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Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Eule
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Beitragvon Eule » 26.02.2013, 16:56

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Am molekularen Band
in Tropfenform durchs
Kristallgitter

ohne Namensschild auf
Abenteuer mit Fragen und

dicken Lagen Fantasie über
den Handgelenken

unzählbar
zeitverwoben
Zuletzt geändert von Eule am 28.02.2013, 18:18, insgesamt 2-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.

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nera
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Beitragvon nera » 27.02.2013, 00:12

es ist seltsam, aber ich störe mich an der "phantasie"????
lg

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Eule
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Beitragvon Eule » 27.02.2013, 13:14

Wenns nur das ist ! Galt lt. meiner Duden-Ausgabe (24., 2006) als "in der Redaktion bevorzugte Schreibvariante (rosa unterlegt)". Mir gefällt diese "vereinfachte" persönlich auch besser als die sperrige, altgriechische ph-Form.
Ein Klang zum Sprachspiel.

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 27.02.2013, 19:12

Es ist vielleicht verfrüht, jetzt schon eine Interpretation zu wagen.

Das mit der "Fantasie" war mir gar nicht aufgefallen.

Kann es sein, dass diese "Kristallgitter" Regentropfen sind?

Ich muss weiter nachgrübeln ...

Mucki
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Beitragvon Mucki » 27.02.2013, 19:23

Hm, ich versteh den Text nicht. Ich denke hier an Retortenbabys, glaube aber nicht, dass es darum geht. :12:

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 27.02.2013, 22:48

Auch mir fällt es schwer, hier einen Sinn zu erkennen. Zu viele Nomen, nicht plausibel aneinandergereiht. Was heißt:

ohne Namensschild auf Abenteuer mit Fragen?

Nach längerem Sortieren komme ich zu folgender Deutung: Da ist jemand ohne Namensschild (wozu braucht man das?) auf Abenteuer gegangen und hat Fragen UND dicke Lagen Fantasie ums Handgelenk?

Das hätte Klimperer eigentlich zu recht monieren müssen als unzuträgliche Vermischung von Abstraktem und Konkretem. Und was ist unzählbar verwoben? Die Lagen sicher nicht, denn die liegen ja flach übereinander.

Bei der Schreibweise von Fantasie bin ich ganz auf deiner Seite. Das Ph gehört eingemottet, wie schon beim Foto.

Viele Grüße
fenestra

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nera
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Beitragvon nera » 27.02.2013, 22:59

meine interpretation wäre so:
molekulare band- genom
tropfenform- h2o
kristallgitter- molekulare (?) anordnung von zb. natriumchlorid oder proteinen
-also die geburt von menschlichem leben

ohne namensschild (ohne vorgzeichnetem plan oder zuordnung) ins leben (abenteuer) geworfen und vor allem mit fragen, wovon einige nicht beantwortet werden können (der sinn?) und die "dicken lagen fantasie um die handgelenke" interpretiere ich als metapher für die fähigleit der kreativität.
(wieso um die handgelenke- trägt man da nicht schmuck oder fesseln?)

unzählbar- nicht in kategorien erfassbar?
zeitverwoben- endlich?

mir fehlt hier und da ein verb.
und das mit der fantasie,; da geht es mir eigentlich weniger um die schreibweise, sondern um den klang innerhalb des textes. allerdings kann ich nicht erklären warum?!

lg

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Eule
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Beitragvon Eule » 28.02.2013, 03:43

Beim Verständnis habt Ihr alle verschiedene Aspekte des Textes herausgestellt, was mir zeigt, dass ein Zugang durchaus möglich ist.
Es war ein Gedankenexperiment: Ein Start in eine molekulare, nicht unbedingt menschliche Existenz, daher auch der fehlende Name, aber von einem menschlichen Gehirn ausgedacht, wie im zweiten Teil thematisiert, schon auch eine Art "Retortenbaby". Und Flora, natürlich können nicht nur Naturwissenschaftler so etwas spannend finden, vielleicht wird es leichter verständlich, wenn Du nach Abenteuer ein Komma "mitliest".
Kristallgitter sind chemisch meist sehr stabile Strukturen, trotzdem gibt es manchmal darin enthaltenes "Kristallwasser".

Neras Beitrag umfaßt die meisten Aspekte, Fantasie als (molekularer) Gelenkschoner könnte ich hier noch ergänzen. Und auf dieser mikroskopischen Inhaltsebene wollten sich einfach keine passenden Verben finden lassen ...
Ein Klang zum Sprachspiel.

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 28.02.2013, 11:59

vielleicht wird es leichter verständlich, wenn Du nach Abenteuer ein Komma "mitliest".


Dann mach doch den Umbruch nach "Abenteuer":

ohne Namensschild auf Abenteuer
mit Fragen und dicken Lagen
Fantasie über den Handgelenken

So wäre es sprachlich klarer.

In deiner Fassung führt die Häufung der Nomen verbunden mit den Umbrüchen, die den Zusammenhang konterkarieren ohne wenigstens in ein nachvollziehbares experimentelles Kristallgitter eingefügt zu sein, zu einem abstrakt-verrätselten Sprachbrocken, der mich - gerade auch als Naturwissenschaftlerin - eher abschreckt, als zur Entschlüsselung reizt.

fenestra (nicht Flora)

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Eule
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Beitragvon Eule » 28.02.2013, 12:34

Sorry und hallo fenestra, einerseits hast Du Recht, andererseits bräche der dann entstehende Textblock die Verspieltheit dieses "Fließens". Einen kleinen Kompromiss habe ich aber doch gefunden ...
Ein Klang zum Sprachspiel.


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