einmal
klebst du nicht mehr an der scheibe
zur quietschbunten welt
versuchst nicht mehr mitzuhalten
während die schatten wachsen
lässt du dich fallen
in den bodenlosen schacht deines
körpers
nach Hinweisen von Amanita, Gabriella und Flora
ältere Version:
einmal
klebst du nicht mehr an der scheibe
zur quitsch-bunten welt
versuchst nicht mehr
mitzuhalten -
du lässt dich fallen
in den bodenlosen schacht
deines körpers während die schatten
wachsen.
schatten
Hallo carl, das passt wirklich zu meinem "Altern".
Ein paar Bemerkungen:
Ich fände quietschbunt (also mit "e" und ohne Bindestrich) besser
und der Schluss ist für mich schwächend, könnte man "während die schatten wachsen" nicht woanders unterbringen? Das Bild des bodenlosen Schachts gefällt mir sehr und wäre für mich ein gutes Ende des Gedichts!
Ein paar Bemerkungen:
Ich fände quietschbunt (also mit "e" und ohne Bindestrich) besser
und der Schluss ist für mich schwächend, könnte man "während die schatten wachsen" nicht woanders unterbringen? Das Bild des bodenlosen Schachts gefällt mir sehr und wäre für mich ein gutes Ende des Gedichts!
Hallo carl,
gefällt mir wg. dieser Bedrohlichkeit, die in den Zeilen steckt, gut. Ich würde nur alle Zeichen weglassen, die Bindestriche und den Punkt am Ende. Und natürlich ändern in "quietsch". Gerade dieses "während die schatten wachsen" würde ich drinlassen, da man es auf verschiedene Weisen lesen kann.
Saludos
Gabriella
gefällt mir wg. dieser Bedrohlichkeit, die in den Zeilen steckt, gut. Ich würde nur alle Zeichen weglassen, die Bindestriche und den Punkt am Ende. Und natürlich ändern in "quietsch". Gerade dieses "während die schatten wachsen" würde ich drinlassen, da man es auf verschiedene Weisen lesen kann.
Saludos
Gabriella
Dann wäre ja nur ein Tausch möglich zwischen den beiden letzten Passagen, da der erste ein Part für sich ist.
Und z.B.
während die schatten
deines körpers wachsen
lässt du dich fallen
in den bodenlosen schacht
wäre doch eine ganz andere Aussage, hm?
Und z.B.
während die schatten
deines körpers wachsen
lässt du dich fallen
in den bodenlosen schacht
wäre doch eine ganz andere Aussage, hm?
Nein, Gabriella, "deines körpers" gehört doch noch zum "bodenlosen schacht", oder?
eine Möglichkeit
einmal
klebst du nicht mehr an der scheibe
zur quietschbunten welt
versuchst nicht mehr
mitzuhalten -
während die schatten wachsen
lässt du dich fallen
in den bodenlosen schacht
deines körpers
zweite Möglichkeit
einmal
klebst du nicht mehr an der scheibe
zur quietschbunten welt
versuchst nicht mehr
mitzuhalten
während die schatten wachsen -
du lässt dich fallen
in den bodenlosen schacht
deines körpers
eine Möglichkeit
einmal
klebst du nicht mehr an der scheibe
zur quietschbunten welt
versuchst nicht mehr
mitzuhalten -
während die schatten wachsen
lässt du dich fallen
in den bodenlosen schacht
deines körpers
zweite Möglichkeit
einmal
klebst du nicht mehr an der scheibe
zur quietschbunten welt
versuchst nicht mehr
mitzuhalten
während die schatten wachsen -
du lässt dich fallen
in den bodenlosen schacht
deines körpers
Hallo Carl,
schöne Bilder, die für mich gut zusammen aufgehen. Die Setzung finde ich aber auch noch nicht ganz glücklich, oder zumindest (noch) nicht nachvollziehbar, warum die Zeilenumbrüche genau so sein müssen. Auch klanglich geht es mir so, dass ich das "fallen" lieber nach hinten ziehen würde. Bei deiner Version, noch stärker aber bei Amanitas Vorschlägen, wird der Fall bei "körpers" gestoppt, dort ist sprachlich ein Ankommen, was für mich gegen die inhaltliche Aussage arbeitet, und dann auch die Gegenbewegung der wachsenden Schatten nicht mehr so stark wirken lässt.
