[... wird es still]

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Benutzeravatar
birke
Beiträge: 5696
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 05.03.2026, 15:12

.
wenn alles gesagt ist wird es still*
dann kräht kein hahn mehr
nach den gedanken
einer tacita
folgen töne
die im vakuum verhallen
und ein schweigen
das sich gewaschen hat
mit dem klaren wasser
eines bachs
wenn alles gesagt ist
wird es längst
nicht still


*stefan gwildis
.
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

https://versspruenge.wordpress.com/

jondoy
Beiträge: 1726
Registriert: 28.02.2008

Beitragvon jondoy » 05.03.2026, 18:12

mag den Kontrast zwischen 'anfang' und dem 'ende', die worte dazwischen wirken auf mich wie eine bloße (wort)melodie, austauschbare bebilderte variation, in der sich das auslösende motiv dieses gedankens finden lässt, damit sie wirken kann, die ruhe in der aussage dieser spiegelung
Zuletzt geändert von jondoy am 05.03.2026, 18:18, insgesamt 1-mal geändert.

jondoy
Beiträge: 1726
Registriert: 28.02.2008

Beitragvon jondoy » 05.03.2026, 18:12

.

Benutzeravatar
birke
Beiträge: 5696
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 06.03.2026, 09:33

danke dir, jondoy!
wie genau meinst du das mit der mitte des gedichts, "(wort)melodie" klingt mir gut, aber austauschbar...? immerhin lässt sich wohl das "auslösende motiv des gedankens" finden ;)
[es könnte natürlich darauf hindeuten, dass alles gesagt sei? und eben doch nicht "still" ist, vllt meintest du das so?]
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

https://versspruenge.wordpress.com/


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 14 Gäste