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noch immer

Verfasst: 14.10.2012, 09:32
von Niko




noch immer

uns entsprechend schweigen wir
in aller flügelstille
unserem herzhang zu

der blick ins weite
macht das gewohnte unbewohnt
neu
das halten der stille
das vergessen der worte
und diese randlosigkeit
in der fülle des atemlosen




.

Verfasst: 15.10.2012, 14:50
von ecb
Das schweigende Sprechen, das unbewohnte Gewohnte - die Aufhebung, das ist es.

Liebe Grüße
Eva

Verfasst: 16.10.2012, 16:44
von birke
oh, niko, das finde ich ganz und gar stimmungsvoll, wunderbar, vor allem die letzten beiden zeilen!

ich könnte mir an zwei stellen die zeilenumbrüche etwas anders noch vorstellen, zum einen würde ich in der ersten strophe "uns entsprechend" und "schweigen wir" in einzelne zeilen setzen. dann das gleiche in der zweiten strophe, nach "macht das gewohnte" könnte ich mir auch einen umbruch vorstellen, heißt, das "unbewohnt" zum "neu" zu setzen ... nur als meine lesart/ vorschlag zu verstehen, klar :smile:

noch eine kleinigkeit, statt "unserem herzhang" vielleicht auch "dem herzhang" - weil ja in der zweiten zeile das "uns" schon angesprochen ist?

sehr gern gelesen!

liebe grüße
diana

Verfasst: 17.10.2012, 17:11
von Renée Lomris
Hallo Niko,

du stellst hier oft Gedichte ein und die meisten gefallen mir, einige weniger, einige ganz besonders.

Dieses hier lässt mich zwiespältig. Einmal finde ich das "uns entsprechend" für den Inhalt notwendig - aber sprachlich nicht passend - weder sticht es heraus, noch fügt es sich ein. "in aller flügelstille" klingt wegen des "aller" poetisierend ... banal.

In der zweiten Strophe gefallen mir die Wendungen : " das Gewohnte unbewohnt, /
diese Randlosigkeit - die fülle des Atemlosen ...

Ich weiß nicht, ob ich den Sinn des Gedichts verstanden habe . ich würde es verkürzen : ein Vorschlag:


Immer noch
dem Herzhang zu
flügelstill schweigen
wir

der blick ins weite
das gewohnte unbewohnt
neu
das halten der stille
das vergessen der worte

und diese
randlosigkeit
in der fülle des atemlosen



ich hoffe damit deine dichterische Eigenwilligkeit nicht verletzt zu haben
lG
Renée