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Essisserbst

Verfasst: 31.10.2007, 10:10
von woitek
Essisserbst

Essisserbst in mein Leib
Essisserbst in mein Seel

Blökig wird’s nun
In den Wachsunterständen

Klebrig vielleicht auf den Kieseln
So rutschig den Sohlen vielleicht

Essisserbst, weißt schon
Hast auch schon bemerkt

Den Grauspan, das Buntlaub
Den Nebelmatschverkehr

Essisschwer doch Isserbst
Immer mehr

Verfasst: 31.10.2007, 22:15
von leonie
Lieber woitek,

mir gefällt das. Eine Wortspielerei, wirkt stellenweise fast unbeholfen, wie von jemandem, der Mühe mit den Worten, den Sätzen, der Aussprache hat. Es rührt mich fast ein wenig, diese Unbeholfenheit, weil darin auch ein Ernst und eine Traurigkeit sind.
Und eine genaue Wahrnehmung. Hier, das ist ganz, ganz schön, finde ich:

Den Grauspan, das Buntlaub
Den Nebelmatschverkehr



Liebe Grüße

leonie

Verfasst: 31.10.2007, 22:46
von Paul Ost
Lieber woitek,

mir gefällt's in Anbetracht der Jahreszeitenlyrik, die wir hier oft pflegen. Eigentlich hättest Du den Text gut im satirischen Bereich posten können.

Grüße

Paul Ost

Verfasst: 01.11.2007, 09:06
von woitek
Hallo ihr beiden,

vielen, lieben Dank für eure Meinungen. M.E ist der Text für mich weniger satirisch denn nachdenklich und die oberflächlichen Naturbeobachtungen sind für mich Metaphern einer tieferen Bedeutungsebene. So bist, in meiner Wahrnehmung, du leonie, meinem Text etwas näher gekommen, als du Paul. Trotzdem danke ich euch beiden herzlich.

Gruß
Woitek