Hallo Rosebud,
danke für deine Rückmeldung.
Das [M] steht für das Monatsthema, diesmal "Distichon". Ich finde diese Form, auch wenn ich mir mit der Umsetzung noch sehr schwer tue, ziemlich spannend und mag die Länge der Zeilen und die durch die Vorgabe entstehende Schwingung/Bewegung sehr gern.
Hier würde ich, auch wenn es kein Distichon sein sollte, die Umbrüche nicht anders setzen. Es gibt mir allerdings zu denken, dass du es tun würdest, vielleicht passt da also einfach etwas noch nicht. Für mich verliert es mit deinen Umbrüchen an Rhythmus und Klang, das Lesen wird "kühler" und "härter" und von der Deutung her wäre es mir zu festgelegt und würde weniger Raum lassen.
Mit dem zweiten klappt es nicht so gut. "Mus" funktioniert in meiner Lesart nicht als Bindeglied zwischen "sang das Harte der Frucht" und "sagst du süßt deine Angst".
Es ist ein Einschnitt an dieser Stelle, der auch durch die beiden betonten Silben deutlich wird, auch wenn das "Fruchtmus" auch zusammengehören könnte. Ich mache da auch keine längere, abschließende Pause, wie es ein Zeilenumbruch an dieser Stelle denke ich fordern würde.
Dass es keinen Titel gibt bzw. nur ein [M] ist Absicht. Aber welche liegt dahinter? Würden die beiden Verse nicht gewinnen durch einen Titel?
Dass es keinen Titel gibt, ist Absicht, ja. Ich empfände ihn hier als störend. Ich möchte die Zeilen auch nicht durch einen Titel eingrenzen, oder überlagern. Sie sollen für sich stehen, nur auf sich bezogen. Hier wüsste ich auch nicht, was ich den Zeilen noch dazugeben wollte? Was hättest du da im Sinn?
Hallo Klimperer,
Ist das "du" in diesem bitter-süßen Gedicht das lyrische Ich?
Das kann man sicher so lesen. Deine "Bitter-süß" Assoziation ist interessant.
Liebe Grüße euch
Flora