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Liebeslied des Philosophen

Verfasst: 03.03.2007, 10:20
von Nihil
Es schwebte wie Jesus über das Wasser,
die Straße entlang -
das Mädchen an sich ..
Und ich fragte mich,
ob sie nur Erscheinung sei,
wir befangen seien
im principium individuationis
auf alle Zeit ..

Wir schauten uns an
und dann lächelte sie
und es war wie eine von Zenons Paradoxien ..
Ja, der Traum zwischen uns
war unendlich teilbar -
so wir einsahen
die letztliche Unnahbarkeit ..
Und uns war klar,
dass es Amors Pfeil war,
der in jedem Punkt der Bewegung steht -
sich niemals zubewegt.

Ich parlierte über die vierfache Wurzel
des Satzes vom zureichenden Grunde
und ich legte die Hand auf die Wunde,
auf Worte aus ihrem Munde -
den Kaffee,
den sie wollte trinken gehen ..

Wir schauten uns an
und dann lächelte sie
und es war wie eine von Zenons Paradoxien ..
Ja, der Traum zwischen uns
war unendlich teilbar -
so wir einsahen
die letztliche Unnahbarkeit ..
Und uns war klar,
dass es Amors Pfeil war,
der in jedem Punkt der Bewegung steht -
sich niemals zubewegt.

Nihil

Verfasst: 03.03.2007, 14:14
von leonie
Hallo nihil,

ich bin zwar keine Philosophin, fand mich aber beim lesen dieses Textes selbst immer wieder schmunzelnd und nickend vor. Am Schluss ergriff mich dann die Melancholie...

Liebe Grüße

amelie

Verfasst: 03.03.2007, 14:57
von Nihil
Liebe Amélie,

ich hoffe, die Melancholie hat nur leicht nach Dir geschnappt und nicht herzhaft zugebissen! ;-)

Ja, oftmals verhindert gerade ein Zuviel-des-Guten eine mögliche Annäherung .. das ist schon schade.

LG

Nihil