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Regen im August

Verfasst: 10.09.2013, 11:26
von Rita
Regen im August

Der Himmel hält sich mehr als nur bedeckt,
Berlin verschläft die nasse Regenwoche,
die Straßen sehen aus jetzt wie geleckt.
Ist wohl des Sommers traurigste Epoche.

Und Sonntag ist. Da muss man gar nichts sagen,
man hat sich an das Wetter schon gewöhnt.
Bald jeder zählt die Zeit nach Regentagen,
womit sich dieser Sommer hämisch krönt.

Das Grau beherrscht die Szene unverdrossen.
Mein Gott, wann nimmt das nur ein Ende!
Als hätte unser Sommer längst geschlossen.
Und du sitzt da und faltest bloß die Hände.

Verfasst: 17.10.2013, 08:15
von Niko
hallo rita,

ich schreibe nur mal meine veränderungsvorschläge auf.


Regen im August

Der Himmel hält sich mehr als nur bedeckt,
Berlin verschläft die nasse Regenwoche,
die Straßen sehen aus wie frisch geleckt.
Ist wohl des Sommers traurigste Epoche.

was ich nicht verändern kann, so ohne weiteres ist der bezug, der ein bisschen in der reihenfolge hinkt. die "traurigste epoche" bezieht sich wohl auf die "regenwoche". aber so wie du es schreibst, sind die geleckten straßen die traurigste epoche. ich weiß, ich weiß: ein ort kann keine epoche sein. dennoch finde ich das hier nicht klar genug bezogen.

Und Sonntag ist. Da muss man gar nichts sagen,
man hat sich an das Wetter schon gewöhnt.
Bald jeder zählt die Zeit nach Regentagen,
mit denen sich der Sommer hämisch krönt.

"womit" hört sich nach meinem grammatikalischen verständnis nicht passend an.

Das Grau beherrscht die Szene unverdrossen.
Mein Gott, wann setzt du diesem Mist ein Ende! (oder: Mein Gott, wann nimmt das Ganze nur ein Ende!)
Als hätte unser Sommer längst geschlossen,
sitzt du nur da und faltest bloß die Hände.

in deiner variante der letzten strophe stimmt die metrik in zeile zwei nicht.
auch hier ist durch das - legitime - weglassen der anführungszeichen einer wörtllichen rede das bezugnehmen nicht klar genug. die dritte zeile mehr verbinden mit der letzten zeile finde ich hier hilfreich, flüssiger, stimmiger.

grüße - niko
PS: wenn um ein thema wie regenwoche oder dauerregen geht, wäre ja vielleicht zu überlegen, den titel nicht "regen im august" sondern "august im regen" zu nennen... :-)

Verfasst: 21.10.2013, 17:33
von wolpertinger
Hallo Rita,
zum Inhalt gibt es hier ja nichts weiter zu sagen, denn es ist eine einfache Beschreibung eines Schlechtwettertages.
Nur zu den einzelnen Versen:
dieses sich zum Reimen zwingen bringt (wenn man es nicht wirklich sehr gut kann), Sätze, die u.U. nicht gut werden.
1. und 2. Vers zum Beispiel. und ganz besonders der 1. Vers in der 2. Strophe. Nimm es mir bitte nicht übel, aber auf diesen Satz würde mancher möglicherweise zu Dir sagen: Na dann lass es doch bleiben.
Und dann besteht dabei natürlich immer die Gefahr, dass man am Ende eines Verses ahnt, was sich als nächstes darauf reimen wird. Mir ging es in der letzten Strophe so z.B. bei Ende und Hände.
Du hast offenbar ein sehr gutes Gefühl für Rhythmus, das ist auch vorteilhaft für andere Formen.
Grüße
Wolf