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das nötige liegt im flüchtigen

Verfasst: 21.10.2013, 11:00
von Niko
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Verfasst: 21.10.2013, 16:12
von Amanita
Hallo Niko,


die Überschrift lässt mir zu wenig Raum zum Atmen, zumal ich anderer Ansicht bin: Das nötige ist gerade nicht flüchtig, sondern nervt eher durch seine Permanenz.

Die schneeminute finde ich sehr gut, um das Flüchtige zu benennen. Aber warum muss der Tag "erneut" "vertauen"? Die Schneeminute vergeht doch ohnehin.

einzigartig zerbrechlich ist für mich ebenfalls verzichtbar, genau wie "etwas das(s? muss weg, oder?) in den sternen steht". Die Geburt der Kristalle fände ich nicht nur stark genug, sondern in ihrer isolierten Form nicht abgeschwächt durch das, was in Deiner Fassung dann noch kommt.

Mit dem Schluss habe ich nochmal Probleme, aber im Moment komme ich nicht dazu, das zu begründen.

Verfasst: 22.10.2013, 11:40
von Amanita
P. S. Wie wäre es, in der Überschrift einfach das "liegt" zu tilgen? Dann wäre es kein Statement mehr.

Verfasst: 22.10.2013, 13:07
von Mucki
Hi Niko,

ich stimme Amanita zu, was Titel und Inhalt betrifft. Hier würde ich stark kürzen, nach dem Motto 'weniger ist mehr'. Die "schneeminute" ist bärenstark, deshalb würde ich sie nicht wiederholen. Es enthält so viel, so dass damit fast schon alles gesagt ist. Meine Idee ginge in etwa in diese Richtung, nur als Anregung ("mich" anstelle "sich"):

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Vermutlich ist dir dies zu radikal gekürzt, doch die Essenz dieses Kleinen hat es wirklich in sich, finde ich.

Liebe Grüße
Gabi

Verfasst: 24.10.2013, 11:37
von Dohle
Lieber Niko,
das ist ein schönes Gedicht, denn ich kann mich mit dem lyrischen Ich gut identifizieren.
Auch wenn ich kein Wintersportfan bin, so ist es doch so, dass Naturereignisse - und Begebenheiten mir oft helfen "klar zu sehen" und mich weitestmöglich zu öffnen für die Welt. Dies gelingt leider oft nur für einen Moment oder eine begrenzte Weile - im bestenfall kommt es aber sogar zu einer Art Epiphanie. Für dieses Erlebnis ist dann charakteristisch, dass es flüchtig ist. In einer solchen Situation gelingt es am besten "sich selbst zu benennen" und nicht selten ist dann der Stift zur Hand und ein gedicht geschrieben.
Ich finde dein Gedicht gut wie es ist und würde nichts daran ändern
beste grüße
Dohle

Verfasst: 24.10.2013, 16:17
von Niko
kritikmäßig steht es ja jetzt 2:1 ;-)

aber ich habe ehrlich gesagt drauf gewartet und drauf gehofft, dass sich da noch jemand meldet, der es so versteht, wie ich es meinte. danke dohle, dein kommentar zeigt mir, dass ich nicht ganz am leben vorbei schreibe. du bist meinem dichterischen ausgangspunkt ganz nahe.

liebe amanita und gabriella,
ich glaube, die unterschiede beim betrachten des textes liegt darin, dass man "das nötige" halt unterschiedlich auffassen kann, wie amanitas kommentar ja deutlich macht.

ich werd's also erstmal so belassen.

liebe grüße: niko