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graue stadt III
Verfasst: 20.04.2013, 20:44
von Amanita
III
die graue stadt
hatte sich gelichtet
denn es war frühling
sie wedelte mit forsythien
hinter glas saß ich
und durfte nicht aussteigen
Verfasst: 20.04.2013, 22:35
von scarlett
das bild mag ich, den offenen schluss noch mehr.
das ist etwas, womit ich unglaublich kämpfe, was mir sehr oft immer noch nicht gelingt. das ich also bewundere.
als schwer empfinde ich das plusquamperfekt in deinen zeilen, amanita, und den kausalsatz mit denn ...
kontrast zum "leichten" frühling, ja, aber ...sehr heavy.
die zeilen atmen mir dadurch nicht.
du könntest verknappen, das würde - paradoxerweise - luft schaffen. frühlingsluft.
andrerseits sitzt das ich hinter glas- und da atmet es sich vielleicht schwer?
scarlett
Verfasst: 20.04.2013, 23:31
von Amanita
Jedesmal, wenn ich durch die graue Stadt fahre, die mich ausgespien hat, schreibe ich ein Kurzgedicht. Es IST heavy. Die Plusquamperfektstelle hatte ich kurz vorm Einstellen hier geändert - und dann doch wieder ins P. geschickt. Denn der Frühling ändert - nichts.
Ich könnte schreiben
die graue stadt
lichtete sich
denn es war frühling
wäre das wirklich besser?
Verfasst: 20.04.2013, 23:34
von scarlett
die graue stadt
gelichtet im frühling
wedelte mit forsythien
Verfasst: 20.04.2013, 23:40
von Amanita
Nein, ich glaube, das wäre mir ZU kurz. Und ich möchte schon gern das Reflexive drin haben.
Verfasst: 20.04.2013, 23:41
von scarlett
ok
aber dem gedicht würde es keinen abbruch tun.