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begräbnis

Verfasst: 15.03.2013, 22:50
von Amanita
begräbnis

in den pappeln der totenstadt
suchen wir
schwarzlichter
hinter dem himmel
während unsere stimmen erde schlucken
suchen wir
wollen wir in der ewigkeit lesen
wären die steinernen stunden
getaut

Verfasst: 16.03.2013, 12:02
von Elsa
Liebe Amanita, sehr dunkel und melancholisch, eben "begräbnis"

Ich stolpere allerdings über "getaut", das würde für eisige/gefrorene Stunden sprechen. Mit "steinern" verbinde ich eher zerbröseln, aufbrechen, zersprungen oder so.

Liebe Grüße
ELsa

Verfasst: 16.03.2013, 13:03
von Amanita
Hallo Elsa, danke für Deinen Kommentar.

Deinen Einwand kann ich nachvollziehen, weiß aber so recht keine Lösung. Denn ich denke tatsächlich auch an die Grabsteine in der Umgebung des offenen Grabes - die doch sehr starr herumstehen.

Das getaut ist eine Anspielung an Kirchenliedertexte, in denen es heißt "tau vom Himmel herab" oder "gieß Tau vom Himmel".


Die Begriffe würde ich also schon gern behalten - vielleicht hat jemand eine Idee, wie man die Satzkonstruktion eventuell verändern könnte?

Verfasst: 16.03.2013, 13:10
von Elsa
die idee ist echt schön, auch dass du den bezug zum lied haben willst, eher so:

wären sogar steinerne stunden
getaut

ein "sogar" würde das problem lösen, denke ich.

Liebe Grüße
Elsa

Verfasst: 16.03.2013, 13:16
von Amanita
Hallo Elsa, klanglich würde es mir gefallen. Aber im Kontext sehe ich das "sogar" als zu widersprüchlich. Mir schwebte etwas vor wie

wären doch nur
die steinernen stunden
getaut


- fand das aber zu explizit