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weitgehend

Verfasst: 16.12.2012, 16:15
von ecb
ich lebe nun weitgehend
wie ich wollte

mein radius reicht
bis zur nächsten haltestelle

und so weit, wie ich mein fahrrad
antreiben kann

die welt bleibt auf der strecke
zu den gedichten

Verfasst: 16.12.2012, 17:05
von Mucki
Hallo Eva,

ein schöner Einblick in den Mikrokosmos des LI.
Was mir hier besonders gefällt:
ecb hat geschrieben:die welt bleibt auf der strecke
zu den gedichten

dieses "bleibt auf der strecke" liest man hier nicht im Sinne von "geht verloren", sondern als Gegenteil: die Welt bleibt erhalten auf der Strecke, die das LI mit seinem Fahrrad antreibt. Und diese kleine Welt führt zu den Gedichten.
Gelungen!

Saludos
Gabriella

Verfasst: 19.12.2012, 20:29
von ecb
Danke für dein schönes Lesen, Gabriella!

Liebe Grüße
Eva

Verfasst: 24.12.2012, 20:52
von Xanthippe
Ja, einmal dieses spiel mit dem auf der strecke bleiben, aber dann auch die verbindung zum weitgehend in der ersten zeile. das gefällt mir so, dass hier eine weite entsteht in der beschränkung, dass alles in sein gegenteil verkehrt wird, durch das gedicht, durch das lyrische ich, dass es versteht, die worte so zu setzen, dass hinter den wohlbekannten worten, etwas ganz neues sichtbar wird.
gelungen, wie ich finde.
xanthi

Verfasst: 25.12.2012, 21:13
von ecb
dankeschön :daumen:

LG Eva