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Jubelfrist
Verfasst: 13.08.2013, 12:38
von Eule
Jubelfrist
lufthöhlen ganz
blauadrig fällt
das erste blatt im
minutentakt des
neuen morgen
nur wenig zeit
ein geraschel
verdunkelt
Verfasst: 16.08.2013, 09:45
von Klimperer
Geht der Sommer langsam, unmerklich, zur Neige ...?
Schnee Gedichte lauern schon im Hinterkopf,
jenseits der Herbstbrücke.
Wir könnten das Geraschel der gefallenen Blätter hören, wäre das Geräusch nicht durch die laute Umwelt verdunkelt.
Verfasst: 16.08.2013, 12:33
von birke
sehr atmosphärisch, eule, mag ich!
("lufthöhlen", müsste das nicht auch groß geschrieben werden hier?)
lg,
birke
Verfasst: 16.08.2013, 13:17
von Amanita
Vielleicht ist das als Verb gemeint, Birke?
Verfasst: 16.08.2013, 21:58
von Eule
Hallo Klimperer, birke und Amanita, danke für Eure lobenden Kommentare ! Die Groß-/Kleinschreibung ist nicht einheitlich, eigtl sollte alles außer dem Titel kleingeschrieben sein, was ich nun nachträglich geändert habe. Danke für den Hinweis !
Verfasst: 17.08.2013, 10:57
von Amanita
Ich finde das Gedicht sehr schön, Eule - aber der Titel... der hat für mich was (fast) Abweisendes... sowohl "Jubel" als auch "Frist".
Verfasst: 17.08.2013, 12:53
von birke
Amanita hat geschrieben:Ich finde das Gedicht sehr schön, Eule - aber der Titel... der hat für mich was (fast) Abweisendes... sowohl "Jubel" als auch "Frist".
ja, das geht mir ähnlich, vor allem will er mir auch nicht so recht zum gedicht passen?
aber vielleicht ist ja dieser gegensatz gerade gewollt?
lg,
birke
Verfasst: 18.08.2013, 15:19
von Eule
Hmja, Amanita und birke, in diesem Text steckt viel Ambivalentes und der Titel verräts ...
Verfasst: 18.08.2013, 17:37
von Amanita
Das ist es ja gerade: Ich entdecke im Titel nichts Ambivalentes, sondern zuviel Biederkeit mit Zierat für das Gedicht.
Verfasst: 18.08.2013, 17:49
von allerleirauh
huhu eule,
ich hatte schon beim ersten lesen den genitiv im vers 4/5 im sinn. müsste es nicht korrekterweise heißen:
"im minutentakt des neuen morgens"?
lga
Verfasst: 18.08.2013, 18:51
von Pjotr
Zwar verstehe ich seinen Inhalt noch nicht, aber der Text klingt für mich ausgesprochen musikalisch und rund, und das trotz der rhythmischen Verschiebungen in Zeile 3 & 4, aber genau die bringen den Takt so schön ins Rollen.
Jonglierender Wohlklang.
P.
Verfasst: 18.08.2013, 20:36
von Eule
Hallo allerleihrauh, da habe ich auch länger darüber nachgedacht. Die Möglichkeiten der Kleinschreibung lassen aber eine andere Leseweise zu: ein morgen, das nicht den Tagesanfang meint. Und Dank für Pjotrs Worte.