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tempus fugit

Verfasst: 22.09.2013, 10:26
von Niko


tempus fugit


zeit für restbestände
für das reinigen staubbeschichteter tische
zeit zum manifestieren
der randbemerkungen
der letzten notizen und fragmente

es ist zeit
haken zu setzen
das "noch nie" auszumerzen
und auch das "immer"

nicht mehr über risse in mauern nachdenken
sondern sie verursachen

es wird zeit
denn sie macht keine gefangenen


.

Verfasst: 22.09.2013, 10:51
von Klimperer
RECTE DICES, NIKE: NOS IPSE SOLUTIONEM IN MANIBUS HABEMUS.

Ego hodie ad urnam vado!

VALE

Verfasst: 24.09.2013, 13:04
von Niko
hallo klimperer,

mein kleines latrinum ist zwar schon ne weile her, aber das hab ich noch so grad übersetzen können :-)

danke für's lesen und kommentieren!

tot ziens - niko
(Gesendet mit meinem Brain)

Verfasst: 25.09.2013, 19:16
von ecb
Wie manifestiert man Randbemerkungen? - Sie sind doch schon eine Manifestation ...
Und solche Latinismen (ich meine "manifestieren") machen sich auch nicht besonders gut in einem lyrischen Text. Und sie machen sich auch besser als Verben statt als Nomen - "zum manifestieren" finde ich nicht besonders glücklich. Die ersten fünf Zeilen würde ich noch mal überarbeiten, Niko.

Denn es würde sich lohnen - das Gedicht steigert sich fulminant ins Alters-Anarchistische und gipfelt für mich in der letzten Zeile, die ich allerdings ziemlich genial finde.

Liebe Grüße
Eva

Verfasst: 25.09.2013, 19:26
von Niko
danke, eva,

und du hast recht, was das "manifestieren" angeht. ich hatte den bezug eigentlich anders gewollt. aber klar: man kann das kaum erkennen. hinter manifestieren war ein sozusagen gelesener punkt. und die zeit sollte dann weiter übergreifen. aber das funktioniert nicht. sehe ich auch so. danke für den hinweis.
das "warum" habe ich übrigens im gleichen zuge ausgetauscht gegen "immer"

danke für's lesen und gedanken schreiben :-)

beste grüße - niko
(Gesendet mit meinem Brain)