Hey Max, ... und ich erst ... ich schreib auch immer noch
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Lieber Manfred,
ich habe mit deinem Text so meine Schwierigkeiten, was wohl hauptsächlich daher rührt, dass ich aus der Praxis der Arbeitslosigkeit heraus, insbesondere die letzte Zeile nicht nachfühlen kann.
Bezieht sich dein Text wohlmöglich ausschließlich auf Ruheständler?
Arbeitslose dürften ein Problem haben vor der Türe ein weites Land zu entdecken, mangels der dafür benötigten Mittel.
Ich habe meine Freiheit schon lang im Kopf - mich einrichten gelernt, aber so wie du schreibst hört sich das für mich nach rosa Brille und wenig praxisbzezogen an.
Dass es Ausnahmen gibt, glaube ich gern.
Aber Sozialkritik entdecke ich nicht.
Für mich ist dieser Text nicht im Gleichgewicht.
Wenn du dein Lyr. Du auf die Freizeit des Ruehstandes ansprichst, dann denke ich solltest du überlegen, anders zu gewichten.
Das "nicht mehr gefragt sein, hinter den Arbeitstischen ..." ist mir zu schwammig, denn es kann Ruhestand, sowohl als auch Arbeitslosigkeit implizieren.
Da diese beiden "Zustände" aber völlig unterschiedlicher Natur sind und verschieden auf Menschen wirken, würde ich mir als Leser mehr Eindeutigkeit im Text wünschen. Ich würde halt gern wissen, ist das Loch nur vorübergehend, wegen der ungewohnten Situation nun Rentner zu sein, oder eines, was im Hinblick auch auf Aussichtslosigkeit keinen Job merh zu erhalten, entstand.
Mich lässt der Text ambivalent zurück, wirkt wie eine Skizze, der eine ausführliche Beschäftigung folgen sollte.
Liebe Grüße
Gerda