Die Beschränktheit in einer Sache immer ihr Gegenteil zu sehen,
im Überfluss den Mangel,
im Dunklen das Licht.
Verschränkungen, indem man die Zukunft mit der Vergangenheit kreuzt.
Die Stimme fehlt, das Kind, das an dem Alter dreht.
Verwechslung ist auch so ein Wort.
Mein Großvater war Förster. Er brachte mir alles über Wildwechsel bei (die Trennung von Gut und Böse, und wie man es kreuzt, um zu überleben).
Er befand sich immer ein wenig oberhalb des Lebens (wie der Mondschein als einziges Licht in der Mitte des Hausflurs, Tunnel der Kindheit – Geburtskanal).
Wir strecken uns aus, an den Übergängen von Erinnern und Verlust findet Leben statt. Ein Wildwechsel von der Kreuzung in die Lichtung, vom Wort in die Überschreibung, von der Lüge in die Gewissheit, vom Widerstand (Mangel) in die Überwindung (Fülle). Ein Wechsel von den unerfüllten Wünschen in eine Kinderhand, die verschwindet in der Hand des Försters.
Wildwechsel
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Niko
ich stolpere etwas, liebe xanthi über den zusammenhang von wildwechsel die in klammern gesetzte erläuterung: (die Trennung von Gut und Böse, und wie man es kreuzt, um zu überleben).
für mich hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. klar kann man beim assoziieren von wil und wechseln irgendwie die kurve kriegen, aber mir gelingt das hier nicht durchgängig.
und ich muss sagen: diese klammern hauen mich aus dem lesefluss raus. an manchen stellen halte ich sie für völlig überflüssig. manchmal bekomme ich den eindruck, klammern würden gesetzt, um dem text eine aufwertung zu geben. ich denke: weniger ist oft!!! mehr. zb. hier:
warum nicht so?
Mein Großvater war Förster. Er brachte mir alles über Wildwechsel bei. Die Trennung von Gut und Böse, und wie man es kreuzt, um zu überleben.
Er befand sich immer ein wenig oberhalb des Lebens,wie der Mondschein als einziges Licht in der Mitte des Hausflurs, Tunnel der Kindheit – Geburtskanal.
was spräche dagegen???
also das mit den klammern.....da müsste man mal im café einen faden eröffnen.
liebe grüße: niko, klammerlos. meist.gif)
für mich hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. klar kann man beim assoziieren von wil und wechseln irgendwie die kurve kriegen, aber mir gelingt das hier nicht durchgängig.
und ich muss sagen: diese klammern hauen mich aus dem lesefluss raus. an manchen stellen halte ich sie für völlig überflüssig. manchmal bekomme ich den eindruck, klammern würden gesetzt, um dem text eine aufwertung zu geben. ich denke: weniger ist oft!!! mehr. zb. hier:
Mein Großvater war Förster. Er brachte mir alles über Wildwechsel bei (die Trennung von Gut und Böse, und wie man es kreuzt, um zu überleben).
Er befand sich immer ein wenig oberhalb des Lebens (wie der Mondschein als einziges Licht in der Mitte des Hausflurs, Tunnel der Kindheit – Geburtskanal).
warum nicht so?
Mein Großvater war Förster. Er brachte mir alles über Wildwechsel bei. Die Trennung von Gut und Böse, und wie man es kreuzt, um zu überleben.
Er befand sich immer ein wenig oberhalb des Lebens,wie der Mondschein als einziges Licht in der Mitte des Hausflurs, Tunnel der Kindheit – Geburtskanal.
was spräche dagegen???
also das mit den klammern.....da müsste man mal im café einen faden eröffnen.
liebe grüße: niko, klammerlos. meist
.gif)
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Klimperer
Die Interpunktion ist so eine Sache, die, im Grunde, niemand vollkommen beherrschen kann, weil die Sprache an sich ist etwas Unvollkommenes, wie alles Menschliche.
Die Grammatik ist ja etwas Nachträgliches, der Versuch, Ordnung in dem Chaos zu bringen.
Konventionen.
Was die Lyrik anbelangt, es ist interessant, wie man hier versucht, ganz auf jede Art von Interpunktion zu verzichten, und es klappt: Der Leser selbst setzt die Pausen, wo er will, nein, er muss sie an die richtigen Stellen setzen, wenn er den Text verstehen will.
Gedanken, Nebengedanken, Erklärungen.
Ich gebe Niko Recht, hier könnte man ruhig auf die Klammern verzichten.
Sehr beeindruckt mich dieses Gedicht, das ich lange noch nicht verstanden habe.
Die Grammatik ist ja etwas Nachträgliches, der Versuch, Ordnung in dem Chaos zu bringen.
Konventionen.
Was die Lyrik anbelangt, es ist interessant, wie man hier versucht, ganz auf jede Art von Interpunktion zu verzichten, und es klappt: Der Leser selbst setzt die Pausen, wo er will, nein, er muss sie an die richtigen Stellen setzen, wenn er den Text verstehen will.
Gedanken, Nebengedanken, Erklärungen.
Ich gebe Niko Recht, hier könnte man ruhig auf die Klammern verzichten.
Sehr beeindruckt mich dieses Gedicht, das ich lange noch nicht verstanden habe.
