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vogelscheuche mein kopf (vorher: mein feld)

Verfasst: 13.06.2013, 19:44
von fenestra
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Verfasst: 13.06.2013, 20:39
von pjesma
ich mag das :-)
mein walnußbaum mag es auch :-)
lg, pjesma

Verfasst: 13.06.2013, 21:11
von Mucki
Hallo fenestra,

eine sehr spannende Idee hast du hier zu Papier gebracht. Echt klasse. Es regt mich zum Nachdenken an. Welches Feld trage ich wohl auf meinen Schultern ... ich glaube, es geht in Richtung Maisfeld, jedenfalls sehr oft.
Fein, fein das!

Liebe Grüße
Gabi

Verfasst: 15.06.2013, 22:25
von fenestra
Ein Walnussbaum, Pjesma? Wie schön, dann bleiben die Mücken fern. Allerdings gibts im Herbst Kopfnüsse ...

Gabi, ja, ich erinnere mich, dass du von einem Hochertragsfeld berichtet hattest (könnte also Mais sein), das so lange auf deinen Schultern lag, bis der Boden völlig ausgelaugt war. Daher hoffe ich, dass es jetzt eher eine Blumenwiese ist. ;)

Habe jetzt den Text doch noch weiter verdichtet. Bin aber noch nicht sicher, wie die Endversion sein soll.

Viele Grüße
fenestra

Verfasst: 16.06.2013, 08:43
von Ylvi
Hallo fenestra,

eine herrliche Idee, die einem bleibt. Man fragt sich wirklich, was für ein Feld man wohl (dieses Jahr) trägt, oder was andere darauf einpflanzen würden, darauf sehen.
Deine Bearbeitung funktioniert diesmal für mich aber nicht. Mir geht da zu viel verloren, auch an Klang. Der etwas erzählendere Ton passt hier besser für mich. Ab der Zeile:
manchmal wünsche ich mir einen hagelschauer
würde ich überhaupt nichts mehr ändern. Das finde ich ziemlich perfekt in deiner ersten Version.

Was mich ein wenig aus dem Gedicht wirft, sind einzelne Beschreibungen, die für mich nur für ein reales Feld stimmig sind, aber nur schwer übertragen gelesen werden können. Das macht das Bild für mich zu eng und es kippt dann auch in die Übertreibung, so dass das Feld von der Schulter rutscht. .-)

im frühjahr wurde gepflügt und gedrillt

wie viele tonnen getreide wird die ernte ergeben

mit lärm und staub verbunden


Das würde ich rausnehmen.

nachts scheint der mohn
aufzusteigen
legt sich über meine augen
Diese Kürzung und Zusammenstellung als Strophe finde ich wieder sehr stimmig. Sehr schön.

Der neue Titel gefällt mir gut. Ich würde ihn nur zur alten Version umstellen. mein kopf eine vogelscheuche

Liebe Grüße
Flora

Verfasst: 16.06.2013, 21:53
von fenestra
Liebe Flora,

es freut mich, dass dir das Motiv gefällt. Aufgrund deines Kommentars habe ich mir beide Versionen nochmal in Ruhe durchgelesen. Ich bin eben doch mehr Lyrikerin, mir liegt das Verkürzte mehr. Das Erzählgedicht ist mir zu redundant und ich finde, es geht nichts verloren, eher gibt es noch die eine oder andere Doppelbödigkeit als Zugabe. Aber ob lyrisch oder prosaisch, das ist natürlich auch ein bisschen Geschmackssache.

Zu den von dir angemerkten Stellen:

Gepflügt und gedrillt - das brauche ich unbedingt, denn es zeigt den Schmerz, den Drill, der mit Arbeitsprozessen verbunden ist. Dann die tonnenschwere Last und schließlich auch Lärm und Staub, den man aufwirbelt bei der "Ernte", also der Ablieferung der Ergebnisse. Das ist für mich alles leider kein bisschen übertrieben, wenn du verstehst, was ich meine.

Die Überschrift hatte ich erst so, wie du sie anregst. Das wäre auch durchaus möglich. Allerdings war mir das zu symmetrisch zu der ersten Zeile, daher habe ich es umgestellt und finde dies jetzt einen kleinen Deut besser.

Danke trotzdem für die Denkanstöße, auch wenn sie diesmal zu keiner Änderung führen werden.

Viele Grüße
fenestra