Meine Version sähe wohl so aus:
einmal
klebst du nicht mehr an der scheibe zur quietschbunten welt
versuchst nicht mehr mitzuhalten - du lässt dich
in den bodenlosen schacht deines körpers
fallen - während die schatten wachsen
Den Titel finde ich ein bisschen einfallslos fad? :o) Wenn es nichts dazugeben soll, ginge vielleicht auch einfach das "einmal" als Titel. Oder etwas zusätzliches wie "Vogel"?
Liebe Grüße
Flora
schöne Bilder, die für mich gut zusammen aufgehen. Die Setzung finde ich aber auch noch nicht ganz glücklich, oder zumindest (noch) nicht nachvollziehbar, warum die Zeilenumbrüche genau so sein müssen. Auch klanglich geht es mir so, dass ich das "fallen" lieber nach hinten ziehen würde. Bei deiner Version, noch stärker aber bei Amanitas Vorschlägen, wird der Fall bei "körpers" gestoppt, dort ist sprachlich ein Ankommen, was für mich gegen die inhaltliche Aussage arbeitet, und dann auch die Gegenbewegung der wachsenden Schatten nicht mehr so stark wirken lässt.
Meine Version sähe wohl so aus:
einmal
klebst du nicht mehr an der scheibe zur quietschbunten welt
versuchst nicht mehr mitzuhalten - du lässt dich
in den bodenlosen schacht deines körpers
fallen - während die schatten wachsen
Den Titel finde ich ein bisschen einfallslos fad? :o) Wenn es nichts dazugeben soll, ginge vielleicht auch einfach das "einmal" als Titel. Oder etwas zusätzliches wie "Vogel"?
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
Klimperer
Ich spüre das Bedürfnis, mich zu deinem Gedicht zu äußern, dir zu sagen, das es mich auf Anhieb gefiel.
Auch wie es, mit Hilfe der Kommentaren, sich vervollkommt.
Es ist schon lange her, als ich dein Gedicht über eine Kindheitserinnerung in Berlin las, ein wunderbares Gedicht.
Die Aussage über die Fensterscheibe erinnert mich an etwas, das ich auch in diesem Forum las, ich weiß nicht mehr, ob es von dir war. Es ging um ein Kind in einem Lokal, glaube ich, das etwas beobachtet.
Wie dem auch sei, ein Schatten, der zum Nachdenken bringt.
Einen schönen Tag wünsche ich dir, Carl
Carlos
Auch wie es, mit Hilfe der Kommentaren, sich vervollkommt.
Es ist schon lange her, als ich dein Gedicht über eine Kindheitserinnerung in Berlin las, ein wunderbares Gedicht.
Die Aussage über die Fensterscheibe erinnert mich an etwas, das ich auch in diesem Forum las, ich weiß nicht mehr, ob es von dir war. Es ging um ein Kind in einem Lokal, glaube ich, das etwas beobachtet.
Wie dem auch sei, ein Schatten, der zum Nachdenken bringt.
Einen schönen Tag wünsche ich dir, Carl
Carlos
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RäuberKneißl
Hallo earl carl,
ein schöner Text, das Scheibenkleben hats mir angetan, ein kräftiges Bild. Die 'wachsenden Schatten' dagegen sind so - so - unscharf? Das klingt an der Stelle so lyreli und lyrelei für mich, schwächt den 'Schacht', schön wär stattdessen dort ein maroder Haken aus der Ebene der 'quietschbunten Welt'.
Grüße
Franz
ein schöner Text, das Scheibenkleben hats mir angetan, ein kräftiges Bild. Die 'wachsenden Schatten' dagegen sind so - so - unscharf? Das klingt an der Stelle so lyreli und lyrelei für mich, schwächt den 'Schacht', schön wär stattdessen dort ein maroder Haken aus der Ebene der 'quietschbunten Welt'.
Grüße
Franz
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