das vertraute bleibt aus
Ein offenbar ersehnter Zustand tritt ein
(endlich), die Seele öffnet sich auf einmal für das Unvertraute, Neue, und indem sie sich öffnen kann, ist es schon
eingetreten.
Alles, was genannt wird - Mallorca, Tuffstein, Türkis usw. sind wahrscheinlich vertraute Attribute, die durch einen neuen Bewußtseinszustand auf einmal mit anderen Augen gesehen werden können.
Mir jedenfalls geht es so, wenn sie mir gerade in diesem Text begegnen, sie öffnen mir auf einmal die Augen, und das ist eine Erfahrung, die sogar mich als Leser zum Einhalten bewegt - wobei plötzlich Bewegung und Einhalt keinen Widerspruch darstellen, sondern einander bedingen. Der
unbeschwertheits-blues weist keinesfalls auf einfältiges "Friede, Freude, Eierkuchen" - nichts, was sich Blues nennt, könnte das je sein - aber dennoch auf das
Belassenkönnen, Seinlassenkönnen der letzten Zeilen, das etwas Erlösendes hat.
So würde ich dieses Gedicht lesen, und mir gefällt es sehr.
Liebe Grüße
Eva