Liebe Lisa,
ich interpretiere Nikos Gedicht nicht als "Geste", da es einige der "wahren Worte" verwendet. Ich sehe durchaus einen durchdachten Zusammenhang.
Wenn ich jetzt mal "Zueignung" als Titel nehme (und nicht "Zuneigung", da ich dachte, es könnte ein Verschreiber sein), sehe ich hier den Titel als Symbol der Freundschaft.
Ich interpretiere Nikos Gedicht so:
Das LI möchte etwas versprechen, befindet sich in einer Sinnlichkeit, die ihn dazu verführt. Wie weit es sich dieser Verführung unterwerfen kann und will, vergleicht das LI mit dem Smaragd, einem grünen, glänzenden (Lichthof) Stein. Dieser Stein enthält in seinem Innern viele Farben (Tiefe).
Das LI denkt an eine Mandel, sie lässt das LI zögern, von der Versuchung abhalten, lässt seinen Drang zaudern, soll es oder nicht? Einmal ist da ja die Süße der Mandel (Zuneigung), dann aber eben ihre besondere Gattung der Bittermandel (Bewandtnis). Dieses Zaudern wechselt wehmütig/traurig (melancholisch) hin und her. (pulsieren) Verdrängung der bitteren Mandel, wehmütiger Fokus auf die Süße (arglose Augenblicke). Die Mandeln haben eine raue Außenschale, so wie der Smaragd auch ein Inneres hat.
Schließlich verändern sich die Umstände (Lichtveränderung) und das LI überlässt seine Versuchung, seine Sehnsucht der Nacht, welche eine Muschel ist. Sie kann sich öffnen (die Leidenschaft) oder aber völlig verschließen, wie die Muschel.
Smaragd - Mandel - Muschel
Alle drei sind Objekte, die etwas in sich bergen, etwas Tieferes in sich tragen, also durch ein Kontext, der sich im Gedicht durchzieht.
Für mich ist das Gedicht Poesie durch und durch
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Saludos
Mucki