im odeon, wien

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
scarlett

Beitragvon scarlett » 05.02.2013, 18:02

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Eule
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Beitragvon Eule » 07.02.2013, 08:48

Hallo Monika, diese Tonart gefällt mir viel besser, auch wenn ich keinen "echten" schmäh produzieren darf, politisch korrekt formuliert. :-)
Ein Klang zum Sprachspiel.

poeta

Beitragvon poeta » 07.02.2013, 09:19

hi scarlett,

ein bisschen verkryptet erscheint dein werk schon und immer noch, obwohl es der zusatz wien etwas leichter macht.
ich denke, du umschriebst hier mit sehr schönen intensiven bildern das odeon-theater, die ehemalige getreidebörse, die heute zur kulturtätte ersten ranges (tanz, theater, konzert) geworden und heimstätte des serapionsensembles ist.
wenn ichs richtig einordne, sind also die hintergründe schon etwas für eingeweihte, das sollte aber niemanden hindern, sich von der federleicht-melancholischen stimmung, die zwischen himmel (feder des simurg) und erde (kybele) angesiedelt ist mitnehmen, darin eintauchen zu lassen. du hasts in liebeslyrik angesiedelt, was eine weitere, persönliche ebene erahnen lässt, einen märchenhaften höhenflug und die erdnahe landung im 'eislicht' der laterne, schön, immer noch ein bisschen magisch, aber doch recht frostig...
du hast in 'simurg' und 'kybele' ganz alte mythen bemüht, uralte kulturen und völker, übergreifende weisheiten aufgegriffen und so der persönliche 'geschichte' einen universellen rahmen eröffnet.
dass simurg über das nächtliche wien geflogen sein und eine feder verloren haben soll, wusste ich gar nicht, finde die vorstellung aber wunderschön und wohl auch treffend.

liebe grüße, poeta

ps. ich seh gerade eule hat in der zwischenzeit... *kopfkratzt* das sagt mir nun überhaupt gar nichts, wie passt das zu deinem gedicht, politisch korrekt oder auch nicht?

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Elsa
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Beitragvon Elsa » 07.02.2013, 09:28

Liebe Mo,

statt mit Getreide wird dort mit Zerbrechlichkeit gehandelt, mit Träumen und Legenden, die von Glaube, Liebe, Hoffnung handeln, die eben - siehe oben - trotz klingender Farben recht filigran sind. So wie ein Sturm die zarte Feder verwehen kann, kann ein geringfügiger Anlass die Träume zerstören.

Das hast du wundervoll geschrieben, ich bin begeistert.

Liebe Grüße
Elsa
Schreiben ist atmen

scarlett

Beitragvon scarlett » 07.02.2013, 22:49

ich danke euch sehr, für die so treffenden und mitgehenden zeilen zu meinem gedicht.

am ende eines langen sehr schwierigen tages für mich erfüllt mich das mit freude und der gewissheit, dass ich meinen worten trauen und vertrauen kann- sie tragen mich über alle widrigkeiten und enttäuschungen hinweg und haben darüber hinaus wirkung.

das soll es vorerst gewesen sein von eurer
monika


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