dazwischen
Verfasst: 11.03.2013, 17:43
von Niko
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Verfasst: 12.03.2013, 08:30
von poeta
hi Niko,
ich muss gestehen, dass ich mit dem militärischen 'haltung annehmen' meine 'ausdrücklichen' probleme hatte, ich erst eine innere sperre überwinden musste, um mich auf das 'dazwischen' einlassen zu können.
so verstehe ich das 'sie nehmen haltung an', dass sie sich noch kontrollieren lassen, dass sie noch den gehirninstruktionen 'folgen', lese von einem 'beherrschten' LI, jedenfalls auf der verbalen ebene, denn obwohl die worte aus heftiger erregunge (dem vulkanherz = sehr schöne offene umschreibung) geboren schon 'mit zaghaftem Atem' zittern, bleiben sie eben hinter den lippen.
aber was hilft das alles, wenn der blick ja doch verrät, was nicht gesagt wird.
gern gelesen, liebe grüße, poeta
Verfasst: 12.03.2013, 15:45
von Niko
hallo poeta,
mit dem "haltung annehmen" hast du nicht unrecht. vielleicht wäre "haltung bewahren" besser?
ich find's schön, wie du es liest und empfindest.
die variante geändert sähe dann so aus:
dazwischen
noch bewahren die worte
haltung
kein dunkler vokal
am silbenhimmel
der das ungetrübte bricht
doch in der zwischenzeit
aus dem vulkanherz geboren
zittern mit zaghaftem atem
espenworte hinter die lippen
noch bewahren die worte
haltung
aber jetzt
dieser blick
Verfasst: 12.03.2013, 16:14
von poeta
gefällt mir mit dem 'bewahren' noch vel besser, auch weil da so viel mitschwingt von 'geheimnis bewahren' bis... auch ein schützen, behüten (wollen). in der 'haltung' teilt sich so nun nicht nur etwas aufrechtes sondern auch etwas vornehm zurückhaltendes mit.
ja. wirklich fein so!
liebe grüße, poete