichkeiten" ergäbe einen völlig anderen sinn.
den rest deiner argumente zähle ich eher unter geschmacksunterschiede.
nix für ungut!
liebe grüße von
eva
-
DonKju
Hallo Eva,
ich zitiere jetzt mal Moshe "... Wenn Du jetzt in meinem Text etwas nicht lesen kannst, so heisst das nicht, daß du es morgen nicht sehen könntest ...", was ich übrigens eine sehr interessante Einstellung finde. Und in diesem Sinne sehe ich jetzt mal weiter [15.05. : sollte besser heissen : endlich klarer bei] "unter den ordentlichkeiten" ...
MlG Bilbo
ich zitiere jetzt mal Moshe "... Wenn Du jetzt in meinem Text etwas nicht lesen kannst, so heisst das nicht, daß du es morgen nicht sehen könntest ...", was ich übrigens eine sehr interessante Einstellung finde. Und in diesem Sinne sehe ich jetzt mal weiter [15.05. : sollte besser heissen : endlich klarer bei] "unter den ordentlichkeiten" ...
MlG Bilbo
Zuletzt geändert von DonKju am 15.05.2008, 21:49, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo Bilbo,
auch wenn Eva es nicht bestätigt hat, glaube ich schon, dass meine Lesart hier so von ihr gemeint ist:
du zählst nicht
unter den ordentlichkeiten
Das DU ist nicht verpflichtet zu bleiben. Es ist kein MUSS da, kein Zwang. Zwischen den beiden, um die es hier geht, gibt es eben Freiheit, Raum. Nur deshalb können sie in Freundschaft auseinandergehen. Das DU steht nicht unter einem Zwang, muss sich nicht unterordnen, deshalb auch das "unter" vor "ordentlichkeiten". Meinst du nicht, dass dann "unter den ordentlichkeiten" durchaus Sinn machen würde?
Saludos
Mucki
auch wenn Eva es nicht bestätigt hat, glaube ich schon, dass meine Lesart hier so von ihr gemeint ist:
du zählst nicht
unter den ordentlichkeiten
Das DU ist nicht verpflichtet zu bleiben. Es ist kein MUSS da, kein Zwang. Zwischen den beiden, um die es hier geht, gibt es eben Freiheit, Raum. Nur deshalb können sie in Freundschaft auseinandergehen. Das DU steht nicht unter einem Zwang, muss sich nicht unterordnen, deshalb auch das "unter" vor "ordentlichkeiten". Meinst du nicht, dass dann "unter den ordentlichkeiten" durchaus Sinn machen würde?
Saludos
Mucki
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