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auf bewährung

Verfasst: 23.08.2013, 20:20
von ecb
immer lebe ich
am beginn
des vergangenen

wo dich ansiedeln
ombra adorata

im unvorhandenen
schufen wir uns
ein repertoire

schreiben alles um

Verfasst: 24.08.2013, 09:32
von Klimperer
Hallo Eva,

ich habe mich im Internet schlau gemacht ... "Geliebter Schatten..." "Wo dich ansiedeln"....

Ein schönes Gedicht. Ob da die Wehmut deiner nördlichen Gegend mitschwingt?

LG
Carlos

Verfasst: 25.08.2013, 22:17
von ecb
"angebeteter schatten" - und wehmütig sind doch nicht nur die Nordlichter, stimmt´s? :engel:

danke dir, Carlos!

Liebe Grüße
Eva

Verfasst: 26.08.2013, 08:58
von Ylvi
Hallo Eva,

wieder sehr gern gelesen ... aber der Titel steht mir ein wenig im Weg, will irgendwie für mich ganz woanders hin, scheint mir auch zu direkt für den Schatten, den Ton des Gedichtes?

Was mich auch ein wenig irritiert ist die Zeitverschiebung vom "schufen" zum "schreiben". Und ich kann den Schlüssel dazu, der vielleicht in der ersten Strophe steckt, nicht herumdrehen, so dass es sich mir ganz erschließt. Ist das Repertoire schon vollständig, kann es das überhaupt sein, wird es nicht immer erweitert?

Liebe Grüße
Flora

Verfasst: 27.08.2013, 21:38
von ecb
In gewissem Sinne schon, Flora, das Repertoire ist hier als Grundlage oder Fundus zu verstehen, von dem zwar nicht ausgeschlossen ist, daß er sich noch erweitert, der aber fortlaufend variiert und umgestaltet wird - von daher Vergangenheit und Gegenwart.

Der Titel bezieht sich ein wenig auf auf den Umstand, daß Dinge immer wieder "umgeschrieben" werden müssen, um zu halten - was eine mehrdeutige Angelegenheit ist, daher die Anspielung des Titels auf einen "rechtlichen" Terminus.
Ganz froh bin ich allerdings damit auch nicht, weiß nur nicht, welcher Titel auf diese Ambivalenz hindeuten könnte.
"zur bewährung ausgesetzt" vielleicht? - Unschlüssig.

Vielen Dank für deine Gedanken und liebe Grüße
Eva