eines tages kam ein fisch
vom seltersweg zur walltorstrasse
er suchte das gewerkschaftshaus
wo ist denn das
fragte es einen passanten
nicht lockerlassen
sagte der
weiterfragen
er ließ nicht locker
aber er suchte schon nicht mehr
er wollte sich setzen
er setzte sich auch
neben ihm saß
goethe
gehen sie
sagte der
die wüste die sie suchen
liegt im meer
er sah goethe an
wie man fremde ansieht
die plötzlich zu freunden werden
der fisch tat wie es der dichter gesagt
die nächste geschichte geht so
es war einmal ein dichter
der die stadt regierte
es machte ihm großen spass
zumal er jeden tag sägemehlbrot bekam
alle sagten ihm
das brenne in der luft und
mache ihn noch stärker
der dichter wollte gerne stark sein
er hatte einen kampf mit einem anderen dichter auszutragen
er fürchtete sich davor
nachts träumte er von blauen tabletten die ihm halfen
dann kam der große tag
kein mensch war auf der strasse
alle befanden sich beim kampf im ruinenviertel
der dichter winkte
der andere winkte zurück
wie geht’s fragte der andere
kann nicht klagen sagte er, nur mein fuß er tut weh
bist gelaufen, fragte der andere
: ja, man wollte mich hertragen, aber mir fehlte der mut
: bei mir war es genauso
da lachten beiden
gaben sich die hand und tranken in der umliegenden kneipe
den ganzen sauerkrautsaft aus
ein fisch
-
RäuberKneißl
Milchsauer, nicht wahr (der Sauerkrautsaft)?
Das ist ein sehr !-Gedicht, wonneproppig mit wehmütigem Unterton.
Grüße
Franz
PS: evtl. es machte ihm großen spaß ?
Das ist ein sehr !-Gedicht, wonneproppig mit wehmütigem Unterton.
Grüße
Franz
PS: evtl. es machte ihm großen spaß ?
Estragon hat geschrieben:eines tages kam ein fisch
vom seltersweg zur walltorstrasse
er suchte das gewerkschaftshaus
wo ist denn das
fragte es einen passanten
nicht lockerlassen
sagte der
weiterfragen
er ließ nicht locker
aber er suchte schon nicht mehr
er wollte sich setzen
er setzte sich auch
neben ihm saß
goethe
gehen sie
sagte der
die wüste die sie suchen
liegt im meer
er sah goethe an
wie man fremde ansieht
die plötzlich zu freunden werden
der fisch tat wie es der dichter gesagt
die nächste geschichte geht so
es war einmal ein dichter
der die stadt regierte
es machte ihn großen spass
zumal er jeden tag sägemehlbrot bekam
alle sagten ihm
das brenne in der luft und
mache ihn noch stärker
der dichter wollte gerne stark sein
er hatte einen kampf mit einem anderen dichter auszutragen
er fürchtete sich davor
nachts träumte er von blauen tabletten die ihm halfen
dann kam der große tag
kein mensch war auf der strasse
alle befanden sich beim kampf im ruinenviertel
der dichter winkte
der andere winkte zurück
wie geht’s fragte der andere
kann nicht klagen sagte er, nur mein fuß er tut weh
bist gelaufen, fragte der andere
: ja, man wollte mich hertragen, aber mir fehlte der mut
: bei mir war es genauso
da lachten beiden
gaben sich die hand und tranken in der umliegenden kneipe
den ganzen sauerkrautsaft aus
Ich habe auch wehmütig lächeln müssen, weil das Gedicht (vermute ich) in Gießen spielt. Vielleicht sitzt der Fisch in der Kneipe Domizil, die ist, glaube ich, in der Walltorstraße oder in der Nähe. Bin aber schon lange nicht mehr dort gewesen.
Grüße von Zefira (auch ein Fisch)
Grüße von Zefira (auch ein Fisch)
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
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