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verloren

Verfasst: 09.11.2014, 18:47
von ecb
du hast mich
so lange ertragen
licht hinter dem dunkel
in dunkel gehüllt
jedes weitere ich
erübrigt sich nun
nur du bist
nicht mehr wegzudenken
du gehst und gehst
die stille wird plötzlich
sehr stark

Verfasst: 09.11.2014, 22:45
von nera
mein erster gedanke: freuds persönlichkeitsanalyse? es- ich- über-ich???? wobei mit dem "du" das "es" gemeint ist, das untebewußte? und mit dem "jedes weitere ich" das über-ich? das ich wird ganz, heil weil es beide seiten genug raum einräumt.? mag sein, ich liege total falsch.

Verfasst: 11.11.2014, 21:32
von ecb
Nein, total falsch liegst du nicht, nera, aber es ist nicht so abstrakt, sondern viel persönlicher gemeint. Ichformen und Ichlosigkeit spielen ja nicht nur in der Freudschen Psychlogie eine Rolle, sondern in sehr viel weitergehenden geistigen Vorstellungen.

Danke dir!
Eva

Verfasst: 15.11.2014, 15:16
von nera
ok, das lyrische ich spricht sein verborgenes "ich" an, etwas/ jemand, das bisher unterging zwischen all den masken des ichs? ein verschwiegenes ich, das dann aber die stille auszufüllen vermag?

lg

Verfasst: 15.11.2014, 19:16
von Xanthippe
ich mag es sehr dieses gedicht. nur einen wunsch hätte ich; könntest du noch einmal über das "ertragen" nachdenken? vielleicht ist "tragen" zu viel, zu stark, aber ertragen passt für mich nicht zu dem schönen poetischen bild der folgenden zeilen.
viele grüße
xanthi

Verfasst: 16.11.2014, 19:55
von ecb
Gleichwohl geht es ja um etwas Überwundenes, daher braucht es das "ertragen".

Vielen Dank euch, eigentlich komt ihr der Sache schon nahe.

Liebe Grüße
Eva