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heimat, nein
Verfasst: 19.08.2012, 12:40
von pjesma
xxx
Verfasst: 19.08.2012, 15:24
von Eule
Hallo pjesma, für mich ein schöner, vielleicht auch etwas ungewöhnlicher, Beitrag zu einem "großen Thema". Heimatlosigkeit, gibt es die überhaupt und wie fühlte sie sich an ? Ein Liedvers : "wherever I lay my head is my home". Da kommt das berühmte Wort (für mich klingt es gut) auch vor, und vielleicht auch etwas von diesen Gefühlen. Man könnte ja auch in der Literatur zu Hause sein, oder, ja, auf der Lebensreise, oder einfach: bei sich.
Verfasst: 19.08.2012, 16:36
von scarlett
das ist klasse, pjesma!
sehr berührt von inhalt und form/sprache,
scarlett
Verfasst: 20.08.2012, 03:03
von Gerda
Eule hat geschrieben: Man könnte ja auch in der Literatur zu Hause sein, oder, ja, auf der Lebensreise, oder einfach: bei sich.
Ja, das ist wohl auch die Eselsbrücke, die ich mir als Heimat gebaut habe und mit der ich ziemlich gut lebe. Heimat ist in mir. in Gednaken, worten und Werken.
Liebe Pjesma,
das gefällt mir sehr gut!
Wir sollen eigentlich nicht zwischen Salontexten vergleichen, wenn wir kritisieren. Aber, ich komme nicht umhin, denn den Text zum gleichen/ungleichen Thema im Anonymus habe ich auch besprochen und wurde nicht einmal lauwarm damit.
Du hast deínem Text "Leben" eingehaucht, er ist nicht starr, er verfolgt keine Erklärungsmuster, stimmig in sich selbst ruhend.
Liebe Grüße
Gerda
Verfasst: 20.08.2012, 10:20
von Xanthippe
was mir besonders gefällt, was mich anspricht an diesem gedicht, ist dieser kampf, dieses sich selbst ins wort fallen, sich die sehnsucht, das heimweh zu verbieten, dieses treiben, was im letzten vers steht, zieht sich durch das gesamte gedicht. das finde ich überzeugend und gelungen.
xanthi
Verfasst: 20.08.2012, 14:53
von pjesma
danke euch herzlich

ja, anonymus hat ein bisschen pate gestanden

, hat mich zum nachdenken geschubbst
.gif)
allerdings ist aus nachdenken nur dies unentschlossenes gedicht geworden, was genau heimat ist (was alles) habe ich nicht entdeckt, der weg vielleicht...
lg
Verfasst: 20.07.2013, 14:19
von pjesma
huhu, ich grabe diesen ötzi aus weil ich an korrekturen bin (jaja, auch die schlampige pjesma nimmt sich irgendwann vor an den texten zu arbeiten
.gif)
...aber dann gleich in masse
hab hier lob bekommen, aber ich selbst sehe es aus der zeitentfernung viel kritischer, hab also ziemlich gekürzt...meine frage: ist das noch das selber gedicht? findet ihr es verschlimmbessert? ich verliere die relationen, von der menge an zeug das zu überarbeiten vor mir steht..........lg , pjesma
hier die neue version:
heimat, nein
vor (m)einem haus
stehe ich und heule
nein
ich fahre vorbei
mit geschlossenen augen
nein
wie könnte ich vorbei fahren
ohne eine rast zu machen
vor (m)einem haus
vor (m)einem haus
renne ich weg
hals über kopf
wenn nötig: vierbeinig
nein, ich krieche
irgendwie ist es da, dies haus
auf einmal
und klebt in den laken
es ist warm, zu warm
vor meinem haus
der abgesägte baum
treibt wieder grün
vor meinem baum
das haus
zerfällt zur staub
nein
da ist noch ein überlebender
ein mauerstein
den
hebe ich ans herz
und trage
treibe
weiter
nein
sinke
Verfasst: 20.07.2013, 20:26
von Mucki
...
Verfasst: 20.07.2013, 21:13
von Niko
gefällt mir extrem gut, pjesma!
übrigens habe ich bei "heimat, nein" immer emotional gelesen "himmel nein!" also (um)himmel(s willen) nein! - das fand ich jetzt mal für mich sehr spannend. etwas zu lesen, was da nicht steht!
liebe grüße: niko