zeichnung

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 19.12.2012, 20:52

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Zuletzt geändert von Amanita am 24.01.2013, 11:42, insgesamt 2-mal geändert.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 22.12.2012, 18:42

Hallo Amanita,

ich habe das jetzt schon oft gelesen und jedes Mal stolpere ich über die erste und die letzte Strophe.
Das hier bitterarme Verhältnisse vorherrschen, geht gut aus deinen Zeilen hervor.
Meine Idee wäre, hier genau diese Strophen rauszunehmen, die vorletzte Strophe an den Vortext dranzuhängen und den Titel in "gezeichnet" zu ändern, also so:

gezeichnet

linien
gerissen
fälteln die wände vor deiner stirn
papierdünn
ja sie strangulieren
dein denken zu einer scherbe
in der brotdose morgen
wenn das geld
ohne ofen verbrennt
und magere kohlestriche
auf deine hand reibt
kannst du kein
aquarell in den nebel malen



Vermutlich ist dir mein Vorschlag zu radikal, aber das waren meine Gedanken zu deinen Zeilen, vllt. eine Anregung für dich. ,-)

Saludos
Gabriella

Xanthippe
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Beitragvon Xanthippe » 22.12.2012, 19:12

Gabi,
mir gefällt dein vorschlag gut.
weil mir auch das gedicht gefallen hat, aber mich störten die letzten zwei zeilen, die waren irgendwie so holzhammer mäßig, damit der leser auch ja versteht, worum es geht, das hat die feine zeichnung für mich zerstört.
bin gespannt, was amanita dazu sagt.
xanthi

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 22.12.2012, 19:40

Ja, einen guten Abend! Für mich ist das natürlich plausibel, weil ein Hinweis darauf, dass Armut meist über viele Generationen weiter"gereicht" wird - ohne dass man selbst verarmt ist - und dass eine Befreiung sehr schwierig ist.

Wenn ich etwas weglassen "müsste", dann wären es wohl auch am ehesten die letzten beiden Zeilen, weil sie tatsächlich als eine Art Anhängsel gesehen werden könnten. Mit dem oben genannten Inhalt mag ich sie aber.

"Gezeichnet" als Titel hatte ich auch überlegt, das gefiel mir aber nicht, und mit dem "Aquarell" zusammen macht es m. E. auch nicht viel Sinn.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 23.12.2012, 18:18

in Arbeit:

[ohne Titel]

was für eine zeichnung
(beschissen)

linien
gerissen
fälteln die wände vor deiner stirn
papierdünn
ja sie strangulieren
dein denken zu einer scherbe
in der brotdose morgen
wenn das geld
ohne ofen verbrennt
und magere kohlestriche
auf deine hand reibt

kannst du kein
aquarell in den nebel malen

fragt deine mutter

Mucki
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Beitragvon Mucki » 23.12.2012, 18:28

Hallo Amanita,

diese Version finde ich gut. Ich würde nur noch das (beschissen) rausnehmen. Das braucht es nicht.
Und als Titel halte ich "was für eine zeichnung" für sehr gut.

Saludos
Gabriella


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