Ich halte mich neuerdings
Verfasst: 19.10.2007, 12:25
Ich halte mich neuerdings
lieber bedeckt
und träume
von fliegenden Federn
Zerstochene Kissen, ein Laken
legt sich über Augen und Mund
und ich höre andere Sprachen
und freunde mich an
mit der Fremde
Als Kind war ich nicht so
naiv, da traute ich niemandem
über den Weg –
Jetzt bin ich bekleidet. Jetzt mag ich mein Land.
Jetzt lieb ich die Welt nicht nur trotzdem.
Jetzt lob ich die Kraft in den Armen von Männern.
Jetzt hab ich mein Leben zum Pfand.
Als Kind war die Angst groß
das Haus zu verlassen (aus nahe liegenden Gründen) –
Jetzt geh ich und bleibe
denn keiner kennt, niemals, mein Lied.
lieber bedeckt
und träume
von fliegenden Federn
Zerstochene Kissen, ein Laken
legt sich über Augen und Mund
und ich höre andere Sprachen
und freunde mich an
mit der Fremde
Als Kind war ich nicht so
naiv, da traute ich niemandem
über den Weg –
Jetzt bin ich bekleidet. Jetzt mag ich mein Land.
Jetzt lieb ich die Welt nicht nur trotzdem.
Jetzt lob ich die Kraft in den Armen von Männern.
Jetzt hab ich mein Leben zum Pfand.
Als Kind war die Angst groß
das Haus zu verlassen (aus nahe liegenden Gründen) –
Jetzt geh ich und bleibe
denn keiner kennt, niemals, mein Lied.
Denn die ersten zwei Strophen und die "jetzt" Feststellungen scheinen alle von der Gegenwart zu sprechen. Sie passen aber für mich so nicht zusammen.
Das ist genial wahr.