Beitragvon scarlett » 27.05.2013, 22:25
hallo fenestra,
hab dank für deine rückmeldung.
was die nacht der straße anbelangt- ja, ich überlege, da in deinem sinne zu kürzen.
ich bin mir nur nicht sicher, ob dann der von mir intendierte inhalt erhalten bleibt.
ist denn dann noch klar, dass die nacht - jetzt ohne zusatz - nicht die nacht zwischen li und ld ist, sondern eine fremde, die sich mit ihrer aufgeladenen atmosphäre, mit ihrer schwüle und knisternden erotik von der straße her ins zimmer drängt?
ich denke noch darüber nach, wie gesagt, aber ich tendiere mittlerweile eher dazu, das risiko einzugehen und den zusatz zu streichen.
was die beiden! kommata anbelangt- ist es zunächst mal so, dass man sich fragen sollte, WARUM ich sie gesetzt habe, was leisten sie, es ist ja keine spielerei meinerseits, dafür schreibe ich schon zu lang, um mir das nicht genau überlegt zu haben, nech?
wenn der text als fließtext da stünde, dann wären das nämlich die einzigen kommata die tatsächlich nötig wären. sie stehen an stellen, die nichts mit dem enjambement zu tun haben, sie sind ein mal inhaltlich und einmal tatsächlich grammatisch motiviert. an beiden stellen könnte ein "und" stehen.
sie werden bleiben.
der letzte vers- auch da habe ich mir heute den ganzen tag überlegt, ob ich den wirklich brauche.
zärtlichkeit, liebe wird einem geschenkt, sind ein geschenk, heißt es ja immer, man kann sie nicht einfordern, klar.
was aber, wenn man das immer nur zeitweilig erfahren darf?
ist dass dann eine art "leihgabe" - oder doch ein geschenk?
darauf wollte ich hinaus.
und deshalb wird dieser letzte vers bleiben, es sei denn, ich bin total vernagelt derzeit, was ja auch sein kann, nech, und mit dem abstand von wochen, monaten, jahren sehe ich das dann auch anders? aber momentan gehts nur so.
das beste, was deine antwort bewirkt hat, war, dass ich nochmal ganz intensiv über diesen text nachgedacht habe.
und dafür nochmals mein herzliches dankeschön!
lg,
scarlett