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Dichtung

Verfasst: 27.03.2014, 20:14
von Sigrine
Dichtung

möchte mich genüsslich
in Worten räkeln,
ausbreiten auf meinem
Sprachteppich sinnfließend
ausdrücklich - Stolperfallen
inbegriffen

Inneres nach außen ge-
kehrt, aber wort-
verschleiert, Geheimnis
verwahrt, eingekuschelt
in Wattebilder

spinne meine Sprachfäden
zu einem blickdichten
Kokon, verpuppe
mich unbemerkt,
erwarte
den Aufbruch
des Schmetterlings

Verfasst: 06.04.2014, 16:41
von Eule
Hallo Sigrine ! Fantasievoll, flüssig und schnell lesbar fand ich diesen Text über die Dichtung. Versuch doch mal, mehr "Ver"dichtung zu riskieren. Aussagen und Bildkonturen werden dann, oft scheinbar paradoxerweise, deutlicher und poetischer zugleich. ;-)

Verfasst: 09.04.2014, 21:47
von Sigrine
Hallo Eule,

herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Bei anderen Inhalten arbeite ich auch gerne mit mehr Verdichtung. Im Fall von "Dichtung" empfinde ich Inhalt und Form so als stimmig.

Grüße

Sigrine

Verfasst: 10.04.2014, 01:19
von Klimperer
Ich teile Eules Meinung:

Was, außer einem Schmetterling, darf ich nach einem Kokon erwarten?