hi niko,
ja wie schnell man sich im warten verlieren kann,
"...warten auf das was nicht kommt - was nicht kommt bist du" das apokoinu an dieser stelle mag ich besonders, das dem anfänglichen warten eine zusätzliche färbung gibt, die warteschleife führt wieder an den anfang, nimmt aber natürlich etwas mit, stagniert nicht gänzlich
du bist ausgestiegen
ja aber
nicht hier
nicht jetzt
sondern als wir uns
im verlieren verloren
scheint so, als ob LD fast unbemerkt ausgestiegen wäre, jedenfalls ungehindert, weil man sich schon ans verlieren verloren hatte (das gefällt mir besonders!)
du kannst das nicht
hast du gesagt
und gingst an uns vorbei
LD wird ja nicht sehr konkret, was
es nicht kann, ist es ein zuviel - ein zuwenig, das ihm abverlangt, ihm zugewandt wird? Jedenfalls gings am
wir vorbei, die ideallinie konnte nicht gefunden werden. sehr wohltuend empfinde ich, dass da ein scheitern ohne schuldzuweisungen und wehleigem lamento geschildert wird und am ende die warteschleife doch aufgebrochen oder auch nur durchschaut wird im weggehen des herzens, das widerum, elegant in ein apokoinu verpackt, auf den gleisen verloren ging.
das bahnhof-gleis-warte-bild, kein ganz neues, hast du für mein empfinden dennoch erfrischend und mit viel tiefe gemalt.
liebe grüße, poeta