Im Sommer

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Dictor

Beitragvon Dictor » 02.09.2013, 00:35

Im Sommer, Du denkst, es wird alles wieder gut,
tagsüber breitet sich eine unerklärlich heitere Stimmung aus,
das Meer wird eins mit dem Licht, die Sonne hängt an jedem Baum
Nachts ist es nicht schlecht allein mit den Sternen zu sein
man kann sich probeweise auch zurückziehen,
niemand werden,
nicht sein.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 02.09.2013, 13:19

Hallo Dictor,

ich habe deinen Text von der Rubrik "Blauer Salon" nach "Lyrik - themenunspezifisch" verschoben, da in der Rubrik "Blauer Salon" keine Texte eingestellt werden, es sei denn, sie beziehen sich auf das Monatsthema und der Autor wünscht keine Kommentare. In diesem Fall bitte den Text nicht extra einstellen, sondern als Antwortposting in den Monatsthemen-Faden einstellen.

Saludos
Gabriella

ecb

Beitragvon ecb » 02.09.2013, 18:43

Nicht ungern gelesen, Dictor, der kleine Text spricht zu mir. Obwohl ich die Zeile

das Meer wird eins mit dem Licht, die Sonne hängt an jedem Baum


als lyrisch etwas abgegriffen empfinde, da sollte etwas Originelleres möglich sein, das auf das Ambivalente des Stimmungsbildes verweist.

Und da du ja doch Wert auf Zeichensetzung, sowie Groß- und Kleinschreibung zu legen scheinst, schlage ich Folgendes vor:

Im Sommer; du denkst, es wird alles wieder gut.
Tagsüber breitet sich eine unerklärlich heitere Stimmung aus,
das Meer wird eins mit dem Licht, die Sonne hängt an jedem Baum.
Nachts ist es nicht schlecht, allein mit den Sternen zu sein,
man kann sich probeweise auch zurückziehen,
niemand werden,
nicht sein.


Ich freue mich darauf, weitere Texte von dir kennenzulernen.

Liebe Grüße
Eva

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 02.09.2013, 19:28

Auch nicht ungern gelesen.

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Eule
Beiträge: 2055
Registriert: 16.04.2010

Beitragvon Eule » 06.10.2013, 16:04

Von mir sogar ein "sehr gern" gelesen. Das ungewöhnliche Textbild, die teils arhythmischen, aber bildbetonten Zeilen, ein inhaltlicher Kontrapunkt zwischen Beginn und Ende, entsprechen meiner Begeisterung für Experimentelles. :-)
Zuletzt geändert von Eule am 26.10.2013, 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.

wolpertinger

Beitragvon wolpertinger » 26.10.2013, 17:39

Hallo Dictor,
ein interessanter Gedanke, aber leider habe ich da ein paar Einwände:
Der 3. Vers wäre für mich ein ein schiefes Bild, wenn es nicht ein sehr abstraktes sein sollte, was wiederum nicht zu dem gesamten Text passt. Ich meine, du solltest Dich bei dem Bild entweder auf Meer oder Bäume festlegen. Es würde ja auch niemand sagen (das ist natürlich überspitzt): Der Hund hat ein schönes Fell, ich liebe Katzen.
Dann finde ich das "Du" nicht gut, weil ich meine, dass Dichter sich nicht hinter "Du" oder "man"verbergen sollten, unabhängig davon kann so etwas unter Umständen auch den Eindruck des Belehrens hinterlassen. Aber das ist eher eine persönliche Ansicht, denn es steht ja in vielen Gedichten. (Fast hätte ich jetzt geschrieben: "man" liest es in vielen Gedichten.
Und zuletzt möchte ich noch anmerken, dass ein Zurückziehen auf so etwas wohl nicht probeweise geht. :=)
Grüße
Wolf


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