erklärt sich
im Aufschwung um Mund und Augen
in feinen Linien - vom häufigen
Lachen präzise nachgezogen
in warmen Handflächen
und der Andeutung
mein Gesicht hineinlegen
zu dürfen - zu wollen
im Säumen und Zögern
dem* Verweilen im Zweiatmen
zugehörig
erklärt sich von selbst
was wir noch nicht wissen
*nachträglich eingefügt
erklärt sich
... trifft voll meinen nerv, poeta - ganz und gar wunderbar.
so zart, zaghaft, (zärtlich) - und doch ganz klar.
besonders dieses:
ja!
so erklärt sich dein text - von selbst.
liebe grüße
birke
so zart, zaghaft, (zärtlich) - und doch ganz klar.
besonders dieses:
in warmen Handflächen
und der Andeutung
mein Gesicht hineinlegen
zu dürfen - zu wollen
ja!
so erklärt sich dein text - von selbst.
liebe grüße
birke
- allerleirauh
- Beiträge: 766
- Registriert: 26.06.2010
- Geschlecht:
hallo poeta,
mir gefällt vieles an diesem gedicht: die sanfte sprache und der zurückhaltende grundtenor zum beispiel.
was mir nicht gefällt, ist der titel. vielleicht lässt sich da noch ein anderer finden. ich würde versuchen, die wiederholung der wortgruppe "erklärt sich" um jeden preis zu vermeiden. ("wie von selbst" ...)
die dritte strophe finde ich ein bisschen sperrig formuliert.
die verse "Verweilen im Zweiatmen / zugehörig" erzeugen (für mich) eine dissonanz in einer ansonsten leise klingenden textmelodie.
lga
mir gefällt vieles an diesem gedicht: die sanfte sprache und der zurückhaltende grundtenor zum beispiel.
was mir nicht gefällt, ist der titel. vielleicht lässt sich da noch ein anderer finden. ich würde versuchen, die wiederholung der wortgruppe "erklärt sich" um jeden preis zu vermeiden. ("wie von selbst" ...)
die dritte strophe finde ich ein bisschen sperrig formuliert.
die verse "Verweilen im Zweiatmen / zugehörig" erzeugen (für mich) eine dissonanz in einer ansonsten leise klingenden textmelodie.
lga
-
scarlett
die anmerkungen von a. sind nicht ohne- den titel zu wiederholen, halte ich auch nicht für sehr glücklich - in meinem text wären diese worte einfach fett und kursiv und über dem gedicht stünde kein titel - aber das ist meine "spezialität" geworden, mit der ich gut "fahre".
das "Verweilen" in der s3 würde ich zum verb umfunktionieren und den umbruch anders setzen, dann wär es vielleicht weniger sperrig- ja ja, das hätte was.
dennoch finde ich das grundsätzlich gelungen!
das "Verweilen" in der s3 würde ich zum verb umfunktionieren und den umbruch anders setzen, dann wär es vielleicht weniger sperrig- ja ja, das hätte was.
dennoch finde ich das grundsätzlich gelungen!
ich finde den titel gut: so "erklärt sich" liebe.
außerdem lässt er sich im anschluss an die erste zeile lesen. und die wiederholung stört mich nicht, im gegenteil - somit wird für mich der text rund.
die dritte strophe liest sich für mich nicht sperrig - dennoch könnte ich mir das "Verweilen" auch gut als Verb vorstellen hier.
lg, birke
außerdem lässt er sich im anschluss an die erste zeile lesen. und die wiederholung stört mich nicht, im gegenteil - somit wird für mich der text rund.
die dritte strophe liest sich für mich nicht sperrig - dennoch könnte ich mir das "Verweilen" auch gut als Verb vorstellen hier.
lg, birke
-
poeta
hallo in die runde, schönen sonntagmorgen euch allen!
was für eine tolle überraschung! hier hat sich gestern ja richtig was getan
.
liebe birke,
ich bin gerade vom stöbern zurück, hab in ein paar deiner gedichte hineingelesen und vor allem deinen lit|block verschlungen: ein wunderbares frühstück! was soll ich sagen, es wundert mich kein bisschen, dass du dich so nahtlos in diesen kleinen text einfügen konntest, ging es mir bei deinen werken doch ganz ähnlich
.
bleib noch ein bisschen da, ja! ich werde vor allem in meiner antwort an allerleirauh und scarlett noch zu erklären versuchen, was du größtenteils schon erklärt hast. ein herzliches dankeschön nimm aber jetzt gleich mit, ich freue mich sehr über deinen besuch.
liebe eva,
auch dir ein danke für deinen beitrag, es freut mich, dass dus gern gelesen und dem gefühl nachgspürt hast
.
