hi Rosebud,
ich glaube mit der ANGST hat Gabriella recht, das wär auch für mich unausgesprochen oder wenigstens nicht so früh ausgsprochen stärker.
den ersten abschnitt finde ich ganz toll, dieses 'mittentags' und 'frühnachts' als bebilderung von allezeit, das hat was suggestives in den text hineinziehndes.
auch im zweiten teil ist dieses, trotz wollens, nicht abschütteln können sehr fühlbar, wobei mir rein sprachlich die inversion von 'lässt unversehrt mich sein' nicht so behagt, ich würde das vielleicht etwas anders ausgedrückt haben.
ach, ich weiß auch nicht? passt wahrscheinlich schon so

.
an dem verniedlichenden 'beilchen' kaue ich noch länger herum; das 'ihr aufwarten' gefällt mir wiederum sehr, genau wie 'ihrem Herz(en) blumen entschneiden' und sie ausstreuen.
ich interpretiere das als der angst auf den grund gehen, sich ihr stellen, sie auch wandeln, mitgestalten, mit ihr leben ... 'ausgestreut' - 'zerstreut' ist sie ja noch immer nicht verschwunden, aber mit den blumen lebt sichs besser, wenn auch 'vorsichtig', denn schließlich möchte man ja nicht unbedingt darauf treten ...
bleibt das beilchen (?) - vielleicht würde ich eher zum skalpell greifen, eventuell einen chirurgen hinzuziehen...?
und 'für alle zeit' (auch wenns sprachlich optimal zum 'allzeit' in S1 passt) ist so für mich auch nicht stimmig, eher 'auf zeit', denn kann man sich je sicher sein, die angst für alle zeit zerstreut zu haben?
jeden menge stoff zum nachdenken, persönlich anknüpfen, eigene verhaltensmuster überdenken ...
liebe grüße, poeta