meine kinder sprechen von gott

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 03.07.2014, 21:42

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DonKju

Beitragvon DonKju » 06.07.2014, 07:57

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 06.07.2014, 10:09

Danke, DonKju. Mir ging es zeitweise genauso, ich wollte den Begriff refugee nicht unbedingt dabei haben, tilgte ihn, übersetzte ihn, ersetzte ihn, ließ ihn ganz weg. Aber keine Lösung überzeugte mich bisher. Der "Flüchtende" klänge mir zu freiwillig flüchtend. "Flüchtling" klingt auch komisch mit dem -ling.

Vielleicht so?

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DonKju

Beitragvon DonKju » 06.07.2014, 11:19

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 08.07.2014, 11:56

Hallo Amanita,

der Text gefällt mir gut und ich würde den refugee unbedingt drinlassen! :-) Aus Klanggründen und weil er das "Fremde" schön hineinträgt.
Klanglich stolpere ich etwas bei "zweiliter", da fände ich den "Tetrapak" fast kräftiger und schöner zusammen mit dem gesickert?
Und bei "für`n euro" würde ich "für nen euro" lesen wollen, aber das liegt vermutlich auch an der Sprachregion.

Woran ich aber inhaltlich knabbere ist der Titel. Weshalb ist es für den Text wichtig, dass es die Kinder sind? Habe ich da irgendeinen Hinweis, oder Bezug nicht gesehen?

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 08.07.2014, 12:26

Hallo Flora, danke schön.

Der Bezug ist doch da, wenn auch versteckt: Gott ist für die Kinder der "vielzitierte" alte Mann (mit oder ohne Bart), der längst in die Obdachlosigkeit abgeschoben wurde. Brot und Wein, im Christentum mitunter heilig, werden zu Attributen des Lebens am Abgrund. Die christlichen Aussagen sind noch rudimentär im Gedächtnis, werden aber als Last empfunden - sie haben vielleicht noch 'ne alte Familienbibel, deren Verkauf zu befreien verspricht, allerdings bleibt ein schales Gefühl zurück.

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 08.07.2014, 12:39

Vielleicht ist es das aktive "sprechen", das für mich die Erwartung weckt, jetzt wirklich "kleine" Kinder im Text sprechen zu hören, quasi als Zitat? Ich lese dann aber aus meiner Sicht, was ein Erwachsener daüber denkt, wie Gott heute (von seinen "großen" Kindern) (an)gesehen wird, wozu dann aber das "wir" am Ende wieder nicht passt?
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 08.07.2014, 12:50

Für den Text - ohne Überschrift - gelten gedachte Anführungszeichen.

Die Kinder sind natürlich erwachsen oder zumindest jugendlich.


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