ich bin vogel genug
Endfassung:
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
zu horten
die dunklen zeiten
im alten winternest
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
Zwischenfassung
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
mit spitzem schnabel
gut zu entsorgen
die dunklen zeiten
aus altem nest
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
1. Fassung:
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
gut zu horten
die dunklen zeiten
im alten winternest
zwitschernd zu zählen
die fiebrigen sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
Liebe Gabriella,
das ist ganz wunderbar! Ein Text, den ich mir zu Herzen nehme, wenn ich mich immer wieder vergebens aufs Frühjahr einstelle.
Sollte man aber die dunklen Zeiten wirklich horten? Oder doch lieber aus dem Nest schmeißen?
Vogelfreie Grüße
fenestra
das ist ganz wunderbar! Ein Text, den ich mir zu Herzen nehme, wenn ich mich immer wieder vergebens aufs Frühjahr einstelle.
Sollte man aber die dunklen Zeiten wirklich horten? Oder doch lieber aus dem Nest schmeißen?
Vogelfreie Grüße
fenestra
Huhu fenestra,
danke dir! Du hast genau die Stelle erwähnt, bei der ich mir auch nicht sicher war: die dunklen zeiten horten.
Hast du eine Idee wie ich die dunklen Zeiten aus dem Nest werfen könnte, also einen Ersatz für "gut zu horten"?
"die dunklen zeiten" können ja bleiben und aus "im alten winternest" könnte ich "aus dem alten winternest" machen.
Liebe Grüße
Gabi
danke dir! Du hast genau die Stelle erwähnt, bei der ich mir auch nicht sicher war: die dunklen zeiten horten.
Hast du eine Idee wie ich die dunklen Zeiten aus dem Nest werfen könnte, also einen Ersatz für "gut zu horten"?
"die dunklen zeiten" können ja bleiben und aus "im alten winternest" könnte ich "aus dem alten winternest" machen.
Liebe Grüße
Gabi
"heraus zu schälen" wäre nicht mehr so sehr "Vogelsprache", oder? Vllt. ginge
gut rauszupicken
die dunklen zeiten
aus altem winternest
Was meinst du? Wobei das "gut" m.E. noch nicht stimmig ist. Es soll die Sorgfalt mit reinspielen, da würde dieses "heraus zu schälen" schon besser passen, nur das "schälen" nicht. Statt "gut" müsste da ein anderes, einsilbiges Wort hin.
Den von dir vorgeschlagenen Absatz finde ich gut. Den übernehme ich auf jeden Fall.
oder
heraus zu picken
die dunklen zeiten
aus altem winternest
Ja, ich glaube, das wäre eine Lösung, hm?
gut rauszupicken
die dunklen zeiten
aus altem winternest
Was meinst du? Wobei das "gut" m.E. noch nicht stimmig ist. Es soll die Sorgfalt mit reinspielen, da würde dieses "heraus zu schälen" schon besser passen, nur das "schälen" nicht. Statt "gut" müsste da ein anderes, einsilbiges Wort hin.
Den von dir vorgeschlagenen Absatz finde ich gut. Den übernehme ich auf jeden Fall.
oder
heraus zu picken
die dunklen zeiten
aus altem winternest
Ja, ich glaube, das wäre eine Lösung, hm?
Huhu Zefi,
aber "bebrüten" enthält doch, dass LI als Vogel "die dunklen zeiten" nicht nur erhalten, sondern sich sogar schützend auf sie setzt, oder? Und im alten Winternest hält sich ein Vogel doch eh nicht mehr auf.
Ja, es soll ein helles, positives Gedicht sein.
Liebe Grüße
Gabi
aber "bebrüten" enthält doch, dass LI als Vogel "die dunklen zeiten" nicht nur erhalten, sondern sich sogar schützend auf sie setzt, oder? Und im alten Winternest hält sich ein Vogel doch eh nicht mehr auf.
Ja, es soll ein helles, positives Gedicht sein.

Liebe Grüße
Gabi
Ich glaub, jetzt hab ich es:
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
fein rauszupicken
die dunklen zeiten
aus altem nest
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
Was meint ihr? Das "fiebrige" vor "sonnenträume" hab ich noch rausgeworfen.
P.S. Echt, Zefi? Du würdest das "horten" drinlassen?
