Liebe Elsa, liebe Mucki, hallo Pjotr
ich bitte um Nachsicht wegen der späten Antwort, der Job hat mich wieder zwei Tage arg im Griff gehabt und mittlerweile ist es so, daß ich nach einem langen Tag in der Buchhandlung abends nicht mehr in der Lage bin, "geistige Hochleistungen" zu verbringen (ja, ja frau wird nun mal nicht jünger *ggg*).
Ich hatte anfangs tatsächlich auch gedacht, Elsa, das Gedicht nach "verzicht" enden zu lassen, aber ich war/bin zu sehr "verliebt" in den Schluß, der mir so schön den Bogen zurückbringt zum Titel.
Auch die Formulierung "sich (einander) versprechen", die ich hier etwas umgemünzt habe, wollte ich nicht so ohne weiteres wieder fallenlassen. Ich bin mir aber jetzt allerdings nicht mehr so sicher, ob ich das Gedicht nicht doch verkürzen werde...
Abgesehen davon, habe ich es nochmal ein wenig umgestaltet, ich stelle mal die neueste Version oben ein.
Es freut mich, daß es dir gefällt Elsa.
Ja, Mucki, deine Version ist dann wohl wirklich das, was in dem "schräg" angedacht war von mir *g* Wenn der Titel bleibt, dann würde deine Version schon Sinn machen, man könnte sich das "zusammenreimen"...
bis zur nächsten... ja ja...
Aber dieses "silberlicht"... hach... ich liebe es zu sehr...
Und geheimnisvoll ist - glaube ich - genau das richtige Wort (hihi...im doppelten Wortsinn!) für diese Zeilen.
Zu deiner Frage Pjotr:
"Wurde dieses Symbol auch schon von anderen Dichtern verbreitet (und so dem bewanderten Publikum schneller verständlich), oder ist dieses Symbol ein spezielles aus Deinem persönlichen Empfinden, Scarlett?"
Inwiefern andere mit dem "silberlicht der birken" experimentiert haben oder es verwendet haben in mehr oder weniger ähnlichen Zusammenhängen, das entzieht sich meiner Kenntnis. Bewußt habe ich es so, will heißen wie in dem von mir dargestellten Zusammenhang, bisher nicht gelesen, aber du weißt ja: ist eh alles schon mal irgendwo dagewesen...
Für mich war das Besondere, dieses "silberlicht" /schräg fallen zu lassen- zum einen als Hinweis für die schräge Situation (ein Ich und ein Du haben ein Geheimnis miteinander, Hand und Mund sind sich versprochen aber das hält nur bis zur nächsten Straßenkreuzung - ist doch eigentlich ganz klar, was damit gemeint ist, oder?) andrerseits gibt es auch einen HInweis auf die Perspektive: wenn man auf einer Bank sitzt/bzw. liegt (ich habe das ja geändert), nimmt man u U die Dinge "verzerrt" war, was senkrecht ist, kann plötzlich schräg erscheinen, verstehst du, wie ich das meine?
Natürlich könnt man vor das "silberlicht" ein Adjektiv einfügen, das dieses "anders als sonst... oder das sonst so ... (weiche, gerade, harte usw. silberlicht)" versprachlicht, so wie du das angeregt hattest. Aber: steckt das nicht im "heute" eigentlich schon drin? Nach dem Motto: heute fällt es eben schräg, sonst ist das nicht so...
Und ja, ich denke schon, daß das Gedicht dadurch vielleicht ein klitzekleinwenig "ungeheimnisvoller" würde...
Ich finde es toll, daß du dich da so "reingehängt" hast, Pjotr und daß du mich dadurch zwingst, noch genauer über die Verwendung meiner Worte und Bilder nachzudenken...
Also, ich stelle jetzt mal eine neue Version oben ein (zwar nach wie vor mit "schräg", dem letzten Teil und noch ohne Adjektiv vor "silberlicht") - mal sehen, wie das jetzt wirkt.
Tausend Dankesgrüße euch allen und mit lieben Grüßen auch an eure Musen,
scarlett,
die geküßte