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Verfasst: 28.09.2006, 15:09
von leonie
wegen Veröffentlichung gelöscht

Verfasst: 28.09.2006, 19:33
von noel
???
das war zuerst da
& dann der versuch
wOrte zu finden.

ein blaue bank, die wie die protag nicht zum sitzen,
verweilen einlädt,
weil man sich schmerzhaft nur verbrennen kann(?)

ein kleines feines bild,
aber mir mit zu wenig aussage.
mit zu wenig lockenden bildern, bildern die mich weg
-lesen lassen, um genau bei mir wieder anzukommen.


noel

Verfasst: 29.09.2006, 21:04
von leonie
Liebe noel,

danke, dass Du das Gedicht kommentiert hast. Schade, dass es bei Dir nicht so ankommt wie ich es mir gewünscht hätte. Den zweiten Teil hast Du nicht genannt, ich wäre gespannt, wie andere ihn lesen. Ich warte nochmal ab, ob es weitere Stimmen dazu gibt.

Liebe Grüße und danke nochmal

leonie

Verfasst: 29.09.2006, 22:48
von aram
liebe leonie

ich mag dieses gedicht.
es gefällt mir genau so wie es ist und berührt mich; ich kann / will es aber nicht interpretieren.

außer vielleicht - brennessel sind nicht immer ungesund. im gegenteil. muss man halt aufpassen .-)

abendgrüße
aram

Verfasst: 29.09.2006, 23:38
von cali
leonie,

mir gefällt dieses kleines prägnante Bild, wenn es auch anderen Ursprungs und anders gemeint ist, wie z.B. Freude und Kummer...

denn es lockt weitere Bilder in mein Bewusstsein... sehe mich als Kind durch Wiesen und Felder laufen... irgendwo war immer eine Bank... und ich sehe mich an meinen Beinen kratzen... Brennessel ;-)


liebe Grüße

Verfasst: 30.09.2006, 00:13
von Mucki
Liebe leonie,

ich interpretiere gerne und schreibe dir, was ich aus deinen Zeilen lese:

Blau steht für mich für den Tod. Oft wird der Übergang vom Leben zum Sterben als "ins andere Blau gehen" beschrieben. Ich sehe deshalb das LyrIch an einer ganz besonderen Bank vorbeigehen, an der Bank, an der die Schwester starb. (Brennesselsitz) Es hat genau dort stattgefunden und das LyrIch winkt ihrer verstorbenen Schwester zu.
Saludos
Magic
P.S: Ich komme darauf, weil, immer, wenn mein Mann und ich am Grab meines Schwiegervaters vorbeifahren, wir beide winken und rufen: "Hi Pa!"

Verfasst: 30.09.2006, 18:30
von leonie
Lieber aram, liebe Charlotta, liebe magic,

danke für Eure Rückmeldungen und Gedanken zu diesem kleinen Gedicht. Das fand ich spannend zu lesen. Ich ewill gerne noch ein Weilchen warten, ob sich noch jemand dazu äußert, bevor ich mich weiter dazu äußere.

Liebe Grüße

leonie

Verfasst: 30.09.2006, 18:58
von Cara
Liebe leonie,

mich spricht dein kleines Gedicht sehr an....es hat für mich eine starke Aussagekraft.
Vielleicht interpretiere ich über,
aber ich lese Folgendes darin:

Etwas Verlockendes (eine blaue Bank zum Ausruhen am Wegesrand) grüßt (=lockt, wirbt), birgt aber Gefahr in sich (man kann sich an ihm verbrennen).

Das lyrische Ich sieht sich als artverwandt mit dem Verlockenden, mit der Bank (es ist seine Schwester ),
nämlich als ebenfalls verlockend und zugleich verletztend.
Es warnt vor sich selber, aber es mag sich (....winkt seinem Ebenbild zu....).
Es herrscht eine positive Stimmung von Grüßen und Winken, auch wenn Gefahr im Spiel ist.

Liebe Grüße
Cara

Verfasst: 30.09.2006, 21:16
von DasM
wunderbar!!

du hast hier für mich die liebe beschrieben, die aber auch unschöne momente integriert.
das zuwinken bedeutet vertrautheit ( man kennt sich noch ), aber man möchte keine unmittelbare nähe mehr.

sich nur zuwinken zeugt dann doch von distanz, wie auf der anderen strassenseite stehen.


klasse
michael

Verfasst: 01.10.2006, 10:48
von leonie
Liebe Cara, lieber Michael,
danke für Eure Rückmeldungen! Es ist spannend für mich zu lesen, welche Assoziationen dieses kleine Gedicht hervorruft! Ich sage später selbst noch meine eigenen dazu.
Liebe Grüße

leonie

Verfasst: 01.10.2006, 14:00
von Max
Liebe Leonie,

das finde ich in seiner Konzentration wunderschön. Es erinnert mich in der skizzenhaften Verbindung von Natur und Ich an die Vierzeiler von Jan Skacel. Kennst Du den?

Liebe Grüße
max

Verfasst: 01.10.2006, 16:31
von leonie
Lieber Max,

ganz herzlichen Dank, ich freue mich! Jan Skacel kenne ich bisher nicht.

Diese Bank gibt es tatsächlich, ich fahre fast täglich an ihr vorbei. Durch ihre Sitzbank wachsen Brennesseln. In einer Zeit, in der ich mich ziemlich „nutzlos“ fühlte, habe ich sie immer als tröstlich empfunden. Weil sie auch „nutzlos“ und in sich widersprüchlich war. Aber ich mochte sie, z.B. wegen ihrer Farbe, mit der ich viel Schönes assoziiere. Und ich dachte gelegentlich, vielleicht gibt es auch jemanden, der mir eine Bedeutung oder einen Sinn abgewinnen kann.
Das sind meine Ideen dazu, ich habe mich über Eure Rückmeldungen und die Vielzahl des Assoziationen sehr gefreut!

Liebe Grüße
leonie

Verfasst: 01.10.2006, 18:54
von Max
Liebe Leonie,

ich werde Dir etwas Skacel per PN "verabreichen" - hier geht das ja leider nicht.

Liebe Grüße
Max