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
fein rauszupicken
die dunklen zeiten
aus altem nest
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
Was meint ihr? Das "fiebrige" vor "sonnenträume" hab ich noch rausgeworfen.
P.S. Echt, Zefi? Du würdest das "horten" drinlassen?
Also mir gefällt das "rauszupicken" nicht, das hat so einen flapsigen Klang - ich würde dann eher "auszupicken" schreiben.
Oder willst Du, dass die Redensart "ich bin fein raus" mitschwingt?
Sonst mag ich es so gern.
Grüße von Zefira
Oder willst Du, dass die Redensart "ich bin fein raus" mitschwingt?
Sonst mag ich es so gern.
Grüße von Zefira
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
mit spitzem schnabel
gut zu entsorgen
die dunklen zeiten
aus dem winternest
freiraum
für sonnenträume
fiebrige
die ich zähle
zwitschernd
ich bin vogel genug
für den flug
vogel genug
für den
flug
für den
flug
flug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
mit spitzem schnabel
gut zu entsorgen
die dunklen zeiten
aus dem winternest
freiraum
für sonnenträume
fiebrige
die ich zähle
zwitschernd
ich bin vogel genug
für den flug
vogel genug
für den
flug
für den
flug
flug
Die Sprache sei die Wünschelrute, die gedankliche Quellen findet. (Karl Kraus)
Hi Zefi,
nein, diese Redewendung soll da nicht mitschwingen. Mit dem "fein" wollte ich dieses Sorgfältige ausdrücken. "auszupicken" ginge wohl auch, doch da kommt dann noch mal "aus" zwei Zeilen weiter.
Hi Franz,
deine Idee mit dem "spitzen schnabel" und "gut zu entsorgen" hat was. Der Rest ist mir ein bisschen zu auseinandergezogen, mir nicht fließend genug. Danke für deine Idee!
Das klänge dann so:
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
mit spitzem schnabel
gut zu entsorgen
die dunklen zeiten
aus altem nest
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
Liebe Grüße
Gabi
nein, diese Redewendung soll da nicht mitschwingen. Mit dem "fein" wollte ich dieses Sorgfältige ausdrücken. "auszupicken" ginge wohl auch, doch da kommt dann noch mal "aus" zwei Zeilen weiter.
Hi Franz,
deine Idee mit dem "spitzen schnabel" und "gut zu entsorgen" hat was. Der Rest ist mir ein bisschen zu auseinandergezogen, mir nicht fließend genug. Danke für deine Idee!
Das klänge dann so:
ich bin vogel genug
meine flügel zu fiedern
für die hellen orte
mit spitzem schnabel
gut zu entsorgen
die dunklen zeiten
aus altem nest
zwitschernd zu zählen
die sonnenträume
ich bin vogel genug
für den flug
Liebe Grüße
Gabi
Hi Gabi,
wäre natürlich schön, wenn Du am Ende des Textes wegfliegst.
Das erreicht man möglicherweise auch mit sich verkleinernder Schrift:
ich bin vogel genug
für den flug
für den flug
für den flug
Herzlichst
Franz
wäre natürlich schön, wenn Du am Ende des Textes wegfliegst.
Das erreicht man möglicherweise auch mit sich verkleinernder Schrift:
ich bin vogel genug
für den flug
für den flug
für den flug
Herzlichst
Franz
Die Sprache sei die Wünschelrute, die gedankliche Quellen findet. (Karl Kraus)
Hi Franz,
man könnte das optisch auch durch den Fade-Effekt erzielen:
in bin vogel genug
für den flug
Doch, keine Ahnung warum, bei diesem Text möchte ich keine Wiederholungen am Schluss oder optischen Effekte einsetzen. Dieser Schluss "für den flug" sagt alles aus, finde ich.
Ich setze die letzte Idee oben mal als 2. Fassung ein.
Liebe Grüße
Gabi
man könnte das optisch auch durch den Fade-Effekt erzielen:
in bin vogel genug
für den flug
Doch, keine Ahnung warum, bei diesem Text möchte ich keine Wiederholungen am Schluss oder optischen Effekte einsetzen. Dieser Schluss "für den flug" sagt alles aus, finde ich.
Ich setze die letzte Idee oben mal als 2. Fassung ein.
Liebe Grüße
Gabi
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