liebe scarlett, liebe allerleirauh,
da sich eure komms weitgehend überlagern (wenn ichs richtig verstanden habe), erlaubt mir euch gemeinsam zu antworten.
der titel:
ich fürchte, dass ich mich von ihm nicht trennen mag. ich möchte ihn genauso gelesen wissen, wie birke es angedeutet hat. das bruchstückhafte, ausgesparte ist dabei das wesentliche: eine liebesererkläreung, in der liebe zu ergänzen ist. ich kann schon nachvollziehen, dass die wiederholung dem einen oder der anderen zuviel ist, ich glaube, sie aber zu brauchen, wenn der text in meinem sinne aufgehen soll, gedacht als eine sich selbst erklärende schleife, die das umhüllt, was wesentlich ist, ohne es zu benennen.
worin das sperrige der dritten strophe bestehen könnte, habe ich jetzt lange nachgedacht. allerleirauh, du sprichst auch von dissonanz, da denke ich an die häufung der z(isch)-laute, über die ich mir schon beim erstellen des textes gedanken gemacht habe. ich bin (für mich) zu dem schluss gelangt, dass es sich durch die weichen vokale/zwielaute "äu", "ei", "ö" wie ein flüstern liest, das ja inhaltlich zum "zugehörig" schon passt.
von dir, scarlett, kommt ein ganz anderer vorstoß: um die stelle zu "entsperren" schlägst du vor das substantivierte verb wieder in ausgangslage zu bringen + einen anderen zeilenumbruch (wie der aussehen mag?)
ich hab auch darüber nachgedacht, meinst du das ungefähr so?
im Säumen und Zögern verweilen
im Zweiatmen zugehörig
ich krieg n dieser variante nicht recht die kurve zum anfang:
erklärt sich...
im Säumen und Zögern verweilen
im Zweiatem zugehörig
ich würde es gern so gelesen wissen:
erklärt sich
im Säumen und Zögern
(im) Verweilen im Zweiatem
zugehörig
für zugehörig eine eigene zeile, weil es mir ums zuhören ging.
interessant ist, dass ich selbst in dieser versgruppe den "Zweiatem" (vom wort her) als sperrig empfand, aber keine bessere umschreibung finden konnte.
so, nun ja, ich hab hier versucht zu erklären, wie ich zu dem gekommen bin, was ihr oben vorfindet, das heißt nicht, dass es so bleiben muss. ich bin allerdings von der notwendigkeit einer änderung auch noch nicht überzeugt, möchte aber nicht, dass der eindruck entsteht, ich würde eure anregungen in den wind schlagen, sie sind mir sehr wertvoll, vor allem da, wo ich mit betriebsblinheit geschlagen bin, was man ja nie ausschließen kann.
so, ihr lieben, ich komme an den anfang zurück, wünsche euch einen schönen sonntag und danke herzlich für die aufmerksamkeit, die ihr meinem text und mir geschenkt habt.
liebe grüße, poeta
was für eine tolle überraschung! hier hat sich gestern ja richtig was getan
.liebe birke,
ich bin gerade vom stöbern zurück, hab in ein paar deiner gedichte hineingelesen und vor allem deinen lit|block verschlungen: ein wunderbares frühstück! was soll ich sagen, es wundert mich kein bisschen, dass du dich so nahtlos in diesen kleinen text einfügen konntest, ging es mir bei deinen werken doch ganz ähnlich
.bleib noch ein bisschen da, ja! ich werde vor allem in meiner antwort an allerleirauh und scarlett noch zu erklären versuchen, was du größtenteils schon erklärt hast. ein herzliches dankeschön nimm aber jetzt gleich mit, ich freue mich sehr über deinen besuch.
liebe eva,
auch dir ein danke für deinen beitrag, es freut mich, dass dus gern gelesen und dem gefühl nachgspürt hast
.liebe scarlett, liebe allerleirauh,
da sich eure komms weitgehend überlagern (wenn ichs richtig verstanden habe), erlaubt mir euch gemeinsam zu antworten.
der titel:
ich fürchte, dass ich mich von ihm nicht trennen mag. ich möchte ihn genauso gelesen wissen, wie birke es angedeutet hat. das bruchstückhafte, ausgesparte ist dabei das wesentliche: eine liebesererkläreung, in der liebe zu ergänzen ist. ich kann schon nachvollziehen, dass die wiederholung dem einen oder der anderen zuviel ist, ich glaube, sie aber zu brauchen, wenn der text in meinem sinne aufgehen soll, gedacht als eine sich selbst erklärende schleife, die das umhüllt, was wesentlich ist, ohne es zu benennen.
