Wege
Verfasst: 19.05.2007, 20:44
sieben Tage ging ich spazieren mit meinen Gedanken
der Mond hält wieder gelben Hof
und lauscht dem Orkan
der mich vergeblich sucht
in den Häuserschluchten der vertrauten Stadt
wo die Laternen Erinnerungen stottern
und geflickte Straßen keine Pflaster tragen
nur die Schnelligkeit den Takt vorgibt
gewundene Wege führen hinauf zu den Sternen
die in andere Tiefen blicken
und wir gehen viele neue Schritte
miteinander
finden an der Biegung einen steinernen Halt
der die Wärme sonniger Tage verströmt
er lässt uns ruhen bei den Reben
eine reife Traube wartet zwischen deinen Fingern
der Hauch, der noch zwischen unseren Händen liegt atmet betörend schwer
wie die blühenden Fragen
deren Köpfe beinah aneinanderreiben
wellend wiegt deine wohlige Stimme mich sicher
wenn wir Nachtschritte gehen
ins schützende Dunkel der Wälder
die Äste biegen verschlungene Pfade zu unserer Zeit
und die fernen Blätter rauschen in fremdländischen Worten
in deiner Nähe klingt alles nach Heimat
sieben Tage ging ich mit diesen Gedanken spazieren
berührt bin ich nun
nie schmeckte eine Frucht so süß

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