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Im Tarnmantel der Nacht

Verfasst: 05.12.2012, 09:00
von Lilo
Regentropfen fristen
an blattlosen Ästen
ihr kurzes Dasein
ohne Sonnenschein.

Das Tageslicht versteckt
mit Wolken bedeckt
tristes Dezembergrau
vertrieb das Himmelblau.

Kälte erfasst alle Glieder
und legt sich auf die Lider.
Schwere Müdigkeit macht sich breit
mit eintöniger Mattigkeit.

Sinne schwinden
Träume finden
den Weg allein
ins Bewusstsein.

Warmes Blut pulsiert
mit dem Herzen liiert
im Tarnmantel der Nacht
die Liebe leis erwacht.

Verfasst: 05.12.2012, 19:34
von RäuberKneißl
Hallo Lilo,
das erinnert mich von der Form her an Texte wie Angelus Silesius - was allerdings durch die exquisiten Bilder diesem hier etwas die Schau stiehlt. Ich will aber nur darauf hinaus - was bewegt dich, eine solch uralte Form zu wählen? Sehr vielen Lesern stellen sich bei Reimen wie Glieder/Lider, Grau/Blau etc. die Nackenhaare auf, sie wirken bestenfalls betulich und laden, befürchte ich, heutige Leser nicht ein, der Stimmung nachzuspüren, Schlager-Fetischisten oder Produzenten von Lebkuchenherzen vielleicht ausgenommen.
Grüße
Franz

Verfasst: 05.12.2012, 20:07
von Lilo
Hallo Franz,
danke Dir. Eigentlich klingt Lebkuchen gar nicht so schlecht. Mag ich nämlich sehr gerne. ;)
Ein bisschen altbacken bin ich vielleicht auch. Allerdings habe ich mich noch auf keinen Stil festgelegt und ich stehe mehr auf Hard Rock als auf Schlager. ;)
Liebe Grüße.
Lilo