worin das sperrige der dritten strophe bestehen könnte, habe ich jetzt lange nachgedacht. allerleirauh, du sprichst auch von dissonanz, da denke ich an die häufung der z(isch)-laute, über die ich mir schon beim erstellen des textes gedanken gemacht habe. ich bin (für mich) zu dem schluss gelangt, dass es sich durch die weichen vokale/zwielaute "äu", "ei", "ö" wie ein flüstern liest, das ja inhaltlich zum "zugehörig" schon passt.
von dir, scarlett, kommt ein ganz anderer vorstoß: um die stelle zu "entsperren" schlägst du vor das substantivierte verb wieder in ausgangslage zu bringen + einen anderen zeilenumbruch (wie der aussehen mag?)
ich hab auch darüber nachgedacht, meinst du das ungefähr so?
im Säumen und Zögern verweilen
im Zweiatmen zugehörig
ich krieg n dieser variante nicht recht die kurve zum anfang:
erklärt sich...
im Säumen und Zögern verweilen
im Zweiatem zugehörig
ich würde es gern so gelesen wissen:
erklärt sich
im Säumen und Zögern
(im) Verweilen im Zweiatem
zugehörig
für zugehörig eine eigene zeile, weil es mir ums zuhören ging.
interessant ist, dass ich selbst in dieser versgruppe den "Zweiatem" (vom wort her) als sperrig empfand, aber keine bessere umschreibung finden konnte.
so, nun ja, ich hab hier versucht zu erklären, wie ich zu dem gekommen bin, was ihr oben vorfindet, das heißt nicht, dass es so bleiben muss. ich bin allerdings von der notwendigkeit einer änderung auch noch nicht überzeugt, möchte aber nicht, dass der eindruck entsteht, ich würde eure anregungen in den wind schlagen, sie sind mir sehr wertvoll, vor allem da, wo ich mit betriebsblinheit geschlagen bin, was man ja nie ausschließen kann.
so, ihr lieben, ich komme an den anfang zurück, wünsche euch einen schönen sonntag und danke herzlich für die aufmerksamkeit, die ihr meinem text und mir geschenkt habt.
liebe grüße, poeta
oh, poeta, das freut mich ja sehr, hab lieben dank!
also, ja, den "Zweiatem" (oder "Zweiatmen"?? eher dieses, wie es auch oben steht) solltest du aus meiner sicht unbedingt beibehalten, das ist ein so tolles bild.
hier mal eine idee, wie /ich/ mir die zeilenumbrüche bei besagter strophe auch vorstellen könnte (deine lesart beinhaltet mir an sich etwas viel "im" ... ;)):
im Säumen
und Zögern verweilen
im Zweiatmen
zugehörig
schau halt mal, wie für dich diese strophe am stimmigsten ist.
herzlich,
birke
also, ja, den "Zweiatem" (oder "Zweiatmen"?? eher dieses, wie es auch oben steht) solltest du aus meiner sicht unbedingt beibehalten, das ist ein so tolles bild.
hier mal eine idee, wie /ich/ mir die zeilenumbrüche bei besagter strophe auch vorstellen könnte (deine lesart beinhaltet mir an sich etwas viel "im" ... ;)):
im Säumen
und Zögern verweilen
im Zweiatmen
zugehörig
schau halt mal, wie für dich diese strophe am stimmigsten ist.
herzlich,
birke
-
poeta
o.k., danke, birke,
ich werd drüber meditieren, ähm schlafen
.
mein problem damit ist, dass der bezug zum "erklärt sich" verloren geht, wenn ich aus verweilen ein verb mache, mit den vieln "im" hast du natürlich recht. vielleicht fällt mir da noch etwas ein, um das zu entschärfen und den bezug aufrecht zu halten. wie gesagt, ich werd darüber schlafen
.
liebe grüße, poeta
ich werd drüber meditieren, ähm schlafen
.mein problem damit ist, dass der bezug zum "erklärt sich" verloren geht, wenn ich aus verweilen ein verb mache, mit den vieln "im" hast du natürlich recht. vielleicht fällt mir da noch etwas ein, um das zu entschärfen und den bezug aufrecht zu halten. wie gesagt, ich werd darüber schlafen
.liebe grüße, poeta
ach, wenn dir der bezug wichtig ist (und ich sehe ihn ja auch), dann lass es doch so, poeta.
für mich war es ja ohnehin von anfang an rund, so wie es ist.
gut-schlaf
birke
für mich war es ja ohnehin von anfang an rund, so wie es ist.
gut-schlaf
birke
guten morgen, poeta, und - ja!
so liest es sich jetzt /für mich jedenfalls/ flüssig und stimmig.
liebe grüße
birke
so liest es sich jetzt /für mich jedenfalls/ flüssig und stimmig.
liebe grüße
birke
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