Beitragvon poeta » 07.02.2013, 09:19
hi scarlett,
ein bisschen verkryptet erscheint dein werk schon und immer noch, obwohl es der zusatz wien etwas leichter macht.
ich denke, du umschriebst hier mit sehr schönen intensiven bildern das odeon-theater, die ehemalige getreidebörse, die heute zur kulturtätte ersten ranges (tanz, theater, konzert) geworden und heimstätte des serapionsensembles ist.
wenn ichs richtig einordne, sind also die hintergründe schon etwas für eingeweihte, das sollte aber niemanden hindern, sich von der federleicht-melancholischen stimmung, die zwischen himmel (feder des simurg) und erde (kybele) angesiedelt ist mitnehmen, darin eintauchen zu lassen. du hasts in liebeslyrik angesiedelt, was eine weitere, persönliche ebene erahnen lässt, einen märchenhaften höhenflug und die erdnahe landung im 'eislicht' der laterne, schön, immer noch ein bisschen magisch, aber doch recht frostig...
du hast in 'simurg' und 'kybele' ganz alte mythen bemüht, uralte kulturen und völker, übergreifende weisheiten aufgegriffen und so der persönliche 'geschichte' einen universellen rahmen eröffnet.
dass simurg über das nächtliche wien geflogen sein und eine feder verloren haben soll, wusste ich gar nicht, finde die vorstellung aber wunderschön und wohl auch treffend.
liebe grüße, poeta
ps. ich seh gerade eule hat in der zwischenzeit... *kopfkratzt* das sagt mir nun überhaupt gar nichts, wie passt das zu deinem gedicht, politisch korrekt oder auch nicht?