Stiller
Verfasst: 18.08.2006, 17:05
Ich war
bei den Schlünden,
dachte es
läge in ihnen,
oder an ihnen.
Jetzt bin ich
stiller.
bei den Schlünden,
dachte es
läge in ihnen,
oder an ihnen.
Jetzt bin ich
stiller.
Insgesamt finde ich, dass Dein Gedicht sehr viel Raum für Interpretationen lässt, wer oder was denn die Schöünde sind.
Das "stiller"-Werden am Ende ist mir auch gut bekannt... und das stört mich etwas an dem Gedicht, dass du als Ursache dafür die "Schlünde" anführst, denn wie du richtig sagst, "es kann alles Schlund sein". So sehe ich das auch. Dennoch würde ich nichts mehr ändern, denn es ist ja Kurzlyrik, und da muss man auch mal Kompromisse machen (zumal, wenn ich es in ein Wort packen müsste, wäre "Schlund" wohl kaum die schlechteste Wahl).
Sehr gerne gelesen und nachgedacht!

Nach dem Stillsein kommt das Reden und der Weg zu den Schlünden wird seltener.
