[M] davor
davor
wenn sie ehrlich ist
unter dem siegel eines
hingezuckten gedichtes
war es nicht wesentlich anders
als danach - ihr lachen
war ihr immer schon fremder
als eine ausgesetzte schnecke
die auf dem mond die fühler einzieht
nur weil sie fürchtet dort unten
würde einer am teleskop sitzen
und sie mit den augen
aus ihrem haus zerren
wollen
es flöge davon
denkt sie trocken
streut salz auf den weg in die wunde
am rücken zehn stiche und jetzt
kann sie endlich einem
ihren verbogenen strichmund
an die stirn heften
wie ein fahndungsplakat
Zum Monatsthema Contra-Texte, inspiriert von Danach von Nada
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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ecb
Ein fulminantes Bildspiel entfaltet sich - und ja, auch ich habe das Lachen in Nadas Text für ein irres Gelächter gehalten, gleichsam in Bestätigung dessen, womit man in dieser Welt schon immer gerechnet hat, es konnte gar nicht anders kommen. Insofern auch eine halb willkommene Bestätigung der Annahme, von der man schon immer ausging, daß es sich nämlich um eine irre Welt handele.
In diesem Sinne
Eva
In diesem Sinne
Eva
Upps, ich dachte ich hätte hier schon geantwortet. Danke für deine Rückmeldung und Gedanken dazu, Eva.
Deine Leseweise gefällt mir, ja, so kann ich Nadas Text auch lesen und darin auch den Bogen zu meinem Text sehen.
Liebe Grüße
Flora
Deine Leseweise gefällt mir, ja, so kann ich Nadas Text auch lesen und darin auch den Bogen zu meinem Text sehen.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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