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Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
ecb

Beitragvon ecb » 10.05.2008, 20:54

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Zuletzt geändert von ecb am 07.06.2009, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.

DonKju

Beitragvon DonKju » 11.05.2008, 11:31

Hallo Eva,

ein hübscher Text, aber für mich passen die Zeilen

"du zählst nicht
unter den ordentlichkeiten"

da irgendwie nicht ins Bild und klingen auch ein bißchen sehr negativ - nu je, so wirkt's jedenfalls für mich

Einen Sonntagsgruß sendet Bilbo

Mucki
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Beitragvon Mucki » 11.05.2008, 13:00

Hallo Eva,

dein Gedicht über eine Beziehung, in der zwei Menschen in Freundschaft auseinandergehen, gefällt mir sehr. Vor allem die Einstellung dahinter: keine Zwänge ("ordentlichkeiten"), sondern die Freiheit jedes Einzelnen und das Positive sehen, dass man eben eine zeitlang zusammen gegangen ist. Ein Rückblick ohne Ressentiments, sondern voller Natürlichkeit. Obwohl du, bis auf die letzte Zeile, nur das DU ansprichst, lese ich dennoch immer ein "Wir". Und das Ich wirkt auch nicht großmütig, sondern authentisch. Es ist die ganz selbstverständliche Denkweise des LI, daraus schließe ich, als Leser, auf ein sehr harmonisches Wir.
Verblüffend ist für mich, wie das zeitlich funktioniert. Obwohl du über Vergangenes schreibst, gelingt es dir, dies im Präsens zu schreiben.
Gern gelesen!
Saludos
Mucki

ecb

Beitragvon ecb » 11.05.2008, 19:53

lieber bilbo, bei mir wirst du dich auf eine gewisse ambivalenz in meinen texten einstellen müssen - for better or worse ...
danke dir!

liebe mucki, auch dir vielen dank für deine gedanken!
zeitlich funktioniert das, finde ich, weil immer alles auch irgendwie gegenwart ist - ist es nicht so?

lg eva

Mucki
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Beitragvon Mucki » 11.05.2008, 20:05

Hi Eva,
zeitlich funktioniert das, finde ich, weil immer alles auch irgendwie gegenwart ist - ist es nicht so?

da ist was dran, ja. Vor allem bei diesem Thema,-)
Saludos
Mucki

moshe.c

Beitragvon moshe.c » 11.05.2008, 20:48

Liebe Eva!

Ich bin um deinen Text geschlichen und habe einen Punkt gefunden, der es mir subjektiv eingängig machen würde:

Das zweite 'du' ist zuviel.

Ansonsten eine sehr punktgenaue Betrachtung.

MlG

Moshe

ecb

Beitragvon ecb » 11.05.2008, 21:11

es könnte doch aber sein, daß darauf sogar eine gewisse betonung liegt, moshe ... ;-)

lg eva

moshe.c

Beitragvon moshe.c » 11.05.2008, 21:58

Jaja.

Mit deinen Betonungen habe ich nun angefangen mich rumzuschlagen :-)

Ein 'du' muß (Kicher) für mich weg.
Wenn du das zweite willst, dann ist das erste überflüßig.
Uff, aus meiner Sicht.

(Vielleicht bin ich ja der Südpol, wie du der Nordpol?)

Auf der Suche nach deinem Takt mit bestem Gruß

Moshe

ecb

Beitragvon ecb » 12.05.2008, 08:44

ich verspreche, noch einmal angestrengt nachzudenken, moshe. :engel2:

(bin gespannt ...)

lg eva

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leonie
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Beitragvon leonie » 12.05.2008, 10:54

Liebe Eva,

ich gestehe, ich habe mit diesem Text große Mühe.
Zum einen wegen der Reime. Ihre Notwendigkeit und ihr Sinn erschließen sich mir nicht.
Zum anderen wegen mancher grammatischer Konstruktionen. "Du darfst verweilen" kenne ich, meines Wissens wird das normalerweise aber nicht mit einem Objekt verbunden: Wie soll man jemanden verweilen? Das hört sich für mich falsch an.
"Du zählst nicht unter den Ordentlichkeiten": Was ist damit gemeint? Wird das lyr Ich gezählt, dann müsste es meiner Meinung nach "die" statt "den" heißen. Zählt es selber? Dann fehlt mir das etwas.
Abgesehen finde ich das Wort "Ordentlichkeiten" sehr unpoetisch. Ich würde dort lieber ein Bild entdecken als so ein abstrahierendes Substantiv.
"Ein Stück weit" finde ich persönlich eine unschöne Redewendung, weil viel zu oft und leider auch viel zu falsch benutzt.

Für mich ist das so noch nicht überzeugend.

Liebe Grüße

leonie

ecb

Beitragvon ecb » 12.05.2008, 11:13

liebe leonie,

- "verweilen" kann auch reflexiv gebraucht werden.
- was mit "ordentlichkeiten" gemeint ist, darf sich jeder leser selbst ausdenken.
- auch ein leicht verfremdetes abstraktum wie "ordentlichkeiten" darf ab und zu poetisches ausdrucksmittel sein.
- es heißt mit voller absicht "unter den ordentlichkeiten".
"unter die ordentlichkeiten" ergäbe einen völlig anderen sinn.

den rest deiner argumente zähle ich eher unter geschmacksunterschiede.

nix für ungut!
liebe grüße von
eva

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Beitragvon leonie » 12.05.2008, 11:41

Liebe Eva,

das ist ja nur mein Eindruck. Und es sind immer nur Anregungen.
Ich weiß doch, dass es Dein Gedicht ist und Deine Entscheidung, was Du übernimmst und was nicht.

Liebe Grüße

leonie

DonKju

Beitragvon DonKju » 13.05.2008, 21:12

Hallo Eva,

ich zitiere jetzt mal Moshe "... Wenn Du jetzt in meinem Text etwas nicht lesen kannst, so heisst das nicht, daß du es morgen nicht sehen könntest ...", was ich übrigens eine sehr interessante Einstellung finde. Und in diesem Sinne sehe ich jetzt mal weiter [15.05. : sollte besser heissen : endlich klarer bei] "unter den ordentlichkeiten" ...

MlG Bilbo
Zuletzt geändert von DonKju am 15.05.2008, 21:49, insgesamt 1-mal geändert.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 13.05.2008, 22:57

Hallo Bilbo,

auch wenn Eva es nicht bestätigt hat, glaube ich schon, dass meine Lesart hier so von ihr gemeint ist:

du zählst nicht
unter den ordentlichkeiten


Das DU ist nicht verpflichtet zu bleiben. Es ist kein MUSS da, kein Zwang. Zwischen den beiden, um die es hier geht, gibt es eben Freiheit, Raum. Nur deshalb können sie in Freundschaft auseinandergehen. Das DU steht nicht unter einem Zwang, muss sich nicht unterordnen, deshalb auch das "unter" vor "ordentlichkeiten". Meinst du nicht, dass dann "unter den ordentlichkeiten" durchaus Sinn machen würde?
Saludos
Mucki


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