Hallo Xanthi,
ein Text, den ich öfter lesen muss und will. Ob es für mich ganz aufgehen wird, oder doch zu sehr in sich verschlossen und verschränkt bleibt, kann ich noch nicht sagen, aber soviel weiß ich schon: .-) Auf die Klammern könnte ich nicht verzichten, weil sich dann die Bedeutung verschiebt.
Er brachte mir alles über Wildwechsel bei (die Trennung von Gut und Böse, und wie man es kreuzt, um zu überleben). Die Klammern sind für mich die (innerlichen) Kommentare, eine später hinzugekommene "Erkenntnis" und Sichtweise des LIch. Ließe man die Klammer weg, wären es hier z.B. die Gedanken des Großvaters, die er so benannt und vermittelt hat.
Liebe Grüße
Flora
ein Text, den ich öfter lesen muss und will. Ob es für mich ganz aufgehen wird, oder doch zu sehr in sich verschlossen und verschränkt bleibt, kann ich noch nicht sagen, aber soviel weiß ich schon: .-) Auf die Klammern könnte ich nicht verzichten, weil sich dann die Bedeutung verschiebt.
Er brachte mir alles über Wildwechsel bei (die Trennung von Gut und Böse, und wie man es kreuzt, um zu überleben). Die Klammern sind für mich die (innerlichen) Kommentare, eine später hinzugekommene "Erkenntnis" und Sichtweise des LIch. Ließe man die Klammer weg, wären es hier z.B. die Gedanken des Großvaters, die er so benannt und vermittelt hat.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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ecb
Interessante gedankliche Ansätze, auf die ich mich einlassen kann, und interessant für mich auch der Wechsel von abstrakter Begrifflichkeit und erlebten Bildern - das kann man sich in lyrischer Prosa schon mal erlauben.
Einigermaßen stolpere ich über das Postulat der ersten Zeile (in die außerdem meiner Meinung nach im Anschluß an "Beschränktheit" ein Komma gehört). Das erscheint mir rein gedanklich durch das Folgende uneingelöst, auch nach mehrfacher Lektüre.
Dagegen die Anspielungen an die symbolische Bedeutung und Rolle des Försters in intimer Verbindung mit eigenen Kindheitserfahrungen - das hat schon was.
Liebe Grüße
Eva
Einigermaßen stolpere ich über das Postulat der ersten Zeile (in die außerdem meiner Meinung nach im Anschluß an "Beschränktheit" ein Komma gehört). Das erscheint mir rein gedanklich durch das Folgende uneingelöst, auch nach mehrfacher Lektüre.
Dagegen die Anspielungen an die symbolische Bedeutung und Rolle des Försters in intimer Verbindung mit eigenen Kindheitserfahrungen - das hat schon was.
Liebe Grüße
Eva
Vielen Dank für eure zahlreichen und ausnahmslos hilfreichen Anmerkungen zu meinem unfertigen Gedicht. Ich kann und will noch nicht auf die einzelnen Kommentare eingehen. Nur so viel vielleicht: Ich bin Flora sehr dankbar, dass sie in Worte gefasst hat, was ich nur diffus gefühlt habe.
"Die Klammern sind für mich die (innerlichen) Kommentare, eine später hinzugekommene "Erkenntnis" und Sichtweise des LIch." Genau so ist es. Für mich!.
Danke und ein schönes Wochenende euch allen.
"Die Klammern sind für mich die (innerlichen) Kommentare, eine später hinzugekommene "Erkenntnis" und Sichtweise des LIch." Genau so ist es. Für mich!.
Danke und ein schönes Wochenende euch allen.
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Niko
"Die Klammern sind für mich die (innerlichen) Kommentare, eine später hinzugekommene "Erkenntnis" und Sichtweise des LIch." Genau so ist es. Für mich!.
das, liebe xanthi, verstehe ich. und auch wiederum nicht. denn ein gedicht, dass ganz offensichtlich rückbetrachtend ausgelegt ist, hat - wenn man es deutlich macht, die "erkenntnis späterer jahre" mit eingebunden und braucht darum die klammern meines erachtens nicht. da gibt es andere möglichkeiten.
es ist wie in dem zitierten: das "innerlichen" braucht keine klammern. du möchtest die innerlichen kommentare von den "äußerlichen" kommentaren abgrenzen. ok. aber du meinst ohnehin in weiterem bezug NUR die innerlichen.
.gif)
aber um das mal klar zu sagen: ich bin kein feind von klammern. aber manchmal spürt man (als außenstehender!!!), dass es immer mehr ein fitzelchen zu viel ist, das es sich einschleicht als eine art allzweckwaffe, die man gut, gekonnt und evtl. ja auch imponierend einsetzen kann. man läuft gefahr, nicht mehr wirklich und ernsthaft darüber zu reflektieren, ob die klammern notwendig sind, oder einfach nur bequem und eine lyrische marotte.
du bist ja nicht die einzige, die mit klammern verhäuft arbeitet. und manchmal hat es für mich einen anflug von mode, tick, schickheit...-was weiß ich. aber ich vermisse die wirkliche notwendigkeit. und ich finde, das geschriebene sollte im kontext notwendig sein und sinnhaft.
liebe grüße: niko
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